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30. September 2026Die Grippeimpfung schützt vor Influenzaviren durch die Bildung von Antikörpern und bietet in der Regel zwei Wochen nach der Impfung vollständigen Schutz. Die Wirksamkeit liegt je nach Saison meist zwischen 40 und 60 Prozent, kann aber den Krankheitsverlauf abschwächen und schwere Komplikationen verhindern. Eine jährliche Auffrischung ist notwendig, da der Impfschutz nur eine Saison anhält.
- Impfschutz ist etwa zwei Wochen nach der Impfung vollständig aufgebaut
- Schutzwirkung liegt meist zwischen 40 und 60 Prozent je nach Saison
- Jährliche Auffrischung notwendig, optimaler Zeitpunkt: Oktober bis Mitte Dezember
Kurz erklärt: Die Grippe-Impfung ist eine vorbeugende Schutzimpfung gegen saisonale Influenzaviren. Sie wird jährlich aufgefrischt und idealerweise zwischen Oktober und Dezember verabreicht.

Weil sich Influenzaviren ständig verändern, wird die Impfstoffzusammensetzung jede Saison neu an die von der Weltgesundheitsorganisation erwarteten Virusvarianten angepasst. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippe-Impfung laut ihrem aktuellen Epidemiologischen Bulletin vor allem älteren Menschen, chronisch Kranken und Schwangeren. Dieser Ratgeber wurde von unserem Apothekenteam pharmazeutisch geprüft und erklärt Wirkung, Zeitpunkt und Nebenwirkungen verständlich.
Was ist eine Grippeimpfung und wie wirkt sie?
Die Grippeimpfung ist eine Schutzimpfung gegen saisonale Influenzaviren, deren Zusammensetzung jede Saison neu angepasst wird. Sie enthält abgetötete Virusbestandteile (Totimpfstoff), auf die dein Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern reagiert. Ziel ist es, dass der Körper bei einem echten Kontakt mit dem Virus schneller und gezielter reagieren kann.
- Aufbau des Schutzes: etwa zwei Wochen nach der Impfung
- Wirkdauer: in der Regel eine Grippesaison
- Konsequenz: jährliche Auffrischung nötig
Welche Impfstoffarten gibt es?
In Deutschland kommen aktuell überwiegend sogenannte Vierfachimpfstoffe zum Einsatz, die Bestandteile von vier verschiedenen Influenzastämmen enthalten – zwei Influenza-A- und zwei Influenza-B-Linien. Damit deckt ein einziger Piks ein breiteres Spektrum an zirkulierenden Viren ab als ältere Dreifachimpfstoffe. Für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren steht zusätzlich ein Nasenspray-Impfstoff mit abgeschwächten Lebendviren zur Verfügung, der ohne Nadel auskommt.
Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?
Vor allem Risikogruppen sollten sich impfen lassen, weil sie ein höheres Risiko für schwere Verläufe haben. Das Robert Koch-Institut empfiehlt die Grippeschutzimpfung besonders für:
- Menschen ab 60 Jahren
- Schwangere ab dem zweiten Trimester
- chronisch Kranke (Herz-, Lungen- oder Stoffwechselerkrankungen)
- Bewohner:innen von Pflege- und Senioreneinrichtungen
- medizinisches und pflegendes Personal
- Personen mit engem Kontakt zu Risikogruppen
Auch gesunde Erwachsene können sich impfen lassen, etwa vor beruflich wichtigen Terminen oder Reisen. Wer regelmäßig Kontakt zu Risikopersonen hat, verringert durch die Impfung zudem die Weitergabe des Virus.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Grippeschutzimpfung?
Der ideale Impfzeitpunkt liegt zwischen Oktober und Mitte Dezember, also vor der Hauptwelle der aktuellen Grippesaison. Da der Schutz erst nach ein bis zwei Wochen vollständig aufgebaut ist, sollte die Impfung nicht zu spät erfolgen. Wer den Termin verpasst, kann sich aber auch im Januar oder Februar noch impfen lassen – die Grippewelle dauert häufig bis ins Frühjahr. Eine späte Impfung ist besser als gar keine.
Wie wirksam ist die Grippeimpfung?
Die Wirksamkeit hängt davon ab, wie gut die Impfstoff-Stämme zu den zirkulierenden Viren passen. In früheren Grippesaisons lag die Schutzwirkung laut Berichten des Robert Koch-Instituts meist zwischen 40 und 60 Prozent gegenüber einer im Impfstoff enthaltenen Virusvariante. Im Abschlussbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) zur Grippesaison 2023/2024 wurden bundesweit mehrere Millionen influenzabedingte Arztbesuche geschätzt, ein Großteil davon bei Kindern und Jugendlichen. Auch wenn die Impfung eine Ansteckung nicht immer verhindert, kann sie den Krankheitsverlauf milder gestalten und das Risiko für schwere Komplikationen wie eine Lungenentzündung senken. Für Risikogruppen bleibt die jährliche Auffrischung deshalb sinnvoll.
Wie läuft die Grippeimpfung ab?
Die Grippeimpfung erfolgt meist als einzelne Spritze in den Oberarmmuskel und dauert nur wenige Minuten.
Durchgeführt wird die Impfung in der Hausarztpraxis, in manchen betriebsärztlichen Diensten und – seit einigen Jahren zusätzlich – in vielen Apotheken. Vor Ort erfolgt ein kurzes Aufklärungsgespräch, in dem mögliche Kontraindikationen abgefragt werden. Die Grippeimpfung kann in der Regel zeitgleich mit anderen Impfungen erfolgen, etwa mit der Pneumokokken-Impfung oder einer Auffrischung gegen COVID-19. Eine gesonderte Wartezeit ist bei den meisten Kombinationen nicht nötig, die Injektionen erfolgen aber üblicherweise an unterschiedlichen Körperstellen.
Grippeimpfung bei Kindern und in der Schwangerschaft
Bei Kindern wird die Grippeimpfung vor allem bei chronischer Grunderkrankung empfohlen, etwa Asthma oder einer Herzfehlbildung. Der Nasenspray-Impfstoff wird von vielen Kindern besser toleriert als eine Spritze, ist aber nicht für alle Altersgruppen und Vorerkrankungen geeignet. Kinderärztliches Fachpersonal berät individuell, welche Impfstoffform im Einzelfall passt.
In der Schwangerschaft wird die Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen, da Schwangere ein erhöhtes Risiko für einen schweren Influenza-Verlauf haben. Studien deuten zudem darauf hin, dass die Impfung dem Neugeborenen in den ersten Lebensmonaten einen gewissen Schutz vermitteln kann. Die individuelle Eignung solltest du in der Frauenarztpraxis abklären.

Was kostet die Grippeimpfung?
Für die von der STIKO empfohlenen Risikogruppen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten vollständig. Auch viele private Krankenversicherungen erstatten die Impfung. Wer außerhalb der Empfehlung geimpft werden möchte, zahlt in der Regel selbst; die Kosten liegen meist im niedrigen zweistelligen Eurobereich zuzüglich Impfstoffkosten. Manche Apotheken bieten die Grippeimpfung als Termin ohne lange Wartezeit an, teils auch ohne vorherige Anmeldung während der Impfsaison.
Welche Nebenwirkungen kann die Grippeimpfung haben?
Die meisten Reaktionen sind mild und klingen innerhalb weniger Tage ab. Sie zeigen, dass sich das Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt.
| Häufigkeit | Mögliche Reaktion | Typische Dauer |
|---|---|---|
| Sehr häufig | Rötung, Schwellung oder Schmerz an der Einstichstelle | 1–3 Tage |
| Häufig | Müdigkeit, leichtes Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen | 1–2 Tage |
| Selten | Vorübergehende Lymphknotenschwellung | wenige Tage |
| Sehr selten | Allergische Reaktionen | Sofortmaßnahme nötig |
Wann solltest du nach der Impfung zum Arzt?
Die meisten Impfreaktionen sind harmlos – bei bestimmten Warnzeichen ist ärztlicher Rat jedoch sinnvoll. Suche zeitnah ärztliche Hilfe, wenn nach der Impfung:
- hohes Fieber über 39 Grad Celsius auftritt
- Atemnot, Herzrasen oder Kreislaufprobleme bestehen
- Haut oder Lippen anschwellen (Hinweis auf allergische Reaktion)
- Beschwerden nach einigen Tagen nicht abklingen, sondern zunehmen
Bei anhaltendem oder hohem Fieber nach der Impfung findest du im Ratgeber Fieber senken praktische Hinweise, wie du die Beschwerden lindern kannst.
Wann sollte man sich nicht gegen Grippe impfen lassen?
Bei einer akuten, fieberhaften Erkrankung sollte die Impfung verschoben werden, bis die Symptome abgeklungen sind. Auch bei einer bekannten schweren allergischen Reaktion auf einen Impfstoffbestandteil rät man von einer erneuten Impfung mit demselben Präparat ab. Ein leichter Schnupfen ohne Fieber ist dagegen kein Grund zum Verschieben. Im Zweifel klärt die Hausarztpraxis oder das Apothekenteam individuell ab, ob eine Impfung geeignet ist.
Grippeimpfung bei Lupus und anderen Autoimmunerkrankungen
Menschen mit systemischem Lupus erythematodes wird die jährliche Grippeimpfung in der Regel ausdrücklich empfohlen, da Infekte bei ihnen häufiger zu Komplikationen führen können. Geeignet sind dabei Totimpfstoffe, wie sie auch bei der Grippeimpfung verwendet werden. Lebendimpfstoffe sollten Betroffene unter immunsuppressiver Therapie meiden oder vorher ärztlich abklären, da sie bei geschwächtem Immunsystem ein Risiko darstellen können. Diese Einordnung folgt den Empfehlungen der AWMF-Leitlinie zum systemischen Lupus erythematodes.
Was löst einen Lupus-Schub aus?
Häufige Auslöser sind starke UV-Strahlung, Infekte, körperlicher oder psychischer Stress sowie bestimmte Medikamente. Auch hormonelle Schwankungen können eine Rolle spielen. Deshalb gilt Sonnenschutz bei Lupus als besonders wichtige Vorsichtsmaßnahme.
Wie äußert sich Lupus äußerlich?
Ein typisches, aber nicht bei allen Betroffenen auftretendes Zeichen ist ein schmetterlingsförmiger Hautausschlag über Nasenrücken und Wangen. Weitere mögliche Hautveränderungen sind Rötungen an lichtexponierten Stellen sowie Haarausfall. Das Erscheinungsbild ist jedoch sehr unterschiedlich; viele Betroffene zeigen kaum sichtbare Symptome.
Was sollte man bei Lupus nicht essen?
Eine spezielle „Lupus-Diät“ ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Häufig wird jedoch empfohlen, stark verarbeitete Lebensmittel, Alfalfa-Sprossen sowie übermäßigen Salzkonsum zu reduzieren, da diese im Verdacht stehen, Entzündungsprozesse zu begünstigen. Eine individuelle Ernährungsberatung ist sinnvoll, um Mängel zu vermeiden.
Warum gilt Lupus als gefährliche Erkrankung?
Lupus ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Das kann verschiedene Organe wie Nieren, Herz oder Nervensystem betreffen und unbehandelt zu ernsten Komplikationen führen. Regelmäßige fachärztliche Kontrollen sind wichtig, um Schübe früh zu erkennen und zu behandeln.
Wie kannst du dein Immunsystem zusätzlich unterstützen?
Neben der Grippeimpfung spielt eine ausreichende Nährstoffversorgung eine Rolle für ein funktionierendes Immunsystem. Vitamin C, Vitamin D und Zink tragen laut zugelassenen EU-Health-Claims zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Wer seinen Bedarf über die Ernährung nicht sicher deckt, kann die Versorgung ergänzend im Blick behalten. Die folgende Übersicht zeigt Auswahlkriterien für ein solches Präparat:
| Kriterium | Worauf achten |
|---|---|
| Wirkstoffe & Dosierung | Kombination mehrerer Mikronährstoffe wie Vitamin C, Vitamin D und Zink in bedarfsgerechter Menge |
| Darreichungsform | Kapseln oder Tabletten für eine einfache tägliche Einnahme |
| Qualität | Apothekenqualität mit geprüfter Herstellung |
| Preis pro Tagesdosis | abhängig von Packungsgröße, meist im niedrigen einstelligen Eurobereich |
Ein Beispiel für ein solches Präparat ist Orthocomplex Immun mit Mikronährstoffen fürs Immunsystem, erhältlich in der Apotheke, bei Shop Apotheke und bei Amazon. Ein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt dabei weder die Grippeimpfung noch eine ausgewogene Ernährung, sondern kann bei Bedarf eine sinnvolle Ergänzung sein. Weitere Anregungen findest du im Ratgeber Immunsystem stärken.
Grippe oder Erkältung – warum die Unterscheidung wichtig ist
Nicht jede Erkältung im Winter ist eine echte Grippe. Influenza verläuft meist plötzlicher und schwerer als ein grippaler Infekt, oft mit hohem Fieber und starkem Krankheitsgefühl. Wie du beide Erkrankungen unterscheidest, erklärt der Ratgeber Grippe oder Erkältung ausführlich. Gerade weil sich die Symptome anfangs ähneln, hilft dieser Vergleich, die richtige Einschätzung zu treffen und gegebenenfalls ärztlichen Rat einzuholen.
Solltest du bereits erkältet sein oder mit Fieber zu kämpfen haben, findest du im Ratgeber Fieber senken praktische Tipps, wie du die Beschwerden lindern kannst, bis sie von selbst abklingen.
Weiterführende, verlässliche Informationen zur Grippeschutzimpfung bietet auch das Gesundheitsportal gesund.bund.de der Bundesregierung.
Häufige Fragen
Soll man sich noch gegen Grippe impfen lassen?
Ja, solange Grippeviren zirkulieren, meist bis ins Frühjahr, kann die Grippeimpfung noch sinnvoll sein, besonders für Risikogruppen.
Welche Nebenwirkungen hat eine Grippeimpfung?
Meist harmlose Reaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder leichtes Fieber, die nach ein bis drei Tagen abklingen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Grippeschutzimpfung?
Empfohlen wird der Zeitraum von Oktober bis Mitte Dezember, damit der Impfschutz rechtzeitig vor der Grippewelle aufgebaut ist.
Was kostet die Grippeimpfung?
Für Risikogruppen übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten vollständig, außerhalb der Empfehlung zahlt man die Grippeimpfung meist selbst.
Wie wirksam ist die Grippeimpfung?
Die Schutzwirkung liegt je nach Saison meist zwischen 40 und 60 Prozent gegenüber den enthaltenen Virusstämmen und kann den Krankheitsverlauf abmildern.
Welche Impfungen sind bei Lupus geeignet?
In der Regel werden Totimpfstoffe wie die Grippeimpfung empfohlen, während Lebendimpfstoffe bei immunsuppressiver Therapie vorher ärztlich abgeklärt werden sollten.
Wann sollte man sich nicht impfen lassen?
Bei akuten, fieberhaften Erkrankungen oder bekannter schwerer Allergie gegen Impfstoffbestandteile sollte die Impfung verschoben oder ärztlich abgeklärt werden.
Was löst einen Lupus-Schub aus?
Häufige Auslöser sind UV-Strahlung, Infekte, Stress und bestimmte Medikamente.
Wie sehen Menschen mit Lupus aus?
Ein bekanntes, aber nicht bei allen auftretendes Merkmal ist ein schmetterlingsförmiger Hautausschlag im Gesicht; das Erscheinungsbild ist individuell sehr unterschiedlich.
Was sollte man bei Lupus nicht essen?
Oft wird empfohlen, stark verarbeitete Lebensmittel, Alfalfa-Sprossen und übermäßig salzhaltige Speisen zu reduzieren.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

Fachlich geprüft von: Marco Fechner, PTA, N1 Produktexperte
Zuletzt aktualisiert: 30.09.2026
Unsere Ratgeber ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung.





