Mückenschutz für Babys & Kinder

Der richtige Mückenschutz für Babys und Kleinkinder

Egal ob Zuhause oder im Urlaub: Laue Sommerabende könnten richtig schön sein, wenn da nicht die summenden und brummenden Mücken wären. Erwachsene können sich noch selbst ganz gut vor den piksenden Insekten schützen. Anders sieht es bei Babys und Kleinkindern aus: Sie sind den Plagegeistern restlos ausgeliefert. Für die kleinsten der Kleinen sind die Stiche besonders unangenehm, die nicht nur jucken, sondern auch Schmerzen verursachen. Als Eltern möchte man da natürlich schnelle Hilfe parat haben und zukünftigen Stichen vorbeugen. Erfahre hier, welcher Mückenschutz für Babys und Kinder empfehlenswert ist, wie du Insektenstiche behandelst, wann du mit deinem Kind zum Arzt gehen solltest und was du tun kannst, damit es erst gar nicht zu Mückenstichen kommt.

Ich liebe den Sommer, du auch? Das Einzige, was ich nicht an dieser Jahreszeit mag, sind die Mücken, die gerne im Kinderzimmer meiner Tochter Verstecken spielen und voller Tatendrang mit ihrem Summen auf Blutsauger-Tour gehen. Aus diesem Grund ist vor allem im Sommer passender Insektenschutz zur Vorbeugung von Stichen ratsam – egal ob für das heimische Gefilde oder wenn du mit der Familie auf Reisen gehst. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, siehe auch die Mückenschutz Baby-Checkliste am Ende dieses Textes. Denn ob Sprays, Gele, ätherische Öle oder Moskitonetze – die Auswahl zum Thema ist vielfältig. Mückenschutzmittel zum Auftragen auf die Haut – sogenannte Repellentien oder Insektizide – sind die beliebtesten Produkte um Mückenstiche vorzubeugen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Mückenschutz bei Babys sowie kleinen Kindern mit Bedacht ausgewählt werden muss und auch nicht jedes Mückenspray Kinder und Erwachsene zuverlässig mit einem x-beliebigen Wirkstoff schützt.
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Sprays gegen Mücken für Kleinkinder ab 2 Jahren

Du suchst als Eltern nach einer effektiven Methode, um deine Kleinkinder gegen Stiche zu schützen? Dann solltest du zu Mückenschutzmitteln speziell für Kinder greifen. Sie halten Stechmücken durch bestimmte Duftstoffe ab. Gerade bei wenigen Monaten alten Kindern ist hier aber besonders große Vorsicht geboten – die Mittel, die man bei größeren Kindern und Erwachsenen auf die Haut anwenden kann, sind für kleine Kinder unter 2 Jahren meistens nicht geeignet.

Grund sind die Inhaltsstoffe, die ich dir gleich noch detailliert vorstelle: Die zarte Babyhaut und die Atemwege der Kleinen nehmen die Schadstoffe in den Repellentien intensiver auf als die von Erwachsenen. Die Wirkstoffe reizen die empfindlichen Schleimhäute und können sogar zu Atemproblemen führen sowie Allergien auslösen.


Daher wird grundsätzlich empfohlen, Mückenschutz nicht im ersten Lebensjahr und am besten nicht unter zwei Jahren anzuwenden. Wichtig ist, dass das Schutzmittel gegen Insektenstiche ausdrücklich für Kinder im entsprechenden Alter geeignet sein muss. Ein Familien-Spray für alle ist hier keine gute Wahl. Denn Insektenschutzmittel für kleine Kinder haben eine geringere Wirkstoffkonzentration als Mittel für Erwachsene.

Mückenschutz bei Babys und Kleinkindern: Welche Wirkstoffe schützen?

Zu den beliebtesten Repellents zum Thema "Insektenschutz" zählen folgende Wirkstoffe, die ich dir mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellen möchte:

Diethyltoluamid (DEET)
Laut Studien gehört Diethyltoluamid, auch bekannt als DEET, zu den effektivsten Mitteln gegen Mücken. Im Vergleich zu anderen Insektenschutzmitteln hat DEET die längste Wirkdauer – übrigens auch gegen Zecken, Bremsen und Flöhe. Nun aber das große ABER: Es ist umstritten, ab welchem Alter man diese Mückenschutzmittel einsetzen darf. Einige Experten sagen ab 2 Jahren, andere ab 3 Jahren – und einige Hersteller verwiesen auf eine Altersempfehlung ab 8 Jahren. Fakt ist, dass DEET nicht für Babys geeignet ist. Auf Grund dieser Unstimmigkeiten sollten DEET-haltige Produkte bei Babys und Kleinkindern nicht angewendet werden. Auch sollte während einer Schwangerschaft auf diesen Wirkstoff verzichtet werden. Dasselbe gilt für stillende Frauen.

Icaridin
Icaridin soll ähnlich effektiv wie DEET vor Stechmücken schützen, ist aber nicht so aggressiv, da es weniger über die Haut des Kindes in den Organismus aufgenommen wird. Es ist gut verträglich und deutlich sanfter zur Kinderhaut. Der Wirkstoff ist bereits für Kinder ab 2 Jahren geeignet. Es gibt auch Hersteller, die mit einem geringen Anteil an Icaridin werben, so dass die Mittel bereits für Babys ab 6 Monaten genutzt werden dürfen. Auch schwangere Frauen und stillende Mütter nach der Geburt dürfen Icaridin-haltige Produkte anwenden.

Ethyl-Butylacetylaminopropionate (EBAAP)
Dieser Wirkstoff wird bereits für Kinder ab 1 Jahr empfohlen. Laut Hersteller kann er aber auch schon bei Babys ab 2 Monaten benutzt werden – somit ist dieser Wirkstoff eine Mückenschutz-Baby-Empfehlung. On top wird EBAAP bereits seit über 20 Jahren verwendet – ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Einziger Nachteil: Die Wirksamkeit ist mit rund 4 bis 6 Stunden relativ kurz.
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Pflanzliche Mittel als Mückenschutz für Babys und Kleinkinder

 

Für Eltern liegen Wohlbefinden und Gesundheit ihres Sprösslings an erster Stelle – und somit auch der Schutz vor Insekten, wie Mücken. Wer auf synthetische Inhaltsstoffe lieber verzichten möchte, sollte sich der Natur widmen.

Auch wenn die Wirkung von pflanzlichen Alternativen zum Schutz vor Mücken und Insekten nicht eindeutig belegt ist, sind sie für viele Eltern eine willkommene Option. Nachfolgend findest du eine Übersicht pflanzlicher Alternativen, die du zum Schutz vor Insektenstichen und möglichen daraus resultierenden Krankheiten für dein Kind verwenden kannst:



Ätherische Öle

 

Ätherische Öle, wie Citronella, Teebaumöl, Lavendel oder Nelken sorgen für eine starke mückenvertreibende Duftnote. Jedoch können diese Öle für empfindliche Babys zu aggressiv sein. Laut Stiftung Warentest sind sie sogar unwirksam. Generell solltest du beachten, dass Öle meistens nur eine kurze Wirkdauer von etwa 1 bis 3 Stunden haben. Möchtest du trotzdem die Öle als Mückenschutz bei deinem Kind ausprobieren, stelle in der Nähe des Bettchens eine kleine Wasserschale mit ein paar Tropfen des ätherischen Öls auf.



Pflanzen

 

Stelle bestimmte Pflanzen, wie Eukalyptus, Katzenminze oder Tomatenpflanzen, ins Kinderzimmer oder auf die Fensterbank. Der Duft soll Mücken vertreiben.


Kokosöl

Kokosöl enthält Laurinsäure und dieser wird eine insektenabwehrende Wirkung nachgesagt. Kokosöl ist dabei sehr hautfreundlich und kann schon bei Babys angewendet werden.

Fazit Mückenschutzmittel fürs Baby und Kleinkind

Egal ob du ein chemisches Repellentien oder ein pflanzliches Mittel für Kinder wählst, taste dich anfangs vorsichtig heran. Jeder Körper verträgt die Inhaltsstoffe anders. Bist du bei der Anwendung unsicher, halte vorab am besten Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Praktische Mückenschutz-Alternativen

Jetzt hast du schon einige Möglichkeiten zum Schutz vor Insekten für Babys und Kleinkinder kennengelernt. Aber gibt es noch mehr Möglichkeiten sich vor Insektenstichen zu schützen? Ja! Denn Mücken orientieren sich hauptsächlich am Geruch. Unser Körpergeruch und das von uns ausgeatmete Kohlendioxid weisen den Mücken den Weg. Damit der Weg in eine Sackgasse für die Insekten führt und du dein Kind nicht sofort mit Insektenschutzmitteln einsprühen oder einreiben musst, kannst du auch noch die nachfolgenden praktischen Alternativen ausprobieren. Diese lassen sich ebenfalls super kombinieren. 



Moskitonetz

 

Gerade nachts, wenn dein Baby oder Kleinkind ruhig schlummert, freuen sich die Mücken auf Piks-Tour zu gehen. Aus diesem Grund kann ein Moskitonetz über dem Bettchen eine einfache Lösung sein, um die Mücken von der zarten Kinderhaut fernzuhalten.



Insektenschutzgitter

 

Gerade wenn es abends ans Lüften geht, kommen gerne Mücken durch weit geöffnete Fenster oder Türen ins warme Haus. Um den ungebetenen Gäste erst gar keinen Eintritt zu gewähren, eignen sich Insektenschutzgitter, die du an Fenstern und Türen anbringen kannst.



Ventilator und Klimaanlage

 

Spiele doch einmal bisschen Katz und Maus mit den Mücken und verwirre sie. Wie das gelingt? Durch ausreichende Luftzirkulation. Ein Ventilator, der vom Bettchen deines kleinen Schatzes weggedreht ist, kann eine zusätzliche Insektenschutz-Option sein.

Falls du daheim – oder im Urlaub – eine Klimaanlage hast, schalte sie vorm Schlafengehen noch einmal an. Die kühle und trockene Luft macht die Mücken faul, da sie es lieber heiß und feucht mögen.


Auf die richtige Kleidung kommt es an

Neben den vorgestellten Alternativen ist ebenso die Kleidung ein wichtiges Thema beim Insektenschutz. Auch wenn dein Kind Farben wie pink oder dunkelblau bei Shirts, Hosen und Kleidern liebt, nehme während der Mückensaison lieber Abstand von diesen Tönen, denn von greller, dunkler und gemusterter Kleidung ist abzuraten – diese lockt die Mücken besonders an.

Empfehlenswerter ist helle und luftige Kleidung für Kinder, die Arme und Beine locker bedeckt. Kleidung aus leichten Baumwoll- oder Leinenstoffen sind für warme Sommerabende oder Nachmittag am See oder im Garten perfekt und können vor Stichen schützen.

Und nicht vergessen: Ein Sommerhut schützt nicht nur den Kopf deines Babys oder Kleinkindes vor der Sonne, sondern auch vor Mücken und Insektenstiche.

Mückenschutz für Babys in den Tropen

Fernreisen sind per se aufregend – mit einem Baby in den Tropen um so mehr. Den Mückenschutz-Produkten sollte dabei ganz besonders viel Beachtung geschenkt werden, denn in fernen Ländern können Mücken und ihre Stiche Krankheiten wie Malaria und Dengue Fieber übertragen.

Selbst wenn du bei deinem Baby lieber auf Mückenschutzmittel verzichtest, so packe als Notfall gegen die tropischen Moskitos ein geeignetes und altersgerechtes Mittel mit Icaridin (teilweise ab 6 Monaten geeignet) oder mit dem Wirkstoff EBAAP ein.

Kleiner Tipp: Bevor du in die Tropen mit deinem Baby reist, solltest du dich unbedingt vom Kinderarzt oder einem Tropenmediziner professionell beraten lassen.

Auch ist ein Moskitonetz fürs Babybett oder den Kinderwagen praktisch: Es lässt sich platzsparend im Koffer verstauen und bietet vor jeglichen Insekten optimalen Schutz rund um die Uhr.


Diese Mückenschutz-Maßnahmen bei Kindern besser nicht anwenden

Vielleicht hast du schon mal etwas von Mückensteckern oder Rauchspiralen als Mückenschutz gehört? Beides ist äußerst schädlich für die Kleinen. Das Einatmen des Rauches aus Rauchspiralen und die synthetischen Stoffe der Mückenstecker sind nämlich nichts für die noch jungen und sensiblen Lungen der Kleinen. Ergebnisse zeigen sogar, dass sie ernsthafte gesundheitliche Schäden hervorrufen können und in Kinderzimmern absolut nichts zu suchen haben.

Wie sehen Mückenstiche bei Babys und Kleinkindern aus?

So unfair es ist: Stechmücken beißen zum großen Teil unbemerkt zu. Das Ergebnis ihrer blutsaugenden Arbeit wird erst auf der Haut sicht- und vor allem fühlbar, wenn die Insekten die Kinder schon wieder verlassen haben. Zu den klassischen Symptomen eines Mückenstiches gehören einzelne rötliche, geschwollene Punkte, Juckreiz sowie leichte Schmerzen an der Einstichstelle. Dabei ist oftmals der Juckreiz das schlimmste für Babys und Kleinkinder.

Wenn das Baby oder Kleinkind von einer Mücke gestochen wird

Wie du erfahren hast, solltest du dein Baby am besten gar nicht mit einem Insektenschutz Mittel einreiben oder -sprühen. Deswegen auch kein Wunder, wenn sich Eltern fragen, wie sie nun handeln sollen, wenn das Baby von einer Mücke gestochen wurde. Erst mal keine Panik: Mückenstiche sind in der Regel harmlos. Die Rötung kann zwar etwas länger anhalten als bei Erwachsenen, stellt aber nur ein optisches Problem dar. Achte am besten darauf, dass die Fingernägel deines Babys schön kurz sind, damit das Kind den Stich nicht aufkratzt.

Kühlung gegen den Juckreiz

Gegen den Juckreiz kannst du die Stelle vorsichtig kühlen. Hierfür eigenen sich Kühl-Akkus oder -Pads aus dem Kühlschrank, Getränkedosen oder -flaschen, die du auf die Einstichstelle halten kannst. Goldene Regel: Lege immer ein dünnes Handtuch zwischen den Gegenstand und die zarte und empfindliche Haut deines Kindes.

Quark gegen den Juckreiz

Ebenfalls kann auch kalter Quark Linderung bieten. Betupfe den Stich mit dem Quark vorsichtig. Bedenke aber, dass es bei kleinen Kindern schnell eine Sauerei ergeben kann und du angetrocknete Quarkreste noch Wochen später an Wänden und Türen findest.

Weitere Hausmittel gegen den Juckreiz

Als Hausmittel kannst du auch Spitzwegerich gegen Mückenstiche einsetzen. Dazu einige Blätter pflücken und zwischen den Fingern zerreiben. Gebe den Saft dann auf die Einstichstelle. Auch altbewährte entzündungshemmende Hausmittel gegen Mückenstiche, wie Zwiebeln oder Zitronen, können helfen, da sie angenehm kühlen und den Juckreiz lindern.

Mückenstiche beim Baby – Wann zum Arzt?

Du kennst dein Baby am besten. Wenn du ein ungutes Gefühl nach dem Auftreten des Stiches hast und die Schwellung oder Rötung sich schnell ausbreitet, vereinbarst du am besten kurzfristig einen Termin beim Kinderarzt. Achtung: Dies gilt besonders, falls dein Baby mit Fieber auf den Mückenstich reagiert.


Mückenschutz Baby: Deine Checkliste und Fazit

Während der Mückenzeit kannst du und deine Familie diese Mückenschutz Baby-Checkliste als kleine Stütze verwenden:
- Prüfe Insektenschutzmittel immer auf Wirkstoffe, da viele Mittel erst ab 2 Jahren geeignet sind. Der Wirkstoff DEET ist für dein Baby tabu.
- Verwende Moskitonetze fürs Bettchen und ggf. für den Kinderwagen.
- Bringe Insektenschutzgitter an Fenster und Türen an.
- Wähle für dein Baby helle, dicht gewebte, langärmelige und weite Kleidung.
- Vermeide Aufenthalte im Freien bei Dämmerung.
- Schalte immer das Licht aus, wenn Fenster geöffnet sind.

Wie du jetzt weißt, kannst du dein Kind auf verschiedene Arten vor Mücken schützen. Wie heißt es so schön: Probieren geht über Studieren. Mit etwas Geduld wirst du das passende Produkt für dein Baby und Kleinkind finden, damit ihr zusammen den Sommer und euren nächsten Urlaub ohne 1.001 juckende Mückenstiche genießen könnt.