
Wundversorgung zu Hause: So pflegst du Wunden richtig
3. November 2026
Kaltplasma Nebenwirkungen: Was ist bekannt?
3. November 2026Eine Einzelsitzung in der Arztpraxis kostet laut Artikel etwa 30 bis 80 Euro, eine Behandlungsserie mit 6 bis 12 Sitzungen etwa 150 bis 500 Euro. Ob die Krankenkasse zahlt, hängt vom medizinischen Grund ab und sollte vorab mit Praxis und Kasse geklärt werden.
- Einzelsitzung in der Arztpraxis: ca. 30 bis 80 Euro
- Behandlungsserie (6 bis 12 Sitzungen): ca. 150 bis 500 Euro
- Kostenübernahme durch die Kasse ist nicht automatisch; schriftlichen Kostenvoranschlag einholen
Die Kosten einer Kaltplasmatherapie hängen stark von Einsatzgebiet, Praxis und Anzahl der Sitzungen ab. Als ärztliche Behandlung bei Wundheilungsstörungen wird sie oft von der Krankenkasse übernommen, bei kosmetischen Anwendungen trägst du die Kosten meist selbst.

Kaltplasmatherapie ist eine medizinische Behandlungsmethode, bei der ionisiertes Gas – das sogenannte physikalische Plasma – gezielt auf Haut oder Wunden angewendet wird. Sie kommt in Kliniken und spezialisierten Praxen vor allem bei schwer heilenden Wunden zum Einsatz, etwa bei diabetischem Fußsyndrom, chronisch-venösen Ulzera oder Dekubitus. Dieser Ratgeber wurde pharmazeutisch geprüft und orientiert sich an den Empfehlungen medizinischer Fachgesellschaften. In diesem Artikel geht es ausschließlich um die Kosten der ärztlich angewendeten Therapie – nicht um kosmetische Plasmapen-Geräte für zu Hause.
Wie funktioniert die Kaltplasmatherapie?
Bei der Kaltplasmatherapie wird Gas – meist Luft, Argon oder Helium – elektrisch angeregt, sodass ein energiereiches, aber nur leicht erwärmtes Plasma mit Temperaturen von etwa 30 bis 40 Grad Celsius entsteht. Dieses Plasma wird mit einem speziellen Gerät direkt auf die betroffene Hautstelle oder Wunde aufgebracht, meist aus einem Abstand von wenigen Millimetern.
Die Behandlung erfolgt ausschließlich durch geschultes medizinisches Personal in Arztpraxen, Wundzentren oder Kliniken. Die Anwendungsdauer liegt meist bei 1 bis 5 Minuten pro Sitzung, abhängig von der Wundgröße. Das Robert Koch-Institut verweist in seinen Veröffentlichungen zu Antibiotikaresistenzen darauf, dass physikalische Verfahren wie Kaltplasma bei der Keimreduktion auf Wunden eine ergänzende Rolle spielen können, ohne herkömmliche Wundtherapien zu ersetzen.
Mehr Hintergrundwissen zu den Einsatzgebieten chronischer Wunden findest du in der S3-Leitlinie Lokaltherapie schwerheilender und chronischer Wunden der AWMF.
Was kostet eine Behandlung mit Kaltplasma?
Die Kosten einer Kaltplasma-Sitzung variieren je nach Praxis, Region und Behandlungsumfang deutlich. Bei der ärztlichen Anwendung an chronischen Wunden kommen neben dem Geräteeinsatz auch die Wundversorgung und Nachsorge hinzu, was den Gesamtpreis beeinflusst. In der Regel sind für einen sichtbaren Behandlungserfolg bei chronischen Wunden mehrere Sitzungen über einen Zeitraum von 2 bis 6 Wochen notwendig, oft im Abstand von 2 bis 3 Behandlungen pro Woche.
| Kostenfaktor | Spannbreite (ca.) |
|---|---|
| Einzelsitzung in der Arztpraxis | 30 – 80 Euro |
| Behandlungsserie (6 bis 12 Sitzungen) | 150 – 500 Euro |
| Stationäre Anwendung bei chronischen Wunden | abhängig vom Behandlungsplan, oft über Kasse abgerechnet |
| Zusatzkosten für Wundversorgung/Verbandmaterial | 5 – 20 Euro pro Sitzung |
Diese Werte sind grobe Richtwerte ohne Jahresbezug und können je nach Praxis und Bundesland abweichen. Frag am besten direkt bei deiner behandelnden Einrichtung nach einem individuellen Kostenvoranschlag. Bei stationärer Behandlung in einer Klinik werden die Kosten der Kaltplasmatherapie häufig in die Fallpauschale der Wundbehandlung eingerechnet, sodass für dich als Patient oder Patientin keine gesonderte Rechnung entsteht.
Wird die Kaltplasmatherapie von der Krankenkasse übernommen?
Ob die Krankenkasse zahlt, hängt vom medizinischen Grund der Behandlung ab. Bei nachgewiesenem therapeutischem Nutzen, etwa bei schwer heilenden chronischen Wunden, kann die gesetzliche Krankenkasse die Kosten ganz oder teilweise übernehmen – die Kaltplasmatherapie ist hierzulande allerdings keine Regelleistung im Sinne des einheitlichen Bewertungsmaßstabs, sondern wird oft im Einzelfall, im Rahmen stationärer Behandlung oder über besondere Verträge abgerechnet.
Laut Angaben der Verbraucherzentrale lohnt es sich bei neuen oder noch nicht flächendeckend etablierten Behandlungsmethoden grundsätzlich, vor Therapiebeginn einen schriftlichen Kostenvoranschlag einzuholen und diesen bei der Krankenkasse zur Prüfung einzureichen. Private Krankenkassen handhaben die Erstattung unterschiedlich: Je nach Tarif und vertraglich vereinbartem Leistungsumfang kann die Übernahme vollständig, teilweise oder gar nicht erfolgen.
Lass dich vor Behandlungsbeginn von deiner Praxis und deiner Kasse beraten, welche Kosten übernommen werden und welche du selbst tragen musst. Hole dir dabei am besten eine schriftliche Kostenaufstellung ein, in der einzelne Posten wie Sitzungszahl, Materialkosten und eventuelle Zusatzuntersuchungen getrennt aufgeführt sind. So kannst du besser abschätzen, welcher Anteil tatsächlich auf dich zukommt, und Rückfragen bei der Kasse gezielter stellen.
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Wie oft darf man Kaltplasma machen?
Die Anzahl der Sitzungen legt dein Arzt oder deine Ärztin individuell fest, abhängig vom Hautbefund und dem Therapieverlauf. Bei chronischen Wunden sind oft 6 bis 12 Anwendungen über einen Zeitraum von mehreren Wochen notwendig, teils auch länger bei besonders hartnäckigen Wundheilungsstörungen. Eine pauschale Obergrenze gibt es nicht – die Behandlungsfrequenz wird ärztlich überwacht und an den Heilungsverlauf angepasst. Zeigt sich nach den ersten 3 bis 4 Sitzungen keine Besserung, wird die Therapie in der Regel überdacht und gegebenenfalls durch andere Verfahren ergänzt oder ersetzt.
Wie lange dauert eine Kaltplasmabehandlung?
Eine einzelne Sitzung dauert meist nur 1 bis 5 Minuten, da das Plasma gezielt auf die betroffene Fläche aufgebracht wird. Die Gesamtdauer der Therapie – also wie viele Sitzungen insgesamt nötig sind – richtet sich nach dem individuellen Krankheitsbild und wird von der behandelnden Fachperson festgelegt. Bei kleineren, oberflächlichen Wunden kann die Behandlung mitunter bereits nach 2 bis 3 Wochen abgeschlossen sein, während ausgedehnte chronische Wunden mehrere Monate begleitende Therapie erfordern können.
Ist die Kaltplasmatherapie sinnvoll?
Studien deuten darauf hin, dass Kaltplasma bei bestimmten schwer heilenden Wunden eine unterstützende Rolle spielen kann, etwa durch die Reduktion von Keimen auf der Wundoberfläche. Die Therapie ersetzt jedoch keine grundlegende Wundversorgung oder Behandlung der zugrunde liegenden Ursache, etwa bei einer chronischen Wunde infolge von Durchblutungsstörungen oder Diabetes. Ob die Anwendung in deinem Fall sinnvoll ist, entscheidet dein Arzt oder deine Ärztin nach individueller Einschätzung des Wundbefunds und der Begleiterkrankungen.
Wie viel kostet eine Plasmapen-Behandlung?
Plasmapen-Geräte werden teils kosmetisch zur Hautstraffung eingesetzt und unterscheiden sich von der medizinischen Kaltplasmatherapie bei Wunden. Da dieser Artikel sich auf die ärztlich angewendete Therapie bei Wundheilungsstörungen konzentriert, gehen wir auf kosmetische Plasmapen-Anwendungen hier nicht weiter ein. Kosmetikgeräte für den Heimgebrauch sind zudem nicht mit den in Klinik und Praxis genutzten, zugelassenen Medizinprodukten vergleichbar, da sie andere Wirkprinzipien nutzen und keine ärztliche Indikation für chronische Wunden haben.
Was beeinflusst die Höhe der Kosten?
Mehrere Faktoren bestimmen, wie teuer eine Kaltplasmatherapie im Einzelfall wird. Dazu zählen die Größe und Tiefe der Wunde, die Anzahl der benötigten Sitzungen, der Standort der Praxis sowie die Frage, ob die Behandlung ambulant oder stationär erfolgt.
- Wundgröße und -tiefe: Größere oder tiefere Wunden benötigen meist mehr Sitzungen und damit höhere Gesamtkosten.
- Behandlungsort: Praxen in Ballungsgebieten verlangen teils höhere Preise als Praxen in ländlichen Regionen.
- Ambulant versus stationär: Stationäre Behandlungen werden oft über die Fallpauschale abgerechnet, ambulante Einzelsitzungen meist direkt in Rechnung gestellt.
- Zusatzleistungen: Verbandmaterial, Wunddokumentation und begleitende Diagnostik können den Gesamtpreis erhöhen.
- Kostenübernahme: Ob und wie viel die Krankenkasse übernimmt, wirkt sich direkt auf deinen Eigenanteil aus.
Wenn du unsicher bist, wie hoch deine persönlichen Kosten ausfallen, lohnt sich ein Vorgespräch in der Praxis mit einem schriftlichen Kostenvoranschlag. So vermeidest du Überraschungen und kannst die Unterlagen bei Bedarf direkt bei deiner Krankenkasse einreichen.
Wie unterscheidet sich Kaltplasmatherapie von anderen modernen Behandlungsmethoden?
Kaltplasmatherapie ist nicht die einzige innovative Behandlungsmethode, die in den letzten Jahren stärker in den Fokus gerückt ist. Auch im Bereich der Stoffwechseltherapie und Gewichtsreduktion haben sich neue medikamentöse Ansätze etabliert, die ähnlich wie die Kaltplasmatherapie eine ärztliche Begleitung erfordern und mit individuellen Kosten verbunden sind. Beiden Therapieformen ist gemeinsam, dass die Kostenübernahme durch die Krankenkasse nicht automatisch erfolgt, sondern von der medizinischen Indikation und dem individuellen Behandlungsplan abhängt.
Wer sich etwa für Wirkstoffe wie Semaglutid interessiert, findet im Ratgeber zu Ozempic: Wirkung, Kosten und Nebenwirkungen eine Übersicht zu Preisen und Anwendung. Ähnliche Informationen zu Dosierung und Kosten liefert der Beitrag zu Wegovy: Wirkung, Dosierung und Kosten der Abnehmspritze.
Wer einen umfassenderen Überblick über verschiedene Präparate sucht, wird im Artikel Abnehmspritze: Wirkung, Dauer und Kosten im Überblick fündig, und für Fragen rund um den Wirkstoff Tirzepatid lohnt sich ein Blick in den Ratgeber Mounjaro: Wirkstoff, Dosierung, Kosten und Wirkung erklärt.
Diese Themen zeigen beispielhaft, dass bei neuen medizinischen Verfahren – ob Kaltplasma oder moderne Stoffwechseltherapien – die Kostenfrage immer individuell mit der behandelnden Praxis und der Krankenkasse geklärt werden sollte.
Welche Rolle spielt die Nährstoffversorgung bei der Wundheilung?
Eine gute Wundheilung hängt nicht nur von der gewählten Therapiemethode ab, sondern auch von einer ausreichenden Versorgung mit bestimmten Nährstoffen. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für die normale Funktion von Haut und Blutgefäßen bei, Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und Vitamin D trägt ebenfalls zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
Diese Hinweise ersetzen keine ärztliche Behandlung einer bestehenden Wunde, können aber als ergänzender Baustein einer ausgewogenen Ernährung sinnvoll sein. Besonders bei chronischen Wunden, die über Wochen oder Monate bestehen, kann der Körper einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen haben – sprich daher bei länger andauernden Heilungsprozessen auch über deine allgemeine Nährstoffversorgung mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.
Wann zum Arzt?
Such ärztlichen Rat, wenn eine Wunde folgende Warnzeichen zeigt:
- Die Rötung um die Wunde breitet sich sichtbar aus
- Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl tritt auf
- Eiter oder zunehmender, unangenehmer Geruch entsteht
- Die Wunde wird innerhalb von zwei bis vier Wochen nicht kleiner
- Starke Schmerzen nehmen zu statt ab
- Die Wundränder sind stark geschwollen oder verfärbt
In diesen Fällen sollte eine Praxis oder ein spezialisiertes Wundzentrum die Wunde zeitnah, am besten innerhalb weniger Tage, beurteilen. Nur dort kann auch geklärt werden, ob eine Kaltplasmatherapie als ergänzende Behandlungsoption infrage kommt oder ob eine andere Therapie notwendiger ist.
Sprich mit deinem Arzt über Kaltplasmatherapie
Die Kaltplasmatherapie ist eine ärztlich angewendete Behandlungsmethode, deren Einsatz und Kosten individuell abgeklärt werden sollten. Wenn du eine schwer heilende Wunde hast oder dich für diese Therapieoption interessierst, sprich offen mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über Nutzen, Ablauf und voraussichtliche Kosten. So kannst du gemeinsam entscheiden, ob die Behandlung für dich infrage kommt, und frühzeitig klären, welchen Anteil die Krankenkasse übernimmt und welche Kosten bei dir selbst verbleiben.
Zuletzt aktualisiert: November 2026
Quellen und weiterführende Informationen
Dieser Ratgeber stützt sich auf die folgenden Fachquellen und wird vor der Veröffentlichung fachlich geprüft.
Häufige Fragen
Wie funktioniert die Kaltplasmatherapie?
Ionisiertes Gas wird gezielt auf Haut oder Wunde aufgebracht, die Anwendung erfolgt durch medizinisches Fachpersonal und dauert meist nur 1 bis 5 Minuten pro Sitzung.
Wie viel kostet eine Plasmapen-Behandlung?
Plasmapen-Anwendungen sind in der Regel kosmetischer Natur und unterscheiden sich von der medizinischen Kaltplasmatherapie bei Wunden, auf die sich dieser Artikel bezieht.
Wird die Kaltplasmatherapie von der Krankenkasse übernommen?
Bei medizinischer Notwendigkeit, etwa bei chronischen Wunden, kann eine Kostenübernahme möglich sein, ist aber keine automatische Regelleistung. Frag vorab bei deiner Krankenkasse nach und reiche einen Kostenvoranschlag ein.
Wie oft darf man Kaltplasma machen?
Die Häufigkeit legt der behandelnde Arzt individuell fest, meist sind 6 bis 12 Sitzungen über mehrere Wochen üblich. Eine feste Obergrenze gibt es nicht.
Wie lange dauert eine Kaltplasmabehandlung?
Eine einzelne Sitzung dauert meist 1 bis 5 Minuten, die Gesamtzahl der nötigen Sitzungen richtet sich nach dem individuellen Befund und kann sich über mehrere Wochen bis Monate erstrecken.
Ist die Kaltplasmatherapie sinnvoll?
Sie kann bei bestimmten schwer heilenden Wunden unterstützend wirken, ersetzt aber keine grundlegende Wundbehandlung. Die Entscheidung trifft der Arzt im Einzelfall.
Was kostet eine Behandlung mit Kaltplasma?
Eine Einzelsitzung liegt grob zwischen 30 und 80 Euro, eine Behandlungsserie mit 6 bis 12 Sitzungen kann 150 bis 500 Euro kosten. Genaue Preise erfährst du direkt in der Praxis.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

Fachlich geprüft von: Marco Fechner, PTA – ausgebildete Fachkraft aus der Apotheke · N1 Produktexperte
Zuletzt aktualisiert: 03.11.2026
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