
Ulcus cruris venosum: Ursachen, Behandlung, Heilungsdauer
3. November 2026
Diabetischer Fuß: Wunde erkennen und richtig behandeln
3. November 2026Ulcus cruris ist eine chronische Wunde am Unterschenkel, die meist durch Durchblutungsstörungen der Venen oder Arterien entsteht. Umgangssprachlich wird sie auch ‚offenes Bein‘ genannt. Ohne gezielte Behandlung heilt die Wunde oft wochen- bis monatelang nicht ab, in schweren Fällen bleibt sie über ein Jahr bestehen.

Die häufigste Form ist das Ulcus cruris venosum, das durch einen gestörten venösen Rückfluss im Bein entsteht. Laut Schätzungen der S2k-Leitlinie Ulcus cruris venosum ist es für rund 70 bis 80 Prozent aller offenen Beine verantwortlich. Seltener liegt eine arterielle Durchblutungsstörung zugrunde (Ulcus cruris arteriosum, etwa 5 bis 10 Prozent der Fälle) oder eine Mischform.
Betroffen sind vor allem ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr sowie Personen mit Venenschwäche, Thrombose in der Vorgeschichte oder starkem Übergewicht. Nach Daten der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie leiden in Deutschland schätzungsweise 1 bis 3 von 1.000 Erwachsenen an einem Ulcus cruris, mit deutlich steigender Häufigkeit im höheren Alter.
Was ist ein Ulcus cruris genau?
Ein Ulcus cruris ist eine tiefe, schlecht heilende Wunde am Unterschenkel, meist im Bereich des Innenknöchels. Sie entsteht, wenn das umliegende Gewebe über längere Zeit nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird. Die Haut stirbt dadurch stellenweise ab, es bildet sich ein offenes Geschwür. Fachgesellschaften ordnen das Ulcus cruris venosum den chronischen Wunden zu, da die Abheilung laut S2k-Leitlinie häufig deutlich länger als übliche Wundheilungsprozesse dauert. Als chronisch gilt eine Wunde in der Regel, wenn sie nach vier bis acht Wochen noch keine Heilungstendenz zeigt.
Welche Symptome und Beschwerden treten auf?
Ein Ulcus cruris kündigt sich häufig durch Vorboten an, bevor die Haut tatsächlich aufbricht. Typisch sind schwere, müde Beine, nächtliche Wadenkrämpfe, sichtbare Krampfadern und bräunliche Hautverfärbungen oberhalb des Knöchels, die durch austretende Blutbestandteile entstehen.
- Bräunlich-rötliche Hautverfärbung und Verhärtung im Knöchelbereich
- Spannungsgefühl, Schweregefühl und Schwellung des Unterschenkels, vor allem abends
- Juckreiz und schuppige, trockene Haut um die spätere Wundstelle
- Offene, oft nässende Wunde mit unregelmäßigem Rand bei fortgeschrittenem Stadium
- Schmerzen, die bei der venösen Form eher gering, bei der arteriellen Form oft stark ausgeprägt sind
- Kühle, blasse Haut und schwache Pulse am Fuß bei arterieller Ursache
Die Beschwerden unterscheiden sich je nach zugrunde liegender Durchblutungsstörung. Das venöse Ulcus geht meist mit Schwellung und bräunlicher Verfärbung einher. Die arterielle Form zeigt sich dagegen eher mit kühler, schmerzhafter Haut und einem eher scharf begrenzten Wundrand.
Wie läuft die Diagnose ab?
Die Diagnose eines Ulcus cruris stützt sich auf die körperliche Untersuchung sowie gezielte Gefäßdiagnostik, um die Ursache sicher einzugrenzen. Nur wenn die auslösende Durchblutungsstörung bekannt ist, kann die Behandlung sinnvoll geplant werden.
- Anamnese: Fragen zu Vorerkrankungen wie Thrombose, Diabetes oder Venenleiden
- Klinische Untersuchung: Beurteilung von Wundlage, -größe, -rand und Hautzustand
- Doppler- und Duplexsonografie der Venen und Arterien zur Beurteilung des Blutflusses
- Knöchel-Arm-Index (ABI-Messung), um eine arterielle Verschlusskrankheit auszuschließen oder zu bestätigen
- Bei Verdacht auf Infektion: Abstrich der Wunde zur Erregerbestimmung
- Bei unklaren oder therapieresistenten Wunden: Gewebeprobe (Biopsie), um andere Ursachen wie Hauttumoren auszuschließen
Die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie empfiehlt, bei jedem neu aufgetretenen Ulcus cruris zumindest einmalig eine Gefäßdiagnostik durchzuführen. Venöse und arterielle Ursachen unterscheiden sich in der Therapie grundlegend. Eine Kompressionstherapie kann bei stark eingeschränkter arterieller Durchblutung sogar schaden.
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Welche Ursachen stecken hinter einem offenen Bein?
Die mit Abstand häufigste Ursache ist eine chronische venöse Insuffizienz, also eine Schwäche der Venenklappen in den Beinen. Dadurch staut sich Blut, der Druck in den Venen steigt auf das Mehrfache des Normalwerts, und das Gewebe wird langfristig geschädigt.

- Chronische Venenschwäche (häufigste Ursache, verantwortlich für die Mehrzahl der Fälle)
- Arterielle Durchblutungsstörungen (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
- Diabetes mellitus mit Nervenschäden und Durchblutungsstörungen
- Frühere Thrombosen im Bein, die die Venenklappen dauerhaft schädigen
- Starkes Übergewicht und Bewegungsmangel
- Verletzungen, die bei vorgeschädigter Haut schlecht abheilen
Diabetesbedingte Wunden am Fuß werden gesondert als diabetischer Fuß bezeichnet und erfordern eine eigene spezialisierte Versorgung. Mehr zu den Hintergründen einer gestörten Durchblutung in den Beinen und wie du erste Warnzeichen erkennst, liest du in unserem Ratgeber zur Venenschwäche im Beinbereich. Ergänzend lohnt sich ein Blick in unseren Beitrag zur richtigen Wundversorgung bei chronischen Hautproblemen. Auch unser Ratgeber zu Krampfadern und ihrer Behandlung kann hilfreiche Hintergründe liefern, wenn eine Venenschwäche die Ursache ist.
Wie wird Ulcus cruris behandelt?
Die Behandlung eines Ulcus cruris besteht immer aus zwei Säulen: der Therapie der Grunderkrankung und der lokalen Wundversorgung. Ohne Behandlung der Ursache – etwa der Venenschwäche – heilt auch die beste Wundauflage die Wunde nicht dauerhaft ab.
Welche Rolle spielt die Kompressionstherapie?
Bei der venösen Form ist die Kompressionstherapie mit Verbänden oder Kompressionsstrümpfen die wichtigste Maßnahme. Sie unterstützt den venösen Rückfluss und senkt den Druck im Gewebe, was die Abheilung deutlich fördern kann. Studien, auf die sich die S2k-Leitlinie bezieht, zeigen, dass eine konsequente Kompression die Abheilungsrate innerhalb von sechs Monaten deutlich erhöht im Vergleich zu einer Behandlung ohne Kompression.
Wie läuft die lokale Wundversorgung ab?
Die Wunde wird regelmäßig gereinigt, abgestorbenes Gewebe entfernt (Debridement) und mit einer feuchten Wundauflage versorgt, die ein günstiges Heilungsklima schafft. Je nach Wundphase kommen unterschiedliche Verbandmaterialien zum Einsatz, etwa Schaumstoff-, Alginat- oder Hydrokolloidverbände. Die S3-Leitlinie Lokaltherapie chronischer Wunden empfiehlt eine phasengerechte, individuell angepasste Wundbehandlung. Ergänzend kann in bestimmten Fällen eine ärztlich angewendete Kaltplasmatherapie zum Einsatz kommen, die Keime auf der Wundoberfläche reduzieren und die Heilung unterstützen kann. Das ist klar von Kosmetikgeräten für zu Hause abzugrenzen, da die medizinische Anwendung ärztlich begleitet und dosiert erfolgt.
Ist eine Hautverpflanzung bei einem offenen Bein möglich?
Ja, bei großflächigen oder besonders hartnäckigen Wunden kann eine Hauttransplantation sinnvoll sein. Dabei wird körpereigene Haut, meist vom Oberschenkel, auf die Wundfläche übertragen, um den Wundverschluss zu beschleunigen. Diese Entscheidung trifft der behandelnde Arzt oder die Ärztin abhängig von Größe, Zustand und Heilungsverlauf der Wunde.
Welche operativen und minimalinvasiven Verfahren gibt es?
Neben der konservativen Therapie kommen bei venös bedingtem Ulcus cruris oft Verfahren zum Einsatz, die direkt an der defekten Vene ansetzen. Ziel ist es, den Rückstau des Bluts dauerhaft zu beheben und damit das Risiko für erneute Wunden zu senken.
- Endovenöse Thermoablation (Laser- oder Radiofrequenztherapie) der betroffenen Krampfadervene, meist ambulant mit lokaler Betäubung durchführbar
- Sklerosierung (Verödung) kleinerer, oberflächlicher Krampfadern
- Klassisches Venenstripping bei ausgeprägtem Venenleiden
- Shave-Therapie: operative Abtragung von chronisch geschädigtem Gewebe im Wundbereich
- Hauttransplantation bei großflächigen, schwer heilenden Wunden, wie oben beschrieben
- Bei arterieller Ursache: Gefäßerweiternde Eingriffe (Angioplastie, Stent) oder Bypass-Operation zur Verbesserung der Durchblutung
Welches Verfahren infrage kommt, hängt von der Ursache, der Lage der betroffenen Venen oder Arterien sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Die Entscheidung trifft in der Regel ein Facharzt oder eine Fachärztin für Gefäßchirurgie oder Phlebologie nach ausführlicher Diagnostik.
Wie lange braucht ein Ulcus zum Heilen?
Die Heilungsdauer eines Ulcus cruris variiert stark und kann von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten oder länger reichen. Studien zur Wundheilung gehen davon aus, dass bei konsequenter Kompressionstherapie etwa die Hälfte der venösen Ulzera innerhalb von drei bis sechs Monaten abheilt. Ein relevanter Anteil bleibt jedoch länger als ein Jahr offen oder bricht immer wieder auf. Entscheidend sind Größe und Alter der Wunde, die Durchblutungssituation sowie Begleiterkrankungen wie Diabetes.
| Faktor | Einfluss auf die Heilungsdauer |
|---|---|
| Wundgröße bei Behandlungsbeginn | Größere Wunden (über 5 cm Durchmesser) heilen deutlich langsamer |
| Konsequente Kompressionstherapie | Kann Heilung erheblich beschleunigen |
| Begleiterkrankungen (z. B. Diabetes) | Verlangsamen die Wundheilung oft deutlich |
| Wunddauer vor Therapiebeginn | Besteht die Wunde bereits länger als 6 Monate, sinkt die Heilungschance |
| Regelmäßige, fachgerechte Verbandwechsel | Fördern ein günstiges Heilungsklima |
Welche Komplikationen können auftreten und wie ist die Prognose?
Ein unbehandeltes oder schlecht versorgtes Ulcus cruris kann verschiedene Komplikationen nach sich ziehen, die die Heilung zusätzlich erschweren. Je früher eine fachgerechte Behandlung beginnt, desto besser ist in der Regel die Prognose.
- Wundinfektion, im schlimmsten Fall mit Ausbreitung ins umliegende Gewebe (Wundrose/Erysipel) oder in die Blutbahn
- Chronifizierung: Ohne Behandlung der Ursache kommt es häufig zu wiederkehrenden Wunden an derselben Stelle
- Kontaktallergien gegen Verbandstoffe oder Salbenbestandteile durch die häufige, langfristige Anwendung
- Schmerzchronifizierung und deutliche Einschränkung der Lebensqualität und Mobilität
- In sehr seltenen Fällen bösartige Entartung einer langjährig bestehenden chronischen Wunde (Marjolin-Ulkus)
Die Prognose hängt stark davon ab, ob die auslösende Durchblutungsstörung behandelt wird. Wird zum Beispiel die zugrunde liegende Venenschwäche durch Kompression oder ein Venenverfahren konsequent therapiert, sinkt das Rückfallrisiko deutlich. Bleibt die Ursache unbehandelt, kommt es laut Leitlinienangaben bei einem relevanten Teil der Betroffenen innerhalb weniger Jahre zu einem erneuten Ulcus.
Darf ich mit einem Ulcus cruris duschen?
Duschen ist in der Regel möglich, wenn die Wunde mit einem wasserundurchlässigen Verband geschützt ist. Vor dem Duschen sollte der Verband entsprechend abgedeckt werden, damit keine Feuchtigkeit eindringt und die Wunde nicht aufweicht oder sich Keime ansiedeln. Im Zweifel lohnt sich die Rückfrage bei der behandelnden Pflegefachkraft oder Arztpraxis, insbesondere wenn die Wunde gerade frisch versorgt wurde.
Wie oft Verbandswechsel bei Ulcus cruris?
Wie häufig der Verband gewechselt werden muss, hängt von der Wundauflage und der Menge an Wundsekret ab. Manche moderne Wundauflagen können drei bis sieben Tage auf der Wunde verbleiben, andere müssen täglich erneuert werden. Die konkrete Frequenz legt die behandelnde Fachperson individuell fest, eigenmächtige Änderungen sollten vermieden werden.
Kann man Wund- und Heilsalbe auf offene Wunden machen?
Bei einem Ulcus cruris sollte nicht eigenmächtig eine normale Wund- und Heilsalbe aufgetragen werden. Chronische Wunden benötigen eine spezielle, auf die Wundphase abgestimmte Versorgung, die der Arzt oder die Wundexpertin festlegt. Unpassende Salben können die Wundheilung sogar stören oder die Beurteilung der Wunde erschweren.
Was darf man bei Wunden auf keinen Fall tun?
Bei einem Ulcus cruris oder jeder anderen chronischen Wunde gibt es einige klare Don’ts:
- Wunde nicht selbst mit Hausmitteln behandeln (z. B. Puder, Mehl, unkontrollierte Desinfektionsmittel)
- Verband nicht eigenmächtig wechseln oder ganz weglassen
- Wunde nicht trocken verbinden, wenn feuchte Wundheilung empfohlen ist
- Kompressionstherapie nicht ohne ärztliche Rücksprache abbrechen
- Warnzeichen einer Infektion nicht ignorieren
Was ist der Unterschied zwischen Ulcus cruris arteriosum und venosum?
Beim Ulcus cruris venosum ist eine Venenschwäche die Ursache: Das Blut staut sich im Bein, die Wunde liegt oft im Bereich des Innenknöchels und das Bein ist häufig geschwollen. Beim Ulcus cruris arteriosum sind verengte Arterien die Ursache, das Gewebe wird zu wenig durchblutet. Diese Wunden liegen oft an Zehen, Ferse oder Schienbein und schmerzen häufig stark. Die Unterscheidung ist wichtig, denn Kompression gehört zur Behandlung venöser Geschwüre, kann bei arteriellen Durchblutungsstörungen aber schaden. Sie gehört daher in ärztliche Hände.
Welche Wundauflage bei Ulcus cruris venosum?
Eine einzelne beste Wundauflage gibt es nicht. Die Wahl richtet sich nach Wundzustand, Sekretmenge und Belägen. Bei viel Wundsekret kommen zum Beispiel Schaumstoffverbände oder Alginate infrage, bei wenig Sekret eher Hydrokolloid- oder Hydrogelauflagen. Die Auflage ersetzt dabei nicht die Kompressionstherapie. Welche Versorgung passt, legt deine Praxis oder dein Wundteam fest.
Wann zum Arzt?
Ein Ulcus cruris gehört grundsätzlich in ärztliche beziehungsweise fachpflegerische Behandlung. Bestimmte Anzeichen sollten dich zusätzlich und zeitnah zum Arzt oder in eine Notaufnahme führen:
- Die Rötung um die Wunde breitet sich sichtbar aus
- Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl treten auf
- Eiter oder ein unangenehmer Geruch aus der Wunde
- Die Wunde wird nach zwei bis vier Wochen Behandlung nicht kleiner
- Starke, zunehmende Schmerzen im Wundbereich
- Taubheitsgefühl oder plötzliche Verfärbung des Beins
Sprich mit deinem Arzt
Ein Ulcus cruris sollte immer ärztlich oder durch spezialisierte Wundexpert:innen begleitet werden, da die Ursache der Durchblutungsstörung mitbehandelt werden muss. Sprich offen an, welche Behandlungsoptionen für dich infrage kommen.
Das reicht von Kompressionstherapie über moderne Wundauflagen und operative Venenverfahren bis hin zu ergänzenden Verfahren wie der ärztlich angewendeten Kaltplasmatherapie. Nur so lässt sich ein individueller, auf deine Situation abgestimmter Behandlungsplan erstellen. Weitere allgemeine Hinweise zum Umgang mit chronischen Wunden findest du auch auf gesund.bund.de, dem Gesundheitsportal der Bundesregierung.
Zuletzt aktualisiert: November 2026
Quellen und weiterführende Informationen
Dieser Ratgeber stützt sich auf die folgenden Fachquellen und wird vor der Veröffentlichung fachlich geprüft.
Häufige Fragen
Ist eine Hautverpflanzung bei einem offenen Bein möglich?
Ja, bei großflächigen oder schwer heilenden Wunden kann eine Hauttransplantation vom Oberschenkel helfen, die Wunde schneller zu verschließen. Die Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Wie wird Ulcus cruris behandelt?
Grundlage ist die Behandlung der Ursache, meist mit Kompressionstherapie, kombiniert mit phasengerechter, feuchter Wundversorgung. In Einzelfällen kommen operative Venenverfahren oder ergänzende Verfahren wie ärztliche Kaltplasmatherapie infrage.
Welche Symptome deuten auf ein Ulcus cruris hin?
Typisch sind schwere Beine, Schwellungen, bräunliche Hautverfärbung am Knöchel und schließlich eine offene, oft nässende Wunde. Bei arterieller Ursache kommen kühle Haut und starke Schmerzen hinzu.
Wie wird ein Ulcus cruris diagnostiziert?
Neben der körperlichen Untersuchung gehören Doppler- und Duplexsonografie der Gefäße sowie die Messung des Knöchel-Arm-Index dazu, um venöse von arteriellen Ursachen zu unterscheiden.
Darf ich mit einem Ulcus cruris duschen?
Mit einem wasserdichten Verband ist Duschen meist möglich. Vorher solltest du die Wunde entsprechend schützen und im Zweifel die Pflegefachkraft oder Arztpraxis fragen.
Wie lange braucht ein Ulcus zum Heilen?
Die Heilungsdauer reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten, bei einem Teil der Betroffenen auch länger als ein Jahr, abhängig von Wundgröße, Durchblutung und Begleiterkrankungen wie Diabetes.
Kann man Wund- und Heilsalbe auf offene Wunden machen?
Bei einem Ulcus cruris sollte keine normale Wund- und Heilsalbe eigenmächtig verwendet werden. Die Wunde braucht eine speziell abgestimmte, ärztlich festgelegte Versorgung.
Wie oft Verbandswechsel bei Ulcus cruris?
Das hängt von der Wundauflage und der Sekretmenge ab und reicht von täglich bis alle drei bis sieben Tage. Die genaue Häufigkeit legt die behandelnde Fachperson fest.
Was darf man bei Wunden auf keinen Fall tun?
Keine Hausmittel anwenden, den Verband nicht eigenmächtig wechseln oder weglassen und Warnzeichen einer Infektion nicht ignorieren.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an Ärztin, Arzt oder Apotheke.

Fachlich geprüft von: Marco Fechner, PTA – ausgebildete Fachkraft aus der Apotheke · N1 Produktexperte
Zuletzt aktualisiert: 03.11.2026
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