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15. September 2026Whiteheads-Pickel sind kleine, geschlossene Pickel unter der Haut, die durch verstopfte Poren mit weißem Punkt entstehen und von einer dünnen Hautschicht bedeckt bleiben. Sie gehören zu den häufigsten Formen unreiner Haut und sind meist harmlos.

Ein Whitehead ist ein kleiner, geschlossener Pickel mit weißlichem Punkt unter der Haut. Weil Talg, Hautzellen und Bakterien nicht entweichen können, entsteht ein Druck von innen. Whiteheads-Pickel treten vor allem im Gesicht, auf der Stirn und am Kinn auf. Anders als offene Mitesser bleiben sie von einer feinen Hautschicht bedeckt, wodurch der Talgpfropf nicht mit Sauerstoff in Kontakt kommt und weiß statt schwarz erscheint. Laut Robert Koch-Institut sind solche Hauterscheinungen bei Jugendlichen in Deutschland so verbreitet, dass die meisten irgendwann in der Pubertät davon betroffen sind.
Was sind Whiteheads?
Whiteheads sind geschlossene Komedonen – also verstopfte Poren mit weißer Kuppe. Medizinisch spricht man von Comedones clausi. Sie zeigen sich als kleine, feste Erhebungen von meist 1 bis 3 Millimetern Durchmesser mit einem weißen oder gelblichen Punkt in der Mitte.
Im Unterschied zu Mitessern (offenen Komedonen) ist die Pore bei Whiteheads nicht nach außen geöffnet. Dadurch oxidiert der Talg nicht und verfärbt sich nicht schwarz. Wer unter wiederkehrenden weißen Pickeln leidet, findet ergänzende Informationen im Ratgeber zu unreiner Haut und ihren Ursachen.
Was ist das weiße Zeug im Pickel?
Das weiße Zeug in einem Whitehead ist ein Talgpfropf. Er besteht meist aus einer Mischung aus Talg, abgestorbenen Hautzellen und teils Bakterien wie Cutibacterium acnes und verstopft den Ausgang des Haarfollikels.
Manchmal tritt bei entzündeten Pickeln zusätzlich eine durchsichtige Flüssigkeit aus. Dabei handelt es sich in der Regel um Wundsekret oder Lymphflüssigkeit, die der Körper zur Wundheilung bildet, wenn die obere Hautschicht bereits leicht verletzt oder gereizt ist.
Whiteheads oder Mitesser: Wo liegt der Unterschied?
Der Hauptunterschied liegt darin, ob die Pore verschlossen oder offen ist. Whiteheads sind geschlossene Komedonen, offene Mitesser dagegen liegen frei an der Hautoberfläche und verfärben sich durch Oxidation dunkel.
| Merkmal | Whitehead (geschlossener Komedo) | Mitesser (offener Komedo) |
|---|---|---|
| Farbe | Weißlich bis hautfarben | Schwarz bis bräunlich |
| Pore | Geschlossen, von Haut bedeckt | Offen, sichtbar |
| Ursache der Farbe | Kein Sauerstoffkontakt | Oxidation des Talgs mit Sauerstoff |
| Tastbarkeit | Fest, leicht erhaben | Meist flach |
Beide Formen zählen zu den nicht entzündlichen Vorstufen der Akne. Entwickeln sie sich weiter, können daraus entzündliche Papeln oder Pusteln entstehen.
Wie häufig sind Whiteheads und wer ist betroffen?
Whiteheads gehören zu den häufigsten Hautveränderungen überhaupt. Sie betreffen laut Schätzungen bis zu 85 Prozent aller Jugendlichen zwischen 12 und 24 Jahren zumindest zeitweise.
Eine 2022 veröffentlichte dermatologische Übersichtsarbeit fasst zusammen, dass Akne-bedingte Hautveränderungen weltweit zu den fünf häufigsten Hauterkrankungen zählen – und nicht nur Teenager, sondern zunehmend auch Erwachsene zwischen 25 und 40 Jahren betreffen, insbesondere Frauen mit hormonellen Schwankungen. Auch das Bundesministerium für Gesundheit weist über das Portal gesund.bund.de darauf hin, dass Akne mit Erscheinungsformen wie Whiteheads, Mitessern, Papeln und Pusteln eine der am weitesten verbreiteten Hauterkrankungen ist. Bei den meisten bessert sich das Hautbild bis zum Ende des zwanzigsten Lebensjahres deutlich.
Warum entstehen Whiteheads?
Whiteheads entstehen durch das Zusammenspiel von übermäßiger Talgproduktion, verhornten Hautzellen und einer verstopften Pore. Begünstigt wird der Prozess durch hormonelle Schwankungen, bestimmte Kosmetik und äußere Reize.
- Hormonelle Veränderungen: In der Pubertät, vor der Menstruation oder in der Schwangerschaft steigt die Talgproduktion durch Androgene messbar an – bei manchen Jugendlichen um mehr als das Doppelte.
- Verstopfte Poren: Abgestorbene Hautzellen verkleben mit Talg und verschließen den Follikelausgang.
- Kosmetik und Pflegeprodukte: Komedogene Inhaltsstoffe in Cremes oder Make-up können Poren zusätzlich verstopfen.
- Reibung und Druck: Enge Kleidung, Kopfbedeckungen oder häufiges Berühren des Gesichts reizen die Haut.
- Ernährung: Studien deuten darauf hin, dass stark zuckerhaltige oder milchreiche Kost unreine Haut begünstigen kann – laut Bundesministerium für Gesundheit ist die Datenlage aber nicht eindeutig.
- Genetische Veranlagung: Litten beide Elternteile in der Jugend unter ausgeprägter Akne, steigt laut Beobachtungsstudien auch das Risiko für die Kinder.
Wie wird man Whiteheads los?
Whiteheads lassen sich am besten mit milder, konsequenter Pflege und wirkstoffbasierten Produkten behandeln, die die Verhornung regulieren und die Poren freihalten. Wichtig ist Geduld: Sichtbare Verbesserungen zeigen sich meist erst nach 4 bis 8 Wochen, die volle Wirkung oft erst nach 12 Wochen.
- Sanfte Reinigung: Zweimal täglich mit einem milden, pH-neutralen Reinigungsprodukt waschen, ohne die Haut zu reizen.
- Salicylsäure oder Retinoide: Salicylsäure wird kosmetisch meist in einer Konzentration von 0,5 bis 2 Prozent eingesetzt und löst verhornte Zellen; laut EU-Kosmetikverordnung, deren Einhaltung auch das BfArM mitüberwacht, liegt die Höchstkonzentration für frei verkäufliche Produkte bei 2 Prozent.
- Benzoylperoxid: Laut gelbe-liste.de wirkt der Wirkstoff in Konzentrationen von 2,5 bis 10 Prozent antibakteriell und wird häufig bei entzündeten Whiteheads und Pusteln eingesetzt.
- Nicht-komedogene Pflege: Cremes und Sonnenschutz sollten explizit als porenfreundlich gekennzeichnet sein.
- Unterstützende Pflege bei unreiner Haut: Produkte wie die N1 Akne Pflege Salbe können helfen, die Haut zu beruhigen und das Hautbild bei Unreinheiten zu unterstützen.
- Geduld und Regelmäßigkeit: Ein vorzeitiger Abbruch ist einer der häufigsten Gründe für ausbleibenden Erfolg.
Bei starker, schmerzhafter oder großflächiger Akne mit Whiteheads, Papeln und Pusteln ist der Gang zur Hautärztin oder zum Hautarzt sinnvoll – dort stehen auch verschreibungspflichtige Präparate wie orale Retinoide oder Antibiotika zur Verfügung.

Wie kann man Whiteheads vorbeugen?
Vorbeugen gelingt durch eine an den Hauttyp angepasste, regelmäßige Pflegeroutine und das Vermeiden bekannter Auslöser. Wenige Grundsätze reichen oft, um die Zahl neuer Whiteheads spürbar zu senken. Eine unterstützende Pflege, etwa mit der N1 Akne Pflege Salbe, kann dabei helfen, die Haut langfristig geschmeidig und die Poren frei zu halten.
- Make-up und Sonnenschutz gründlich entfernen: Rückstände am Abend verstopfen über Nacht zusätzlich die Poren.
- Kissenbezüge regelmäßig wechseln: Talg- und Bakterienreste sammeln sich sonst über mehrere Nächte an.
- Hände vom Gesicht fernhalten: Häufiges Berühren überträgt Keime und Reibung auf die Haut.
- Auf komedogene Inhaltsstoffe achten: Ein Blick auf die Deklaration hilft, porenverstopfende Öle oder Silikone zu meiden.
- Stress reduzieren: Chronischer Stress kann die Talgproduktion über hormonelle Wege anregen.
Welche Hausmittel helfen gegen Whiteheads?
Einige Hausmittel können unterstützend wirken, ersetzen aber keine gezielte Pflege oder ärztliche Behandlung. Sie eignen sich vor allem als Ergänzung bei leichten Whiteheads.
- Dampfbäder: Warmer Wasserdampf kann die Poren weiten; 5 bis 10 Minuten über einer Dampfschale reichen meist aus.
- Teebaumöl (stark verdünnt): Wirkt antibakteriell, sollte wegen möglicher Reizungen aber nur in geringer Konzentration von etwa 5 Prozent und sparsam angewendet werden.
- Aloe Vera: Kann die Haut beruhigen und leicht entzündungshemmend wirken.
- Kühle Kompressen: Lindern Rötungen und Schwellungen an gereizten Stellen, etwa 5 bis 10 Minuten pro Anwendung.
Wichtig: Hausmittel wirken individuell unterschiedlich. Bei Unsicherheiten oder anhaltenden Beschwerden empfiehlt sich eine Beratung in der Apotheke oder beim Hautarzt.
Soll man Whiteheads ausdrücken?
Nein, Whiteheads sollten möglichst nicht selbst ausgedrückt werden. Durch unsachgemäßes Drücken kann sich der Talgpfropf tiefer in die Haut schieben und Entzündungen, Narben sowie eine Ausbreitung von Bakterien begünstigen. Dermatologische Quellen schätzen, dass unsachgemäßes Ausdrücken das Risiko sichtbarer Narbenbildung deutlich erhöht.
Wer den Drang verspürt, sollte stattdessen zu gezielten Pflegeprodukten oder einer professionellen kosmetischen Behandlung mit sterilen Instrumenten greifen. Auch die Kombination aus Wärme und sanftem, hygienischem Druck durch geschultes Fachpersonal ist deutlich schonender als das eigenständige Ausdrücken zu Hause.
Welche Pickel darf man nicht ausdrücken?
Besonders vom Ausdrücken abzuraten ist bei tiefliegenden, entzündeten Knoten sowie bei Pickeln im sogenannten Gefahrendreieck des Gesichts – dem Bereich zwischen Nasenwurzel und Mundwinkeln. Dort besteht ein erhöhtes Risiko, dass Bakterien über Blutgefäße in Richtung Gehirn gelangen, auch wenn schwere Komplikationen insgesamt selten sind.
Auch gerötete, schmerzhafte oder solche Pickel ohne sichtbaren weißen Punkt sollten in Ruhe abheilen. Ähnliches gilt für tief unter der Haut liegende Knoten, die im Ratgeber schwarzer Pickel unter der Haut näher erklärt werden.
Wo treten Whiteheads noch auf?
Whiteheads zeigen sich am häufigsten im Gesicht, können aber auch am Rücken, Dekolleté oder im Intimbereich entstehen, da dort ebenfalls talgproduzierende Follikel sitzen. Wer Unreinheiten am Rücken bemerkt, findet weiterführende Informationen im Beitrag Pickel auf dem Rücken erkennen und behandeln sowie zur Abgrenzung gegenüber anderen Hautveränderungen im Artikel Hautkrebs oder Pickel am Rücken. Auch am Rücken oder Dekolleté kann eine gezielte, unterstützende Pflege wie die N1 Akne Pflege Salbe sinnvoll eingesetzt werden.
Treten kleine, juckende Pickel am Körper auf, kann auch eine andere Ursache wie eine Follikelentzündung oder Reibung vorliegen; mehr dazu im Ratgeber kleine Pickel am Körper, die jucken. Bei Unreinheiten im empfindlichen Bereich rund um den After hilft der Beitrag Pickel am After: Ursachen und Behandlung weiter.
Wann zur Hautärztin oder zum Hautarzt?
Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn Whiteheads trotz konsequenter Pflege über Wochen bis Monate bestehen bleiben, sich entzünden oder Narben hinterlassen. Auch bei plötzlich auftretender, starker Akne im Erwachsenenalter kann eine ärztliche Abklärung hormoneller oder anderer Ursachen sinnvoll sein. Grundlage für eine gezielte Behandlung sind laut gesund.bund.de eine genaue Diagnose sowie gegebenenfalls Blutuntersuchungen bei Verdacht auf hormonelle Auslöser.
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Häufige Fragen
Wie wird man Whiteheads los?
Mit milder Reinigung, Wirkstoffen wie Salicylsäure (0,5-2 %) oder Retinoiden und geeigneter Pflege lassen sich Whiteheads meist über 4 bis 12 Wochen deutlich reduzieren.
Warum entstehen Whiteheads?
Whiteheads entstehen durch verstopfte Poren, überschüssigen Talg, abgestorbene Hautzellen und hormonelle Einflüsse, die den Follikelausgang verschließen.
Was ist das weiße Zeug im Pickel?
Es handelt sich meist um einen Talgpfropf aus Talg, Hautzellen und teils Bakterien, der sich unter der geschlossenen Hautoberfläche angesammelt hat.
Was ist Whiteheads?
Whiteheads sind geschlossene Komedonen, also verstopfte Poren mit weißem Punkt von meist 1 bis 3 Millimetern Durchmesser, die von einer dünnen Hautschicht bedeckt sind.
Wie häufig sind Whiteheads?
Whiteheads gehören zu den häufigsten Hautveränderungen und betreffen laut Schätzungen bis zu 85 Prozent aller Jugendlichen zumindest zeitweise, zunehmend aber auch Erwachsene.
Welche Hausmittel helfen gegen Whiteheads?
Dampfbäder, stark verdünntes Teebaumöl, Aloe Vera und kühle Kompressen können unterstützend wirken, ersetzen aber keine gezielte Hautpflege.
Soll man weißen Pickel ausdrücken?
Nein, weiße Pickel sollten nicht selbst ausgedrückt werden, da dies Entzündungen, Narben und eine Ausbreitung von Bakterien begünstigen kann.
Was ist die durchsichtige Flüssigkeit bei Pickeln?
Dabei handelt es sich meist um Wundsekret oder Lymphflüssigkeit, die bei gereizter oder leicht verletzter Haut austritt.
Welche Pickel darf man nicht ausdrücken?
Tiefliegende, entzündete Knoten sowie Pickel im Gefahrendreieck des Gesichts zwischen Nase und Mundwinkeln sollten keinesfalls ausgedrückt werden.
Was sind die kleinen weißen Pickel, die ich nicht ausdrücken kann?
Das sind vermutlich geschlossene Whiteheads, bei denen der Talgpfropf noch tief unter einer intakten Hautschicht sitzt und sich daher nicht lösen lässt.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an Ärztin, Arzt oder Apotheke.





