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23. September 2026
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23. September 2026Akne-Pickel entstehen, wenn verhornte Hautzellen und überschüssiges Hautfett die Talgdrüsen verstopfen und sich darin Bakterien vermehren.

Akne ist eine chronische Erkrankung der Talgdrüsen und Haarfollikel, bei der sich durch verstopfte Poren Mitesser, entzündete Papeln und mitunter schmerzhafte Knoten bilden. Akne-Pickel sind also die sichtbaren Symptome dieser Hauterkrankung. Betroffen sind vor allem Gesicht, Rücken und Dekolleté. Sie reichen von einzelnen Mitessern bis zu schmerzhaften, eitrigen Knoten und können das Selbstwertgefühl stark belasten. Akne zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen überhaupt: Bis zu 85 Prozent aller Jugendlichen sind laut gesund.bund.de irgendwann betroffen. Doch auch Erwachsene leiden immer wieder unter Pickeln. Wer die Ursachen kennt, kann gezielter gegensteuern.
Wie häufig sind Akne-Pickel?
Akne-Pickel gehören zu den am weitesten verbreiteten Hautproblemen in Deutschland.
- Rund 80 bis 85 Prozent der Jugendlichen zeigen laut Robert Koch-Institut (RKI) zumindest zeitweise Symptome einer Akne.
- Bei etwa 20 bis 30 Prozent der Betroffenen verläuft die Akne so ausgeprägt, dass eine ärztliche Behandlung sinnvoll wird.
- Bis zu 25 Prozent der Frauen über 25 Jahren sind von sogenannter Erwachsenenakne betroffen.
- Der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr; oft klingen die Pickel bis Mitte 20 spürbar ab.
Weitere Gesundheitsdaten finden sich auf rki.de.
Was genau ist Akne und wie entstehen Pickel?
Akne ist eine chronische Erkrankung der Talgdrüsen und Haarfollikel, bei der sich Mitesser, Papeln, Pusteln und manchmal Knoten bilden. Auslöser ist meist ein Zusammenspiel aus vermehrter Talgproduktion, verstopften Poren und einer Besiedelung mit dem Bakterium Cutibacterium acnes. Das Immunsystem reagiert darauf mit einer Entzündung – so entsteht der klassische rote, oft schmerzende Pickel.
Man unterscheidet verschiedene Ausprägungen:
- Acne comedonica: vor allem Mitesser, kaum Entzündung
- Acne papulopustulosa: entzündete, gerötete Pickel mit Eiterbildung
- Acne conglobata: schwere Form mit tiefen Knoten, die vernarben kann
Mehr zu den Verlaufsformen liest du im Ratgeber zur Akne in der Pubertät und im Beitrag über Akne bei Erwachsenen.
Welche Schweregrade gibt es?
| Schweregrad | Typische Merkmale | Übliche Behandlung |
|---|---|---|
| Leicht | Vereinzelte Mitesser, wenige Papeln | Freiverkäufliche Pflege mit Salicylsäure oder Benzoylperoxid |
| Mittelschwer | Zahlreiche Papeln und Pusteln | Topische Retinoide, ggf. orale Antibiotika |
| Schwer | Knoten, Zysten, Vernarbungsrisiko | Isotretinoin unter fachärztlicher Kontrolle |
Wie bekommt man Akne-Pickel weg?
Akne-Pickel behandelt man am besten mit einer Kombination aus sanfter Reinigung, gezielter Pflege und – bei stärkerer Ausprägung – ärztlich verordneten Wirkstoffen.
Bewährt haben sich folgende Maßnahmen:
- Sanfte Reinigung: zweimal täglich mit einem milden, pH-neutralen Produkt, ohne die Haut zu reizen.
- Wirkstoffhaltige Pflege: Salicylsäure, Azelainsäure oder Zink können überschüssiges Fett reduzieren und Entzündungen lindern.
- Konsequenz: Verbesserungen zeigen sich meist erst nach vier bis acht Wochen regelmäßiger Anwendung.
- Kein Ausdrücken: Herumdrücken riskiert tiefere Entzündungen und bleibende Narben.
Freiverkäufliche Produkte mit Benzoylperoxid enthalten meist zwischen 2,5 und 10 Prozent Wirkstoff. Studien deuten darauf hin, dass bereits die niedrigere Konzentration ähnlich wirksam sein kann wie höhere Dosierungen – bei geringerem Reizpotenzial für die Haut.
Bei mittelschwerer bis schwerer Akne kommt häufig der Wirkstoff Isotretinoin zum Einsatz, meist mit 0,5 bis 1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag über mehrere Monate. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) darf dieser Wirkstoff ausschließlich unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle verordnet werden, da er Nebenwirkungen wie trockene Haut, erhöhte Leberwerte oder in seltenen Fällen Stimmungsveränderungen auslösen kann.
Eine unterstützende Pflege, wie die N1 Akne Pflege Salbe, kann helfen, unreine Haut zu beruhigen und das Hautbild sichtbar zu verbessern. Bei anhaltenden oder schweren Verläufen sollte zusätzlich eine Hautärztin oder ein Hautarzt aufgesucht werden.
Was hilft gegen bereits entstandene Akne-Narben?
Gegen Aknenarben helfen spezielle Pflegeprodukte und in manchen Fällen dermatologische Verfahren. Dazu zählen etwa Microneedling oder Laserbehandlungen. Ausführliche Informationen findest du im Ratgeber Akne Narben.
Wie kann man Akne-Pickeln vorbeugen?
Vollständig vorbeugen lässt sich Akne nie, doch bestimmte Gewohnheiten senken das Risiko für neue Pickel deutlich.
- Kissenbezüge und Handtücher regelmäßig wechseln, um Bakterien nicht erneut auf die Haut zu übertragen.
- Make-up und Sonnencreme nach Möglichkeit nicht-komedogen wählen.
- Hände möglichst vom Gesicht fernhalten.
- Nach dem Sport Schweiß zeitnah abduschen, da er die Poren zusätzlich verstopfen kann.
- Auf ein sauberes Smartphone-Display achten, da sich dort ebenfalls Bakterien sammeln, die beim Telefonieren auf die Wange gelangen.
Welche Ursachen und welcher Mangel können Akne auslösen?
Akne entsteht meist durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren – ein einzelner Nährstoffmangel ist selten die alleinige Ursache. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren zählen:
- Hormonelle Schwankungen: in der Pubertät, vor der Periode, in der Schwangerschaft oder beim Absetzen der Pille.
- Genetische Veranlagung: Wer Akne in der Familie hat, ist häufiger selbst betroffen.
- Stress: Er kann die Talgproduktion über Stresshormone anregen.
- Falsche oder komedogene Pflegeprodukte: Sie können Poren verstopfen.
- Zinkmangel: Zink ist an Hautregeneration und Entzündungsregulation beteiligt; ein Mangel wird mit stärkerer Akneneigung in Verbindung gebracht.
Ein isolierter Vitaminmangel als alleinige Ursache ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Wer dauerhaft unter starken Pickeln leidet, kann beim Arzt Blutwerte wie Zink, Vitamin D oder Eisen prüfen lassen.
Welches Vitamin ist gut gegen Akne?
Vitamin A und seine Abkömmlinge (Retinoide) spielen eine zentrale Rolle in der Aknebehandlung, da sie die Verhornung der Haut regulieren. Auch Vitamin D und Zink werden mit einem günstigeren Hautbild in Verbindung gebracht. Eine hochdosierte Einnahme sollte nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen, da vor allem Vitamin A in hohen Mengen unerwünschte Nebenwirkungen haben kann.
Welche Rolle spielt die Ernährung bei Akne-Pickeln?
Die Ernährung kann das Hautbild beeinflussen, ist aber selten die alleinige Ursache. Eine im Jahr 2020 veröffentlichte Übersichtsarbeit in einem dermatologischen Fachjournal deutet darauf hin, dass eine Ernährung mit hohem glykämischem Index das Risiko für Akne um bis zu 30 Prozent erhöhen kann. Schübe können außerdem begünstigt werden durch:
- Stark zuckerhaltige Lebensmittel und Süßgetränke
- Weißmehlprodukte mit hohem glykämischem Index
- Große Mengen an Milchprodukten, insbesondere fettarme Milch
- Stark verarbeitete Fast-Food-Produkte
Ein hautfreundliches Frühstück setzt eher auf ballaststoffreiche, wenig verarbeitete Lebensmittel: etwa Vollkornhaferflocken mit Beeren, Nüssen und ungesüßtem Naturjoghurt oder Vollkornbrot mit Avocado und Ei. Solche Mahlzeiten halten den Blutzuckerspiegel stabiler, was sich positiv auf die Talgproduktion auswirken kann. Auch ausreichend Trinkwasser und regelmäßige Mahlzeiten ohne lange Zuckerspitzen können das Hautbild über Wochen sichtbar stabilisieren. Ausführliche Tipps liefert der Ratgeber Ernährung bei Akne.

Welche Mythen ranken sich um Akne-Pickel?
Viele Vorstellungen rund um Akne halten sich hartnäckig, sind aber wissenschaftlich nicht haltbar.
- Mythos: Schokolade verursacht Pickel. Eine direkte Kausalität ist nicht belegt, ein hoher Zuckeranteil kann Schübe aber begünstigen.
- Mythos: Sonne heilt Akne. UV-Strahlung kaschiert die Haut kurzfristig, verstärkt langfristig aber Talgproduktion und Verhornung.
- Mythos: Nur Jugendliche bekommen Pickel. Auch Erwachsene, besonders Frauen zwischen 20 und 40 Jahren, sind häufig betroffen.
- Mythos: Häufiges Waschen macht die Haut reiner. Zu häufiges oder aggressives Waschen kann die Hautbarriere schwächen und die Talgproduktion sogar anregen.
Ist Prednisolon bei Akne geeignet?
Prednisolon eignet sich nur kurzfristig und unter ärztlicher Kontrolle bei schweren, entzündlichen Schüben. Der Kortison-Wirkstoff ist für die dauerhafte Behandlung nicht geeignet, da eine Langzeitanwendung die Haut zusätzlich schwächen und sogar neue Pickel begünstigen kann. Weitere Informationen bietet gelbe-liste.de. Die Entscheidung sollte immer eine Hautärztin oder ein Hautarzt treffen.
Was hilft gegen Akne bei Kindern?
Bei Kindern hilft in erster Linie eine sanfte, milde Hautpflege ohne aggressive Wirkstoffe.
- Milde, seifenfreie Reinigung ohne starke Duftstoffe
- Keine Erwachsenen-Aknepräparate ohne ärztliche Abklärung verwenden
- Bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Pickeln kinderärztlichen oder dermatologischen Rat einholen
Ist es normal, dass ein 7-jähriges Kind Pickel im Gesicht hat?
Vereinzelte Pickel bei einem 7-jährigen Kind sind meist harmlos und können durch Hautreizungen, Wärme oder kleinere Unreinheiten entstehen. Häufen sich jedoch Pickel, Mitesser oder entzündete Knötchen, kann dies auf eine sogenannte Präadoleszenz-Akne hinweisen, die mit einer frühen hormonellen Umstellung zusammenhängt. Dann ist eine kinderärztliche Abklärung sinnvoll.
Wie pflegt man die Haut bei Akne-Pickeln richtig?
Die richtige Pflege reinigt die Haut, ohne sie auszutrocknen, und reduziert überschüssigen Talg, ohne die Hautbarriere zu schädigen. Empfehlenswert sind leichte, nicht-komedogene Feuchtigkeitspflegen sowie Sonnenschutz, da manche Aknewirkstoffe die Haut lichtempfindlicher machen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du im Ratgeber Hautpflege bei Akne.
Wichtig ist Geduld: Die meisten Pflege- und Behandlungsansätze zeigen erst nach vier bis acht Wochen sichtbare Ergebnisse. Wer unsicher ist, sollte sich in der Apotheke beraten lassen.
Wann sollte man wegen Akne-Pickeln zum Arzt oder in die Apotheke?
Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn die Akne schmerzt, großflächig Knoten bildet, Narben zurücklässt oder trotz konsequenter Pflege über mehrere Monate nicht besser wird. Auch bei plötzlich auftretenden, starken Pickeln im Erwachsenenalter kann eine ärztliche Abklärung hormoneller Ursachen sinnvoll sein.
In der Apotheke erhältst du zudem eine erste Einschätzung, welche freiverkäuflichen Produkte zur individuellen Hautsituation passen, etwa eine unterstützende Pflege wie die N1 Akne Pflege Salbe in Kombination mit einer milden Reinigung.
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Häufige Fragen
Wie bekommt man Akne Pickel weg?
Mit sanfter Reinigung, gezielter Pflege mit Wirkstoffen wie Salicylsäure oder Zink und – bei stärkerer Akne – ärztlich verordneten Präparaten. Wichtig ist Geduld, da Ergebnisse meist erst nach vier bis acht Wochen sichtbar werden.
Wie häufig sind Akne-Pickel?
Bis zu 85 Prozent der Jugendlichen sind laut RKI zumindest zeitweise betroffen. Auch bis zu 25 Prozent der Frauen über 25 Jahren leiden unter Erwachsenenakne.
Ist Prednisolon bei Akne geeignet?
Nur kurzfristig und unter ärztlicher Kontrolle bei schweren Entzündungen. Für die Dauerbehandlung ist Prednisolon nicht geeignet, da es die Haut langfristig schwächen kann.
Ist Folsäure gut für Akne?
Ein direkter Nutzen von Folsäure bei Akne ist wissenschaftlich nicht klar belegt. Wichtiger sind eine ausgewogene Ernährung und gegebenenfalls ein ärztlich festgestellter Nährstoffmangel.
Was hilft gegen Akne bei Kindern?
Milde, seifenfreie Reinigung, keine Erwachsenen-Aknepräparate ohne ärztlichen Rat und bei anhaltenden Beschwerden eine kinderärztliche Abklärung.
Ist es normal, dass ein 7-jähriges Kind Pickel im Gesicht hat?
Vereinzelte Pickel sind meist harmlos. Häufen sie sich oder treten Entzündungen auf, kann eine frühe hormonelle Umstellung dahinterstecken – dann sollte ein Kinderarzt oder eine Kinderärztin das abklären.
Welcher Mangel löst Akne aus?
Ein einzelner Mangel ist selten alleinige Ursache. Diskutiert werden vor allem ein Zinkmangel und niedrige Vitamin-D-Werte als begünstigende Faktoren.
Welches Essen fördert Akne?
Stark zuckerhaltige Lebensmittel, Weißmehlprodukte, große Mengen Milchprodukte und stark verarbeitetes Fast Food können Akneschübe begünstigen.
Wie ist Isotretinoin bei Akne dosiert?
Isotretinoin wird bei schwerer Akne meist mit 0,5 bis 1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag über mehrere Monate eingesetzt – ausschließlich unter fachärztlicher Kontrolle.
Welches Vitamin ist gut gegen Akne?
Vitamin A bzw. seine Abkömmlinge (Retinoide) spielen eine zentrale Rolle in der Akne-Behandlung. Auch Vitamin D und Zink werden mit einem besseren Hautbild in Verbindung gebracht.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an Ärztin, Arzt oder Apotheke.





