Narbenpflege Hausmittel

Hausmittel zur Narbenpflege

Narbenpflege Hausmittel sind natürliche Mittel wie Zwiebel, Honig, Aloe Vera oder Ringelblume, die als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung die Wundheilung unterstützen und Narben weicher sowie unauffälliger wirken lassen können. Sie ersetzen keine medizinische Therapie, können sie aber sinnvoll begleiten.

Narben, egal ob klein oder groß, können für Betroffene eine große Belastung sein, da der Blick oftmals ganz automatisch auf den kosmetischen Makel fällt. Zwar lassen sich Narben nach Verletzungen sowie Operationen nicht immer ausschließen, aber mit einer konsequenten Narbenpflege kann die Wundheilung unterstützt werden, so dass die Narben reduziert werden. Praktisch, wenn uns neben der klassischen Schulmedizin auch Hausmittel und die Apotheke der Natur zur Seite stehen! Welche natürlichen Mittel voller pflegender Inhalte zur Narbenpflege geeignet sind und einen positiven Effekt haben, erfährst du hier. Mehr Hintergrundwissen zum Thema findest du auch in unserem Narben-Wiki.

Machen wir uns nichts vor: Eine frische Wunde braucht Zeit zum Verheilen. Der natürliche Wundheilungsprozess von der Narbenbildung bis zum finalen Ist-Zustand der Haut kann Tage, Wochen, Monate oder sogar bis zu zwei Jahren dauern – je nachdem wie tief die Verletzung ist.

Blickpunkt Narbe

  • Detailliert bedeutet das: Die Oberhaut regeneriert sich innerhalb von 28 Tagen, ohne dass eine sichtbare Narbe bleibt. Bei tieferen Hautverletzungen kann der Prozess dagegen bis zu zwei Jahre dauern, bis sich das Narbengewebe vollständig gebildet hat. Somit müssen Personen mit Narben viel Geduld beweisen.
  • Ist man ehrlich, trägt niemand sichtbar voller Stolz seine Narben am Körper oder im Gesicht. Deswegen sollte man der Narbenpflege auch besonders viel Beachtung schenken, denn auf die Entwicklung der einzelnen Hautschichten lässt sich zum Glück einwirken.
  • Manchmal sind Narben zusätzlich auch unangenehm, tun weh, schränken die Beweglichkeit ein oder reagieren auf Umwelteinflüsse. Wird eine Narbe von Anfang an medizinisch und dank der zusätzlichen Verwendung von Hausmitteln konsequent gepflegt, können diese negativen Auswirkungen auf ein Minimum reduziert werden. Mehr zu diesem Narbentyp liest du im Beitrag über hypertrophe Narben.

Narbenpflege mit optimalen Ergebnissen

Für optimale Ergebnisse ist zum Beispiel darauf zu achten, die Narbenpflege nach einer OP von Beginn an über mehrere Wochen bis Monate durchzuführen. Denn im Anfangsstadium ist das Narbengewebe noch im Umbauprozess – sprich empfänglicher für eine Therapie. Dabei wichtig zu wissen: Die Narbenpflege kann beginnen, sobald die Fäden gezogen sind oder eine Wunde geschlossen ist, also nicht mehr nässt. Ausführliche Informationen rund um die richtige Narbenpflege nach OP findest du in einem eigenen Ratgeber.

Doch wie pflegt man nun seine Narbe? Neben Cremes, Salben oder Gele mit einem Inhalt an unterschiedlichen Wirkstoffen, schwören viele auf ganz natürliche Hausmittel gegen Narben. Völlig auflösen lassen sich Narben zwar nicht mit Hausmitteln, aber sie können eine sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin sein, wenn es darum geht, Narben weich zu machen und das Hautbild zu verbessern.

Narbenpflege Hausmittel unter der Lupe

Nachfolgend stellen wir dir Alternativen zur Narbenpflege nach Verletzungen vor, die positive Effekte haben und deinem Narbengewebe eine extra Portion Pflege schenken können. Diese Hausmittel gegen Narben werden seit Langem überliefert, auch wenn ihre Wirkung nicht durch groß angelegte Studien belegt ist. Aufpassen sollten Menschen nur, wenn sie empfindliche Haut haben, da manche Betroffene sensibel auf das eine oder andere Mittel reagieren. Tipp: Am besten die nachfolgenden Empfehlungen vorher an einer unauffälligen Stelle testen.

  • Löwenzahnwurzel: enthält Vitamin A und C sowie Antioxidantien, die Heilungsprozesse der Haut unterstützen können.
  • Muskatnuss mit Honig: wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd.
  • Zitronengras: wirkt stimulierend auf die Zellteilung und unterstützt die Regeneration der Haut.
  • Sonnenhut (Echinacea): wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, regt die Gewebeneubildung an.
  • Nelkenöl: wirkt antiseptisch, antiviral und entzündungshemmend.
  • Ringelblume: unterstützt das Verschließen der Wunde und regt die Zellproduktion an.
  • Zwiebel: wirkt entzündungshemmend und kann wulstiger Narbenbildung entgegenwirken.
  • Aloe Vera: spendet Feuchtigkeit und kann das Hautbild der Narbe optisch beeinflussen.
  • Vitamin E: fördert die Kollagenbildung und das Wachstum gesunder Haut.
  • Tomaten: können bei Akne- und Pickelnarben unterstützend wirken.
  • Zitronensaft: enthält Alpha-Hydroxy-Säure, die abgestorbene Hautzellen entfernt.

Löwenzahnwurzel hilft beim Narben entfernen

Eigentlich kennen wir Löwenzahn als Unkraut vom Straßenrand, aber in diesem Fall kann Löwenzahn zur Narbenheilung beitragen. Die Löwenzahnwurzel enthält nämlich jede Menge Vitamin A und C sowie andere Antioxidantien, die Heilungsprozesse der Haut unterstützen können. Im Fall der Narbenpflege können so sichtbare Makel reduziert werden.

Alles was du dafür machen musst ist 30 g Löwenzahnwurzel in einem halben Liter Wasser für ca. 30 Minuten köcheln zu lassen. Reibe den Sud mehrmals am Tag auf die Narbe. Wichtig ist, dass die Flüssigkeit in einer UV-geschützten, dunklen Flasche aufbewahrt wird.

Muskatnuss mit Honig zum Narben entfernen

Muskatnuss, eigentlich bekannt als Gewürz für Speisen, wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und fördert die Durchblutung der Haut. Aufgrund dessen wird die Nuss beim Heilungsprozess von Wunden als Hausmittel gegen Narben eingesetzt.

Reibe dafür die Hautstelle zwei Mal täglich mit einem Mix aus frisch geriebenem Muskatnusspulver und Honig ein. Lasse den Brei für 15 Minuten einwirken. Anschließend vorsichtig mit Wasser abspülen.

Übrigens ist Honig so wie so ein Allrounder: Er spendet Feuchtigkeit und unterstützt die Wundheilung nachhaltig.

Achtung: Diesen Tipp besser nicht in der Schwangerschaft anwenden und Muskatnuss meiden, da die Nuss menstruationsfördernd wirkt.

Narben entfernen mit Zitronengras

Zitronengras gibt asiatischen Gerichten nicht nur die besondere exotische Note, sondern wirkt auch stimulierend auf die Zellteilung und unterstützt damit die Regeneration der Haut – perfekt also für die Narbenpflege.

Verwende als Tinktur ein pures Zitronengrasöl und mische dieses mit pflegenden Ölen. Öle, die sich besonders eignen sind Kokos-, Oliven-, Mandel- oder Jojobaöl.

Narben entfernen durch Sonnenhut

Sonnenhut, auch bekannt als Echinacea, eignet sich als eines der Hausmittel gegen Narbenbildung – egal ob Aknenarben oder Wunden nach einer OP. Die Wirkstoffe des Sonnenhuts wirken antibakteriell sowie entzündungshemmend und aktivieren zur Heilung die Gewebeneubildung.

Arzneimittel mit Echinacea-Extrakten werden zur Narbenpflege äußerlich angewandt – sprich sie entfalten am Ort des Geschehens ihre Wirkung. Dafür eignet sich am besten eine Tinktur. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Tinktur UV-geschützt – also in einer dunklen Flasche – verpackt ist.

Achtung, wenn du zu Allergien neigst: Da der Sonnenhut zu den Korbblütengewächsen gehört, sollten hier Allergiker vorsichtig sein.

Narben entfernen durch Nelken

Kleine Wunder können ebenfalls Nelken bewirken – nicht die Blumen, sondern das Gewürz. Als Öl wirkt die Substanz antiseptisch, antiviral, entzündungshemmend und kann die Verletzung sogar betäuben.

Bitte aufpassen: Nelkenöl ist ein besonders konzentriertes, pflanzliches Mittel und kann unsere Haut somit auch schnell reizen. Daher unbedingt in verdünnter Form anwenden. Wie man das macht? Mische zum Beispiel einen Teelöffel Oliven- oder Kokosöl mit zwei bis drei Tropfen Nelkenöl und betupfe damit vorsichtig deine Narbe.

Narben entfernen mit Hilfe von Ringelblume

Eine weitere Pflanze, die sich zur Narbenpflege mit Hausmitteln eignet, ist die Ringelblume. Vor allem als Ringelblumenöl unterstützt sie das Verschließen der Wunde, wirkt abschwellend und regt gleichzeitig die Produktion neuer Zellen an, was bei der Narbenheilung wichtig ist.

Ringelblumenöl kannst du fertig in der Apotheke kaufen oder einfach selber aus den Blüten gewinnen: Fülle dazu eine gut gefüllte Hand mit Blüten in ein Glas und bedecke die Blüten mit kaltgepresstem Olivenöl. Verwende am besten ein Marmeladeglas, das du zuschrauben kannst und stelle das Glas rund zwei Wochen ins Sonnenlicht. Schüttle das Glas mit der Blumen-Öl-Mischung täglich. Siebe nach 14 Tagen die Blumen ab und fülle die Flüssigkeit in eine UV-geschützte, dunkle Flasche. Fertig.

Damit deine Haut das Öl der Ringelblumen gut aufnehmen kann, braucht sie Feuchtigkeit. Daher ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung nach der Dusche, wenn die Hautoberfläche noch etwas feucht ist. Gib zwei Tropfen des Öls auf die betroffene Hautpartie und massiere diese vorsichtig ein.

Narben weich machen mit Hausmitteln: Zwiebel

Jetzt wird’s würzig, zumindest für deine Hautwunde. Denn die Küchenzwiebel ist bei der Narbenbehandlung mit Hausmitteln eine beliebte Wahl. Zwiebeln wirken entzündungshemmend und können wulstiger Narbenbildung entgegenwirken, weshalb sie sich auch bei einer wulstigen Narbe als Hausmittel anbieten.

Schneide dafür eine Zwiebel auf und lege einfach eine Hälfte mit der Schnittfläche auf deine Narbe. Alternativ kannst du auch ein Narbengel oder Cremes mit Zwiebelextrakt verwenden, um das äußere Erscheinungsbild der Narbe zu unterstützen, damit sie zum Beispiel nicht wulstig wird.

Echte Aloe zur Behandlung von Narben

Die Echte Aloe, auch Aloe Vera genannt, enthält viele Vitamine, Proteine und Mineralstoffe im Pflanzensaft. Die enthaltenen Stoffe können die Optik von Narben in Aussehen und Größe beeinflussen und unterstützen mit einem angenehmen Kühleffekt bei Spannungsgefühlen im Narbengewebe.

Dafür solltest du mehrmals täglich sanft ein passendes Gel in und um die Narbe einmassieren.

Ebenfalls wird die Echte Aloe häufig zur Pflege nach Verbrennungen und Hautreizungen eingesetzt.

Extra Vitamin-Portion für die Narbe

Ein Vitamin fördert besonders die Kollagenbildung sowie das Wachstum gesunder Haut: Das Vitamin E.

Zur äußerlichen Anwendung reibe deine Wunde täglich mit einem pflegenden Vitamin-E-Öl ein. Dieses bekommst du in der Apotheke oder in der Drogerie.

Tomaten gegen Narben

Hast du Tomaten zur Hand, kannst du sie als gesundes Gemüse gerne verwenden, aber auch deine Narbe profitiert vom Gemüse-Booster. So können Tomaten bei Akne- und Pickelnarben unterstützend helfen. Das rote Gemüse fördert die Kollagenbildung und lässt die Narbe glatter aussehen.

Lege dafür einfach ein paar Tomatenscheiben auf die Narbe und lasse für rund 20 Minuten die Scheiben ihre Wirkung entfalten.

Zitronensaft zum Aufhellen von Narben

Die in Zitronensaft enthaltene Alpha-Hydroxy-Säure entfernt abgestorbene Hautzellen und unterstützt die Regeneration von Narben. Frischer Zitronensaft wirkt ähnlich wie ein natürliches Bleichmittel. Er kann eine Narbe optisch aufhellen und das Hautbild verbessern.

Für die Anwendung: Etwas frisch gepressten Zitronensaft auf den betroffenen Bereich geben und 10 Minuten einwirken lassen. Anschließend abspülen, gründlich trocken tupfen und mit einem pflegenden Öl, wie Kokos- oder Olivenöl, einreiben.

Wichtiger Hinweis: Empfindliche Haut kann auf die Säure mit Reizungen reagieren. Also vorsichtig erst mal ausprobieren. Des Weiteren verstärkt Zitronensaft die Lichtempfindlichkeit der Haut. Die betroffene Stelle deswegen vor direkten Sonnenstrahlen schützen, was bei Narben so wie so ratsam ist.

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Wie Bekommt Man Narben Weg? Hausmittel Im Vergleich

Wie man Narben wegbekommt, hängt stark vom Narbentyp und Alter der Narbe ab. Die folgende Übersicht zeigt, welche Hausmittel sich für welchen Zweck eignen und wie lange die Anwendung üblicherweise dauert.

HausmittelWirkungAnwendungsdauer
Löwenzahnwurzel-SudAntioxidativ, unterstützt Hautregenerationmehrmals täglich, über Wochen
Muskatnuss mit HonigAntibakteriell, durchblutungsfördernd2x täglich, 15 Min. einwirken lassen
ZitronengrasölZellteilungsstimulierendtäglich auftragen
Sonnenhut-TinkturEntzündungshemmendäußerlich, mehrwöchig
RingelblumenölWundverschluss, abschwellendtäglich nach dem Duschen
Zwiebel/ZwiebelextraktEntzündungshemmend, gegen wulstige Narbenmehrwöchig
Aloe Vera GelFeuchtigkeitsspendend, kühlendmehrmals täglich
Vitamin-E-ÖlKollagenbildungtäglich
ZitronensaftAufhellend, peelend10 Min., danach eincremen

Wann besser Hausmittel zur Pflege von Narben vermeiden?

Bei einer schmerzenden, juckenden und geröteten Narbe sollte man nicht selber mit Zwiebeln, Ölen oder Heilpflanzen experimentieren. Hier ist ein Gang zum Dermatologen für die richtige Behandlung angebracht, um mögliche Komplikationen, wie beispielsweise Infektionen der Narbe, vorzubeugen.

Wann besser Hausmittel zur Pflege von Narben vermeiden? – Narbenpflege Hausmittel

Kann Man Ein Keloid Mit Hausmitteln Entfernen?

Ein Keloid lässt sich mit Hausmitteln nicht entfernen, da es sich um eine überschießende, gutartige Wucherung von Narbengewebe handelt, die über die ursprüngliche Wundgrenze hinauswächst. Hausmittel wie Zwiebelextrakt oder Silikon können begleitend für ein weicheres Hautgefühl sorgen, ersetzen aber keine ärztliche Abklärung. Bei einem Verdacht auf ein Keloid oder eine wulstige Narbe ist ein Hausmittel allein meist nicht ausreichend – betroffene Stellen sollten von einem Dermatologen beurteilt werden, da je nach Befund Spritzen, Lasertherapie oder andere Verfahren sinnvoller sein können. Mehr zum Unterschied zwischen Keloiden und anderen Formen erfährst du im Beitrag über hypertrophe Narben.

Silikon-Präparate für Narben

Neben natürlichen Mitteln können – sobald die Wundränder verschlossen und möglicherweise die Fäden nach einer OP gezogen sind – Produkte mit Wirkstoffen auf Silikonbasis ergänzend eingesetzt werden, da sie auf der Narbe ein feuchtes Milieu entstehen lassen. Weiterer Vorteil: Die Narbe trocknet dadurch nicht aus. Medizinisches Silikon hält Narben geschmeidig und wird häufig parallel zu Hausmitteln bei der Narbenpflege eingesetzt.

Hier gibt es mittlerweile eine große Auswahl, wie Gele, Cremes, Folien, Pflaster oder Sprays. Besonders beliebt sind Silikonpflaster und -gele.

  • Silikongel: unauffällig, gut für sichtbare Stellen wie Gesicht oder Hände geeignet.
  • Silikonpflaster: von Ärzten vor allem bei großflächigen Narben empfohlen.
  • Silikonspray/-folie: flexible Alternativen für schwer zugängliche Körperstellen.

Vorteile Silikongel

Silikongele sind besonders zur Narbenpflege an sichtbaren Stellen, wie zum Beispiel das Gesicht oder die Hände, zu empfehlen, da sie im Gegensatz zu Silikonpflastern unauffällig sind. Trage das Silikongel zweimal täglich hauchdünn auf die Narbe. Wichtig ist, das Gel schön trocknen zu lassen, damit es einen wasserabweisenden Schutzfilm auf der Verletzung bilden kann.

Vorteile Silikonpflaster

Bei großflächigen Narben empfehlen Ärzte – allen voran Dermatologen – vor allem Silikonpflaster. Da Narben empfindlich sind und die Bildung von neuer Haut erst angeregt werden muss, kann dieses Verfahren die Abheilung der Beschwerden unterstützen.

Damit die Beschwerden abklingen und die Wundheilung voranschreitet, sollten Gele und Pflaster auf Silikonbasis rund drei Monate angewandt werden.

Wie Lassen Sich OP-Narben Mit Hausmitteln Pflegen?

OP-Narben lassen sich mit Hausmitteln pflegen, sobald die Wunde komplett verschlossen ist und nicht mehr nässt oder die Fäden gezogen wurden. Gerade bei frischen OP-Narben eignen sich milde Mittel wie Aloe Vera, Vitamin-E-Öl oder Ringelblumenöl, um die Haut geschmeidig zu halten und den Heilungsprozess zu unterstützen. Wichtig: Bei Rötung, Nässen oder starkem Schmerz sollte die Wunde zunächst ärztlich kontrolliert werden, bevor zusätzlich Hausmittel angewendet werden. Ausführliche Tipps zur Narbenpflege nach OP findest du in unserem weiterführenden Artikel. Auch bei Narben nach Akne, wie im Beitrag zu Akne-Narben beschrieben, können sanfte Hausmittel ergänzend zur medizinischen Behandlung eingesetzt werden.

Richtige Narbenpflege kann Hautwunde verblassen lassen

Die richtige Narbenpflege nach einer OP oder einer Verletzung kann dazu beitragen, dass die negative Erinnerung an eine Hautwunde verblasst, Beschwerden wie Juckreiz oder Rötungen reduziert werden und die Erneuerung des Narbengewebes mit gesunder Haut unterstützt wird. Jedoch ist eine vollständige optische Entfernung der Narbe kaum auf natürliche Weise möglich. Aber: Die richtige Narbenpflege kann die Hautwunde verblassen lassen.

Pflegen, pflegen, pflegen

Deswegen gilt für die Behandlung von Narben das Motto: Pflegen, pflegen, pflegen! Damit die Haut geschmeidig und flexibel bleibt bzw. wird und die Narbe nach und nach verblasst, kann neben den vorgestellten Hausmitteln und Silikon-Produkten auch eine Massage für die Haut wohltuend sein.

Narbe leicht massieren

Nach einer frischen Hüft-Operation oder einer Brust-OP denkt wohl keiner an eine Massage. Dabei ist eine Massage zur Narbenpflege für viele Menschen sinnvoll, um die lokale Durchblutung anzuregen und die Elastizität des Narbengewebes zu verbessern. Dafür sollte das Narbengewebe mehrmals täglich für rund fünf Minuten unter leichtem Druck massiert werden.

Wie das gelingt? Massiere deine Narbe kreisend, waagrecht oder senkrecht, so dass sich die umliegende Haut mitbewegt. Bist du bei der richtigen Massagetechnik unsicher, frage am besten einen Arzt oder Physiotherapeuten um Rat.

Wichtig: Eine Massage ist erst nach vollständiger Abheilung, meist ab der dritten Woche nach der Operation, zu empfehlen.

Weitere Narbenpflege-Tipps

Wie bereits erwähnt, können Narben nicht von heute auf morgen verschwinden. Man benötigt als betroffene Person von Narben vor allem eins: Geduld.

Neben den bereits vorgestellten Hausmitteln und Ratschlägen findest du hier abschließend noch ein paar weitere Tipps zur Pflege von Narben:

  • Cool down: Bitte ruckartige Bewegungen, wie das Heben von schweren Gegenständen oder auch sportliche Aktivitäten, die die Narbenbildung strapazieren können, besser erst mal vermeiden.
  • Raus aus der Sonne: Narben sind empfindlich und besitzen keine pigmentbildenden Zellen mehr, das bedeutet, dass sich die Hautoberfläche nicht durch Bräunung vor UV-Strahlen schützen kann. Daher sollte direktes Sonnenlicht 6-12 Monate nach der Narbenbildung gemieden werden und immer ein Lichtschutzfaktor von 50+ für die Narbe verwendet werden.
  • Temperatur in Balance: Frische Narben sind temperatursensibel, sprich sie mögen weder Hitze noch Kälte. Beides kann die Narbe reizen und die Umbauprozesse des Narbengewebes stören.
  • Gesund leben und ernähren: Vitamine, wie Vitamin C und E sowie Spurenelemente, wie Zink und Eisen, können im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung die Wundheilung unterstützen. Ein gesunder Lebensstil – ohne Nikotinkonsum und übermäßigen Alkoholgenuss – ist für die Heilung von Narben von Vorteil.

Gut, dass es heute viele Methoden für eine unauffälligere Narbenbildung gibt. Die richtige und konsequente Pflege von Narben ist hier der Schlüssel zum optischen Erfolg. Wer sie beachtet, hat gute Chancen auf eine unscheinbarere Narbe.

Häufige Fragen

Welche Hausmittel helfen bei der Narbenpflege?

Zu den bekanntesten Hausmitteln zur Narbenpflege zählen Aloe Vera, Zwiebelextrakt, Honig, Ringelblumenöl und Vitamin-E-Öl. Sie können die Haut geschmeidig halten, ersetzen aber keine ärztliche Behandlung bei Komplikationen.

Wie lange dauert es, bis Hausmittel bei Narben wirken?

Da sich Narbengewebe über Monate bis zu zwei Jahre umbaut, sollten Hausmittel über mehrere Wochen bis Monate konsequent angewendet werden, bevor ein Effekt sichtbar wird.

Kann man alte Narben mit Hausmitteln entfernen?

Alte, bereits ausgereifte Narben lassen sich mit Hausmitteln meist nur optisch verbessern, etwa durch Aufhellung oder weichere Konsistenz, eine vollständige Entfernung ist damit nicht realistisch.

Was macht eine Narbe weich?

Regelmäßiges Einmassieren mit Ölen wie Vitamin-E-Öl, Zwiebelextrakt oder Silikongel kann helfen, eine Narbe weich zu machen und ihre Elastizität zu verbessern.

Wann sollte man bei Narben einen Arzt aufsuchen?

Bei Schmerzen, Juckreiz, Rötung, Nässen oder Verdacht auf ein Keloid sollte statt Selbstbehandlung ein Dermatologe die Narbe beurteilen.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026