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27. Oktober 2026Trockene Haut im Winter entsteht durch kalte Aussenluft, trockene Heizungsluft und eine reduzierte Talgproduktion, die die Hautschutzbarriere schwächen. Mit milder Reinigung, lauwarmem Wasser und reichhaltigen Cremes lässt sich das Hautbild spürbar verbessern.
- Heizungsluft senkt Luftfeuchtigkeit auf unter 30 %, ideal sind 40–60 %
- Talgproduktion sinkt bei Kälte um bis zu ein Drittel
- Erste Verbesserungen zeigen sich nach wenigen Tagen, stabile Barriere nach 2–4 Wochen
Trockene Haut im Winter entsteht vor allem durch kalte Luft draussen, trockene Heizungsluft drinnen und eine geschwächte Hautschutzbarriere. Mit angepasster Pflege, lauwarmem Wasser und reichhaltigen Cremes lässt sich das Hautbild spürbar verbessern.

Was ist trockene Haut im Winter genau?
Trockene Haut im Winter ist eine Hautreaktion, bei der die Haut weniger Feuchtigkeit und Fett speichert. Sie fühlt sich dadurch rau, spannend und schuppig an. Die Haut produziert bei Temperaturen unter etwa 8 Grad Celsius deutlich weniger Talg. Gleichzeitig liegt die relative Luftfeuchtigkeit in geheizten Innenräumen im Winter häufig nur bei 20 bis 30 Prozent. Für die Haut günstiger wären 40 bis 60 Prozent. Diese Kombination schwächt die natürliche Hautschutzbarriere innerhalb weniger Tage. Laut der Gesundheitsinformation von gesund.bund.de ist eine intakte Hautbarriere entscheidend dafür, dass die Haut Feuchtigkeit halten und sich vor äusseren Reizen schützen kann. Schätzungen aus hautärztlichen Beratungen zufolge berichtet ein erheblicher Teil der Erwachsenen in den Wintermonaten über spürbar trockenere Haut als im Sommer. Besonders betroffen sind die Monate zwischen November und März, wenn Heizperiode und Kälte zusammentreffen. Auch in der aktuellen Heizsaison gilt: Unabhängig davon, wie mild oder streng ein konkreter Winter ausfällt, bleibt die trockene Heizungsluft in Innenräumen über Monate hinweg ein Hauptauslöser. Am grundsätzlichen Zusammenspiel aus Kälte, Heizungsluft und sinkender Talgproduktion ändert das wenig, weshalb die genannten Pflegegrundsätze von Saison zu Saison gültig bleiben.
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Warum wird die Haut im Winter besonders trocken?
Mehrere Faktoren wirken im Winter gleichzeitig auf die Haut ein. Sie verstärken die Austrocknung innerhalb kurzer Zeit.
- Kalte Aussenluft: Sie enthält wenig Feuchtigkeit und kühlt die Haut stark ab. Das verringert die Durchblutung der oberen Hautschichten.
- Trockene Heizungsluft: Sie senkt die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen oft auf unter 30 Prozent. Die Haut braucht idealerweise eine Umgebungsfeuchte von rund 40 bis 60 Prozent.
- Heisses Duschen und Baden: Wasser über 38 Grad Celsius löst den natürlichen Fettfilm der Haut deutlich stärker als lauwarmes Wasser.
- Weniger Talgproduktion: Bei Kälte drosselt die Haut die Fettproduktion um bis zu ein Drittel im Vergleich zu warmen Monaten.
- Häufiger Wechsel zwischen Kälte und Wärme: Das mehrfache Aufheizen und Abkühlen pro Tag belastet die Hautbarriere zusätzlich. Das kann Mikrorisse begünstigen.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass gerade in der kalten Jahreszeit eine angepasste, rückfettende Hautpflege helfen kann, den natürlichen Schutzfilm der Haut zu unterstützen.
Wer diese Faktoren kennt, kann gezielt gegensteuern. So muss man nicht erst reagieren, wenn die Haut bereits spannt oder schuppt. Mehr zu den Grundlagen gesunder Hautpflege findest du auch in unserem Ratgeber zur Gesichtspflege mit konzentrierten Wirkstoffen.
Wie oft sollte man im Winter duschen?
Im Winter reicht tägliches Duschen von etwa 5 bis 10 Minuten bei lauwarmer Temperatur meist aus, um die Haut sauber zu halten, ohne sie zusätzlich auszutrocknen. Wer zu häufig oder zu heiss duscht, löst den schützenden Fettfilm der Haut stärker als nötig. Bei ohnehin trockener Haut kann es sinnvoll sein, nicht jeden Tag ausgiebig zu duschen, sondern an manchen Tagen nur die wichtigsten Körperstellen zu waschen. Nach dem Duschen hilft es, die Haut innerhalb weniger Minuten mit einer reichhaltigen Creme zu pflegen, solange sie noch leicht feucht ist.
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Welche Hautstellen sind im Winter besonders betroffen?
Im Winter zeigen sich trockene Stellen besonders an Gesicht, Händen und Lippen. Diese Bereiche sind meist ungeschützt der Kälte ausgesetzt. Auch Unterschenkel und Ellenbogen neigen zu Trockenheit, da dort ohnehin deutlich weniger Talgdrüsen pro Quadratzentimeter vorhanden sind als etwa im Gesicht. Die Haut an den Händen ist zudem nur etwa halb so dick wie die Gesichtshaut. Dadurch verliert sie schneller Feuchtigkeit, besonders bei häufigem Händewaschen im Winter.
| Körperstelle | Typisches Problem | Pflegehinweis |
|---|---|---|
| Gesicht | Spannungsgefühl, Rötungen | Reichhaltige Feuchtigkeitscreme, milde Reinigung |
| Hände | Rissige, raue Haut | Fetthaltige Handcreme, Handschuhe bei Kälte |
| Lippen | Spröde, rissige Lippen | Pflegender Lippenbalsam |
| Beine | Schuppige, juckende Haut | Reichhaltige Körperlotion nach dem Duschen |
Wie pflegt man trockene Haut im Winter richtig?
Die richtige Winterpflege setzt auf milde Reinigung, ausreichend Feuchtigkeit und einen stabilen Fettanteil in der Creme. Schon kleine Anpassungen im Alltag können innerhalb von ein bis zwei Wochen zu spürbar weicherer Haut führen.
- Lauwarm statt heiss duschen, idealerweise um die 35 bis 38 Grad Celsius. Die Duschzeit auf etwa 5 bis 10 Minuten begrenzen, um den Fettfilm der Haut zu schonen.
- Milde, seifenfreie Reinigungsprodukte mit möglichst hautneutralem pH-Wert verwenden.
- Nach dem Waschen die Haut nur sanft abtupfen statt kräftig abzureiben.
- Reichhaltige Cremes mit Urea, Glycerin oder Hyaluronsäure innerhalb weniger Minuten nach dem Waschen auftragen, solange die Haut noch leicht feucht ist.
- Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen auf etwa 40 bis 60 Prozent erhöhen, etwa mit Luftbefeuchtern oder Wasserschalen auf der Heizung.
- Im Freien Gesicht, Hände und Lippen durch Mütze, Handschuhe und Schal vor Kälte und Wind schützen, besonders bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Für die tägliche Gesichtspflege kann eine Pflegeroutine mit konzentrierten Wirkstoffen sinnvoll sein. Das AROCEO LAB De-Aging Intensivkonzentrat ist ein Kosmetikprodukt zur Hautpflege. Hinweise zu Anwendung und Inhaltsstoffen findest du in der Packungsbeilage beziehungsweise Produktbeschreibung.
Welche Pflegeprodukte eignen sich für trockene Winterhaut?
Für trockene Haut im Winter eignen sich Produkte, die rückfettend wirken und gleichzeitig Feuchtigkeit binden. Je trockener die Haut, desto höher sollte der Fettanteil der Pflege ausfallen. Bei sehr trockener Haut sind Cremes mit einem Fettanteil von rund 70 bis 80 Prozent sinnvoller als leichte Lotionen mit überwiegend wässriger Basis. Bei der Auswahl helfen folgende Kriterien:
| Kriterium | Worauf achten |
|---|---|
| Wirkstoffe | Urea (etwa 5 bis 10 Prozent), Glycerin, Hyaluronsäure, pflegende Öle |
| Darreichungsform | Reichhaltige Creme oder Salbe statt leichter Lotion |
| Hautverträglichkeit | Parfümfrei oder mild parfümiert bei empfindlicher Haut |
| Anwendungshäufigkeit | 1 bis 3 Mal täglich bei starker Trockenheit |
Produkte zur Gesichtspflege wie das AROCEO LAB De-Aging Intensivkonzentrat sind in der Apotheke, bei Shop Apotheke und auf Amazon erhältlich.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei trockener Winterhaut?
Eine ausgewogene Ernährung kann die Hautbarriere von innen unterstützen, ersetzt aber keine äusserliche Pflege. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine Trinkmenge von etwa 1,5 Litern Flüssigkeit pro Tag über Getränke. Im Winter wird diese Menge oft unterschätzt, da das Durstgefühl bei Kälte geringer ausfällt als im Sommer.
Auch eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Vitaminen und Spurenelementen gehört zu einer insgesamt ausgewogenen Ernährung. So trägt Vitamin C laut zugelassenem EU-Health-Claim zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei. Zink trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.
Wer die tägliche Nährstoffzufuhr über die Ernährung als lückenhaft einschätzt, kann sich in der Apotheke zu einer bedarfsgerechten Nährstoffversorgung beraten lassen. Präparate wie das Orthocomplex Immun sind in diesem Zusammenhang als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Angaben zu Einnahme und Dosierung sind der jeweiligen Packungsbeilage zu entnehmen.
Welche Ernährungstipps gibt es bei trockener Haut?
Neben ausreichend Flüssigkeit spielen bestimmte Lebensmittelgruppen eine Rolle für die Haut. Hochwertige Fette aus Nüssen, Pflanzenölen und fettem Fisch können die Haut von innen unterstützen. Obst und Gemüse liefern Vitamine und Spurenelemente, die zu einer insgesamt ausgewogenen Ernährung beitragen. Zu viel Alkohol und Koffein können dagegen die Flüssigkeitsbalance ungünstig beeinflussen, weshalb sich ein massvoller Umgang damit im Winter besonders lohnt. Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung bleibt dabei die Basis, individuelle Lücken lassen sich bei Bedarf in der Apotheke besprechen.
Wann zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn trockene Haut im Winter trotz zwei bis drei Wochen konsequenter Pflege nicht besser wird oder sich verschlimmert. Mögliche Warnzeichen sind:
- Starker, anhaltender Juckreiz über mehrere Tage
- Offene, nässende oder blutende Hautstellen
- Deutliche Rötungen, Schwellungen oder Schuppenbildung auf grösseren Hautflächen
- Hautveränderungen, die sich über mehr als 2 bis 3 Wochen nicht bessern
- Verdacht auf eine zugrunde liegende Hauterkrankung wie Neurodermitis oder Schuppenflechte
In solchen Fällen kann eine dermatologische Abklärung sinnvoll sein, insbesondere wenn die Beschwerden jedes Jahr im Winter wiederkehren. Medizinische Produkte zur Behandlung von Hautveränderungen sind zugelassenen Medizinprodukten in Klinik und Praxis vorbehalten und nicht Gegenstand dieses Ratgebers.
Wie beugt man trockener Winterhaut vorbeugend vor?
Vorbeugend hilft eine Kombination aus angepasster Pflege, ausreichend Trinken und einem geschützten Alltag bei Kälte. Idealerweise beginnt man damit schon ab den ersten kühleren Herbsttagen und nicht erst, wenn die Haut bereits spannt. Auch die Ernährung spielt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eine Rolle für ein gesundes Hautbild, da eine ausgewogene Zufuhr an Flüssigkeit und Nährstoffen die Haut von innen unterstützt.
Weitere Tipps für den Alltag:
- Täglich ausreichend Wasser trinken, auch wenn das Durstgefühl im Winter geringer ist.
- Raumtemperatur nicht höher als etwa 20 bis 21 Grad Celsius einstellen, da wärmere Luft die Haut zusätzlich austrocknet.
- Mehrmals täglich für jeweils 5 bis 10 Minuten stosslüften, um die Luftfeuchtigkeit auszugleichen, statt dauerhaft ein Fenster zu kippen.
- Synthetische, kratzige Stoffe meiden, die die Haut mechanisch reizen können, und stattdessen Naturfasern bevorzugen.
- Pflegeprodukte saisonal anpassen: Im Winter darf die Creme ruhig reichhaltiger ausfallen als im Sommer.
Wie lange dauert es, bis die Pflege wirkt?
Bei konsequenter, angepasster Pflege zeigen sich erste spürbare Verbesserungen bei vielen Menschen bereits nach wenigen Tagen. Eine deutlich widerstandsfähigere Hautbarriere baut sich jedoch meist erst über 2 bis 4 Wochen regelmässiger Anwendung auf.
Wichtig ist dabei, die Pflegeroutine auch nach einer ersten Besserung nicht sofort wieder zu reduzieren, da die winterlichen Belastungsfaktoren wie Kälte und trockene Heizungsluft über die gesamte Saison bestehen bleiben. Wer die Hautpflege erst bei sichtbaren Problemen beginnt, braucht in der Regel länger, bis sich die Haut wieder erholt, als jemand, der vorbeugend schon zu Beginn der kalten Jahreszeit auf reichhaltigere Produkte umstellt.
Dieser saisonale Rhythmus wiederholt sich jede Heizperiode aufs Neue. Wer seine Pflegeroutine bereits aus den Vorjahren kennt, kann die Umstellung in der aktuellen Saison meist gezielter und schneller vornehmen als beim ersten Mal.
Unterscheidet sich die Pflege je nach Lebensphase und Hauttyp?
Trockene Haut im Winter betrifft zwar grundsätzlich jeden Hauttyp, die Ausprägung ist aber unterschiedlich stark. Mit zunehmendem Alter produziert die Haut generell weniger körpereigenes Fett und bindet weniger Feuchtigkeit, wodurch ältere Menschen im Winter häufiger von ausgeprägter Trockenheit und Juckreiz berichten als jüngere.
Auch Menschen mit ohnehin eher trockener oder empfindlicher Haut spüren die winterlichen Belastungsfaktoren meist deutlicher und früher in der kalten Jahreszeit als Menschen mit normaler oder öliger Haut. Wer berufsbedingt häufig die Hände waschen oder desinfizieren muss, etwa in Pflegeberufen oder der Gastronomie, ist zusätzlich gefährdet, da der natürliche Fettfilm der Hände dadurch noch öfter angegriffen wird.
In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, die Pflegeprodukte etwas reichhaltiger zu wählen und die Haut auch tagsüber zwischendurch nachzucremen, statt sich allein auf die Pflege am Morgen und Abend zu verlassen.
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Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026
Mehr zum Thema: Haut & Pflege – Ratgeber
Häufige Fragen
Warum ist die Haut im Winter trockener als im Sommer?
Kalte Aussenluft und trockene Heizungsluft mit oft nur 20 bis 30 Prozent Luftfeuchtigkeit entziehen der Haut Feuchtigkeit, während die Talgproduktion bei Kälte um bis zu ein Drittel sinkt. Das schwächt die Hautschutzbarriere.
Wie oft sollte man trockene Haut im Winter eincremen?
Bei starker Trockenheit kann 1 bis 3 Mal tägliches Eincremen mit einer reichhaltigen Creme sinnvoll sein, besonders innerhalb weniger Minuten nach dem Duschen.
Hilft eine Heizungsentfeuchtung gegen trockene Haut?
Nein, eher das Gegenteil: Eine zu hohe Raumtemperatur über 21 Grad Celsius und trockene Heizungsluft fördern trockene Haut. Luftbefeuchter, die auf 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit zielen, können helfen.
Ab wann sollte man bei trockener Haut einen Arzt aufsuchen?
Wenn sich die Haut trotz 2 bis 3 Wochen konsequenter Pflege nicht bessert oder starker Juckreiz, offene Hautstellen oder Rötungen auftreten, ist ein Arztbesuch ratsam.
Wie lange dauert es, bis trockene Winterhaut sich erholt?
Erste Verbesserungen zeigen sich oft nach wenigen Tagen, eine stabilere Hautbarriere baut sich meist über 2 bis 4 Wochen regelmässiger Pflege auf.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

Fachlich geprüft von: Marco Fechner, PTA – ausgebildete Fachkraft aus der Apotheke · N1 Produktexperte
Zuletzt aktualisiert: 27.10.2026
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