Hypertrophe Narben sind wulstige, verdickte Narben, die sich innerhalb der ursprünglichen Wundgrenze bilden, gerötet und manchmal juckend sind und sich von Keloiden durch ihre begrenzte Ausdehnung unterscheiden. Sie können abflachen oder ärztlich behandelt werden, etwa mit Silikon, Druck, Kortison oder Laser.
Verletzungen oder Operationen – oftmals bleiben Spuren auf der Haut zurück. Jeder hat irgendwo am Körper eine Narbe, mal klein und unauffällig, mal größer und erhabener. Doch bei manchen Menschen bildet die heilende Hautpartie dicke, rötliche Wülste – auch Keloide genannt. Wenn die Narbe über gesunde Hautareale wuchert und eine deutliche Verdickung bildet, entsteht eine hypertrophe Narbe. Was die Gründe sind, welche Symptome sich zeigen und was man gegen auffällige Narben machen kann, erfährst du hier.
Hypertrophe Narben: Symptome
Bei hypertrophen Narben ist nur die Wunde selbst betroffen, das umliegende Gewebe bleibt unverändert. Zu den typischen Symptomen gehören:
Hypertrophe Narben bilden sich meist in den ersten 4–8 Wochen nach der Verletzung. Sie flachen oft innerhalb von 12–24 Monaten von selbst ab. Silikongel oder Silikonauflagen werden laut Leitlinie mindestens 12 Stunden täglich über 2–3 Monate angewendet.
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Erhöhte Narbendicke, die Narbe fühlt sich wie ein dicker Knubbel an
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Rötung, Spannungs- oder Druckschmerzen des Narbengewebes – die Narbe spannt spürbar
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Juckreiz und Brennen
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Verhärtung der Narbe
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Einschränkungen der Beweglichkeit bei Narben im Gelenkbereich
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Narbenstruktur erinnert binnen zwei Jahren an eine kleine Kordel
Bitte beachte: Eine hypertrophe Narbe ist keine Keloid-Narbe. Beide weisen zwar ähnliche Symptome auf, ein Keloid zeigt sich aber durch eine verstärkte Kollagen-Überproduktion sowie eine deutlich höhere Ausdehnung als unästhetische Geschwulst, die über die ursprüngliche Wundgrenze hinauswächst.
Hypotrophe Narbe: Was ist der Unterschied?
Eine hypotrophe Narbe, auch atrophe Narbe genannt, ist das Gegenteil einer hypertrophen Narbe: Statt eines Gewebeüberschusses entsteht hier ein Gewebedefizit. Die Haut sinkt an der betroffenen Stelle leicht ein, weil während der Wundheilung zu wenig Kollagen gebildet wurde. Typisch ist diese Form unter anderem bei ausgeprägter Akne.
Warum juckt meine alte Narbe?
Juckreiz an einer alten Narbe entsteht oft, weil die Haut in diesem Bereich trockener ist und weniger elastisch reagiert als gesunde Haut. Auch Nervenenden, die während der Wundheilung neu gebildet wurden, können Jucken auslösen. Bei hypertrophen Narben oder Keloiden verstärkt die erhöhte Spannung im Gewebe diesen Effekt zusätzlich. Hält der Juckreiz an oder verstärkt er sich, kann eine rückfettende Pflege oder eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein.
Narben: Ursachen und Risikofaktoren
Gründe einer Narbenbildung
Ob ein chirurgischer Eingriff oder eine Hautverletzung – Narben entstehen, wenn das Gewebe beschädigt ist und heilt. Die häufigsten Gründe sind:
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Verletzungen
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Starke Akne
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Infektionen
Besonders oft bilden sich hypertrophe Narben nach Wundinfektionen, Verbrennungen, einer Operation oder wenn die Verletzung sich an einer Körperstelle mit stärkerer Hautspannung befindet. Wer bereits unter Aknenarben leidet, findet in unserem Beitrag zu Akne-Narben weiterführende Informationen.
Was sind die Ursachen eines Keloids?
Die genaue Keloid-Ursache ist bislang nicht vollständig erforscht. Fest steht: Bei einem Keloid gerät das fein abgestimmte Gleichgewicht zwischen Aufbau und Abbau von Bindegewebe während der Wundheilung aus der Balance, sodass dauerhaft zu viel Kollagen produziert wird. Neben einer genetischen Veranlagung begünstigen folgende Faktoren die Entstehung:
Familiäre Vorbelastung mit Keloiden oder hypertrophen Narben
Dunklere Hauttypen
Lokalisation der Wunde an stark beanspruchten Körperstellen wie Schulter, Brustbein oder Ohrläppchen
Wundinfektionen oder verzögerte Wundheilung
Hormonelle Einflüsse, etwa in der Pubertät oder Schwangerschaft
Risikofaktoren für Narben
Folgende Kriterien erhöhen das Narbenrisiko:
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Alter: Je älter du bist, desto langsamer heilen Wunden. Narben bleiben dann eher zurück.
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Genetik: Es gibt eine genetische Veranlagung, die das Risiko der Narbenbildung erhöht.
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Hautfarbe: Dunkelhäutige Menschen haben ein höheres Narbenrisiko.
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Größe der Wunde: Tiefere Wunden sorgen eher für Narben.
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Rauchen: Rauchen kann den Heilungsprozess deiner Hautschichten verlangsamen.
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Diabetes mellitus: Wunden von Patienten mit Diabetes verheilen schlechter und langsamer.
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Immunsystem: Ein schwaches Immunsystem hat auf den Hautheilungsprozess eine negative Auswirkung.
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Infektionen: Bestimmte Infektionen können das Narbenrisiko erhöhen.
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Bewegung: Bei zu früher Belastung sowie an besonders beanspruchten Körperregionen können eher hypertrophe Narben entstehen.
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Sonneneinstrahlung: Zu viel Sonnenlicht beeinträchtigt die Heilung.
Diagnose hypertropher Narben
Die Diagnose einer hypertrophen Narbe erfolgt durch einen Dermatologen. Der Arzt begutachtet die Haut und stellt Fragen zu Hautveränderungen und zum Verlauf der Wundheilung.
Der Arzt kann empfehlen, zusätzliche Tests durchzuführen, um andere Auslöser für die Symptome auszuschließen, insbesondere wenn die Symptome schwerwiegend sind oder sich verschlechtern.
In einigen Fällen kann es notwendig sein, eine Biopsie durchzuführen. Dabei wird eine kleine Gewebeprobe aus der Narbe entnommen und unter einem Mikroskop untersucht, um eine hypertrophe Narbe sicher von einem Keloid oder anderen Hautveränderungen abzugrenzen.

Wann zum Arzt?
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn sich eine Narbe auffällig verändert oder Beschwerden verursacht. Folgende Warnzeichen solltest du ernst nehmen:
Die Narbe wächst deutlich über die ursprüngliche Wundgrenze hinaus
Starker, anhaltender Juckreiz oder Schmerzen
Rötung, Überwärmung oder Schwellung als Hinweis auf eine Entzündung oder Infektion
Bewegungseinschränkungen, etwa wenn die Narbe über einem Gelenk liegt
Die Narbe bildet sich auch nach vielen Monaten nicht zurück oder verändert sich plötzlich in Form oder Farbe
In diesen Fällen hilft dir ein Dermatologe, die Ursache abzuklären und eine passende Behandlung einzuleiten.
Was ist eine hypertrophe Narbe?
Eine hypertrophe Narbe ist eine besondere Form von Narbe, die sich primär nach Verletzungen oder chirurgischen Eingriffen bildet. Im Gegensatz zu normalen Narben, die flach und unauffällig sind, wächst eine hypertrophe Narbe über das normale Hautniveau hinaus und kann dick, erhöht und manchmal juckend oder schmerzhaft sein.
Eine hypertrophe Narbe entsteht, wenn das Gewebe in der Wunde übermäßig wächst und nicht richtig heilt. Dies kann durch eine übermäßige Produktion von Kollagen verursacht werden, einem Protein, das bei der Wundheilung eine wichtige Rolle spielt und deine Haut, Knochen und Gelenke stärkt. Diese Form der Narbe tritt häufiger an Bereichen auf, an denen die Haut spannt, wie an den Gelenken – häufig berichten Betroffene, dass die Narbe spannt oder sich wie ein dicker Knubbel anfühlt.
Ist die sehr feine Balance zwischen der Bildung und dem Abbau von Bindegewebe – wie sie die perfekte Wundheilung ausmacht – gestört, wird die Entstehung eines Keloids begünstigt. Neben seiner unästhetischen Optik kann eine Keloid-Narbe auch zu Bewegungseinschränkungen führen. Ihre Rückbildung am Körper dauert vergleichsweise länger als bei einer hypertrophen Narbe.
Überblick: Was für Arten von Narben gibt es?
Es gibt verschiedene Narben, die je nach Art und Schwere der Verletzung sowie dem Heilungsprozess entstehen können. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
| Narbenart | Aussehen | Besonderheit |
|---|---|---|
| Normale Narbe | Flach, glatt, normale Hautfarbe | Unauffälliger Heilungsverlauf |
| Hypertrophe Narbe | Verdickt, leicht erhöht, gerötet | Bleibt innerhalb der Wundgrenze |
| Keloid-Narbe | Wulstig, stark erhaben | Wächst über die Wundgrenze hinaus |
| Atrophe/hypotrophe Narbe | Eingesunken, flach | Entsteht durch Kollagenmangel |
| Verbrennungsnarbe | Dick, unregelmäßig | Oft großflächig |
| Aknenarbe | Flach oder eingefallen | Ungleichmäßige Struktur |

Normale Narbe
Diese entstehen bei einer normalen Wundheilung nach Hautverletzungen und haben eine flache, glatte Textur sowie eine normale Hautfarbe.

Hypertrophe Narben
Hypertrophe Narben sind dicker, leicht erhöht und können sich innerhalb der ursprünglichen Wundgrenze ausbreiten.

Keloide Narben
Keloide Narben ähneln hypertrophen Narben. Sie sind jedoch größer und wachsen stark über die Grenzen der ursprünglichen Verletzung hinaus. Juckreiz oder Schmerzen können Begleiterscheinungen einer Keloid-Narbe sein. Ein Keloid tritt häufig da auf, wo sich die Haut spannt, beispielsweise in der Schulter- oder Brustbeinregion. In dem Fall kommt es zu einer Störung der Narbenreifung: Der Wundheilungsprozess ist beeinträchtigt, sodass zu viel Bindegewebe gebildet wird und es zu einer Überproduktion von Bindegewebsfasern an der betroffenen Hautstelle kommt.

Atrophe Narben
Diese Narben sind flach und haben eine eingefallene Textur. Verantwortlich dafür ist eine Verringerung der Kollagenproduktion während des Heilungsprozesses – man spricht hier auch von einer hypotrophen Narbe.

Verbrennungsnarben
Diese Narben entstehen durch Verbrennungen und haben oft eine dicke, unregelmäßige Beschaffenheit.

Aknenarben
Aknenarben können flach oder eingefallen sein. Oft weisen sie eine ungleichmäßige Struktur auf. Mehr dazu liest du im Beitrag zu Aknenarben.
Behandlung: Chirurgische Therapie bei hypertrophen Narben
Welche Behandlung für eine hypertrophe Narbe oder ein Keloid infrage kommt, hängt von Größe, Lage und Beschwerden ab. Folgende Möglichkeiten zur Narbentherapie stehen zur Wahl:
Kortison-Injektion
Zur Narbenbehandlung kann eine Injektion von Glukokortikoiden (Kortison) direkt ins Narbengewebe gespritzt werden, um so das exzessive Wachstum zu verringern. Das Behandlungskonzept wird oft mit einer Vereisung kombiniert. Diese Methode ist nur während der Narbenreifung möglich – und nicht später.
Vereisung
Der Arzt verwendet zur Narbenbehandlung flüssigen Stickstoff. Entweder wird das Narbengewebe damit kurzzeitig vereist und so betäubt, um das anschließende Injizieren von Kortison schmerzerträglicher zu machen, oder die hypertrophe Narbe wird während der Behandlung stärker vereist, damit das überschüssige Gewebe abstirbt und das Hautniveau sich normalisiert.
Laser
Mittels dieser Behandlung kann ein Arzt eine wulstige Narbe flacher machen, indem die Narbe schichtweise per Laser abgetragen wird.
Operation
Bei großen oder schwerwiegenden Narben kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein. Eine Therapie-Option ist eine Narbenrevision. Der Chirurg entfernt hierfür den Bereich um die Narbe herum und vernäht die Haut neu. Eine Hauttransplantation ist bei extremen Fällen eine weitere Möglichkeit, um die Lebensqualität samt ästhetischem Wohlgefallen zu erhöhen. Einen Überblick über operative und nicht-operative Methoden findest du im Beitrag Narben entfernen.
Wann zahlt die Krankenkasse eine Narbenkorrektur?
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten einer Narbenkorrektur, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Das ist etwa der Fall, wenn die Narbe Schmerzen verursacht, die Beweglichkeit einschränkt oder mit funktionellen Beschwerden einhergeht.
Rein ästhetische Korrekturen ohne körperliche Beeinträchtigung werden in der Regel nicht erstattet. Ob eine Kostenübernahme möglich ist, klärt am besten der behandelnde Arzt im Vorfeld mit einem Kostenvoranschlag bei der jeweiligen Krankenkasse ab.
Wie kann ich Narben behandeln? Methoden im Vergleich
Welche Methode zur Narbenbehandlung infrage kommt, hängt von der Narbenart, der Größe und dem Schweregrad ab. Bei hypertrophen Narben und Keloiden kommen meist ärztliche Verfahren wie Kortison-Injektionen, Kälte- oder Lasertherapie zum Einsatz. Begleitend helfen Silikonauflagen, Drucktherapie oder eine Operation bei größeren Narben.
Die folgende Liste fasst gängige Methoden zusammen:
Kortison-Injektion: wirkt abschwellend, nur während der Narbenreifung sinnvoll
Kältebehandlung (Vereisung): verkleinert überschüssiges Gewebe
Lasertherapie: trägt die Narbe schichtweise ab
Operative Narbenrevision: bei großflächigen oder funktionell störenden Narben
Silikonauflagen und -gele: unterstützen die Pflege und können das Erscheinungsbild mildern
Drucktherapie: wird vor allem bei Keloid-Neigung eingesetzt
Welche dieser Methoden im Einzelfall sinnvoll ist, sollte ein Dermatologe anhand von Lage, Alter und Art der Narbe entscheiden.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten
Des Weiteren gibt es noch andere Behandlungsmethoden, um einer Wucherung vorzubeugen und zur Narbenpflege beizutragen. Dazu gehören:
Cremes und Gele
Narbencremes und -gele können eine Behandlung begleitend unterstützen. Das N1 Narben Gel ist ein Kosmetikprodukt mit Dimethicone, das zur Pflege neuer und alter Narben gedacht ist: Es kann helfen, die Sichtbarkeit von Narben zu verringern und die Haut weicher und glatter zu machen.
Dafür wird es zweimal täglich sehr dünn auf saubere, trockene Haut aufgetragen und mit kreisenden Bewegungen einmassiert; anschließend lässt man es 4 bis 5 Minuten trocknen, bevor Kosmetik aufgetragen werden kann. Nicht geeignet ist das Gel für offene Wunden und für Kinder unter 3 Jahren; in Schwangerschaft und Stillzeit sollte vorher Rücksprache mit Arzt oder Apotheker gehalten werden.
Auch als Hausmittel helfen manchmal einfache Pflegeroutinen – mehr dazu im Beitrag zu Narbenpflege-Hausmitteln.

Silikon
Pflaster, Gele oder Wundauflagen mit Silikon erhöhen die Hautfeuchtigkeit. Störende Begleiterscheinungen wie Jucken und Schmerzen werden gelindert. Das Silikon bildet eine Schutzbarriere auf der Narbe, die Feuchtigkeit speichert und die Hautareale glättet. Ebenfalls kann Silikon das Risiko von Keloiden reduzieren.

Druck
Von dieser Therapie profitieren Patienten, die zu einem ausgeprägten Narbengewebe oder Keloiden neigen. Örtlicher Druck auf die Narbe führt dazu, dass der Bereich schlechter durchblutet wird. Dadurch flacht die Narbe ab.
Wichtig: Die Behandlung sollte individuell unter Berücksichtigung von Lokalisation, Größe sowie Alter und Art der Narbe gestellt werden.

Warum bilden manche Menschen Wuchernarben oder Keloide?
Bisher ist es noch nicht exakt erwiesen, warum manche Menschen zu hypertrophen Narben oder einem Keloid neigen. Genetische Faktoren spielen vor allem bei der Keloid-Bildung eine ausschlaggebende Rolle. Nach einer Verletzung solltest du Entzündungen, Infektionen, eine Hautkrankheit sowie mechanische Belastung vermeiden. Neigst du dazu, solltest du bei tiefen Wunden oder einer verzögerten Wundheilung immer einen Arzt zu Rate ziehen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer hypertrophen Narbe und einem Keloid?
Eine hypertrophe Narbe bleibt innerhalb der ursprünglichen Wundgrenze, während eine Keloid-Narbe deutlich darüber hinauswächst und meist größer und stärker erhaben ist.
Warum spannt eine Narbe oder fühlt sich wie ein Knubbel an?
Spannungsgefühle entstehen oft durch Kollagenüberschuss im Narbengewebe oder durch die Lage der Narbe an einer stark beanspruchten Körperstelle wie einem Gelenk.
Welche Salbe hilft bei Keloiden?
Es gibt keine Salbe, die ein bestehendes Keloid zuverlässig auflöst. Silikonhaltige Gele können begleitend zur Pflege eingesetzt werden, eine gezielte Keloid-Behandlung erfolgt aber ärztlich, etwa per Kortison-Injektion, Vereisung oder Laser.
Kann man hypertrophen Narben vorbeugen?
Eine gute Wundversorgung, Schutz vor Sonneneinstrahlung, das Vermeiden von Infektionen und eine schonende Belastung der Wunde können das Risiko verringern, das Risiko aber nicht vollständig ausschließen.
Bildet sich eine hypertrophe Narbe von selbst zurück?
Hypertrophe Narben können sich im Lauf der Zeit abflachen, während Keloide meist bestehen bleiben oder weiterwachsen, wenn sie nicht behandelt werden.
Quellen
- Apotheken Umschau – Themenseite Narben
- NetDoktor – Themenseite Hautgesundheit
- AWMF – Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften
- gesund.bund.de – Gesundheitsinformationen
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026



