Warzen am Körper

Warzen am Körper: alles, was du über die gutartige Hautwucherung wissen musst

Warzen am Körper ist die umgangssprachliche Bezeichnung für gutartige, virusbedingte Hautwucherungen, die an Händen, Füßen, im Gesicht oder am Hals auftreten und meist harmlos, aber optisch störend sind.

Die gute Nachricht zuerst: aus medizinischer Sicht sind Warzen am Körper in der Regel vollkommen unbedenklich. Optisch werden sie von Betroffenen jedoch häufig als störender Makel empfunden. In diesem Artikel klären wir dich über die verschiedenen Warzenformen und die effektivsten Behandlungsmöglichkeiten auf. Außerdem geben wir dir wertvolle Tipps rund um das Thema Vorbeugen von Warzen. Wenn speziell dein Gesicht betroffen ist, findest du vertiefende Informationen in unserem Artikel zu Warzen im Gesicht.

Was sind Warzen?

Warzen (Verrucae) sind gutartige Wucherungen der Haut, die an unterschiedlichen Körperstellen auftreten können. Sie gelten zwar als ungefährlich, können je nach Art und Wachstumsstadium jedoch zu Schmerzen führen. Einen allgemeinen Überblick über die Hauterkrankung bietet dir auch unser Grundlagenartikel zu Warzen.

Warzen am Körper sind unter Menschen aller Altersklassen weit verbreitet. Studien zufolge sind etwa 33% aller Kinder und Jugendlichen von den Hautwucherungen betroffen. Erwachsene sind weitaus seltener betroffen. Bei ihnen liegt der Anteil zwischen 3 und 5%.

Ursachen: so entstehen Warzen am Körper

Warzen am Körper werden durch sogenannte Humane Papillomaviren, kurz HPV verursacht. Der Wissenschaft sind bislang 200 verschiedene Virustypen bekannt. Die überwiegenden Formen sind ungefährlich. Insbesondere die Varianten, die für die Entstehung von Warzen verantwortlich sind.

Die Viren werden über direkten Hautkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Sie dringen durch trockene, verletzte oder rissige Haut in den Körper ein und verursachen die kleinen, gutartigen Hautwucherungen. Je nach Virenart und Stelle können sich unterschiedliche Warzentypen bilden. Die häufigsten haben wir dir in diesem Artikel aufgelistet.

Ursachen: so entstehen Warzen – Warzen am Körper

HPV Viren sind für die Warzenbildung verantwortlich

Übertragungswege von Warzen: hier lauert Ansteckungsgefahr

Warzen am Körper sind hochansteckend, übertragen sich jedoch nicht zwangsläufig. Faktoren wie ein geschwächtes Immunsystem und eine geschädigte Hautbarriere spielen eine entscheidende Rolle in der Infektionskette.

Direkter Hautkontakt, beispielsweise beim Händeschütteln oder Umarmen, kann zu einer Übertragung der Viruswarzen führen. Gemeinsam genutzte Gegenstände wie Handtücher oder Türklinken bergen ebenfalls ein Risiko. Die Viren können auf Oberflächen bis zu 7 Tage überleben. Achte deshalb auf regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife. Trockne deine Hände danach gründlich ab.

Ein hohes Ansteckungsrisiko besteht auch in öffentlichen Bereichen wie Schwimmbädern, Saunalandschaften oder Hotels. Um dem vorzubeugen, solltest du niemals auf Badelatschen oder Hausschuhe verzichten.

Gewöhnliche Warzen: die häufigsten Warzenarten

Gewöhnliche Warzen: die häufigsten Warzenarten – Warzen am Körper

Warzen am Körper lassen sich in mehrere Typen unterteilen, die sich in Aussehen, Lage und Beschwerdebild unterscheiden:

  • Mosaikwarzen: flache, ineinander verschmelzende Warzenbeete an der Fußsohle, meist schmerzfrei

  • Stachelwarzen: blumenkohlartige Warzen an Fingern, Füßen und im Gesicht

  • Dornwarzen: nach innen wachsende Warzen an den Füßen, oft schmerzhaft beim Gehen

  • Flachwarzen: kaum erhabene, kleine Warzen an Gesicht und Händen

  • Pinselwarzen: faden- oder zapfenförmige Warzen an Hals, Augenlidern oder Mund

Mosaikwarzen

Mosaikwarzen formen sogenannte Warzenbeete. Nebeneinander wachsende Plantarwarzen „verschmelzen“ ineinander. Sie sind sehr flach und erinnern optisch an ein Mosaik. Schmerzen verursachen sie in der Regel keine. Sie treten ausschließlich an der Fußsohle auf. Mehr zu dieser Warzenart findest du in unserem Artikel über Warzen am Fuß.

Mosaikwarzen – Warzen am Körper

Stachelwarzen

Optisch erinnert die Stachelwarze an einen Blumenkohl. Sie treten an den Fingern, Füßen und im Gesicht auf. Aus medizinischer Sicht ist eine Behandlung erst dann nötig, wenn der nach innen wachsende „Stachel“ der Warze Schmerzen verursacht. Bei den meisten Entfernungen handelt es sich um kosmetische Eingriffe.

Stachelwarzen – Warzen am Körper

Dornwarzen

Dornwarzen treten ausschließlich an den Füßen auf. Dementsprechend kann es vorkommen, dass sie beim Gehen als schmerzhaft empfunden werden. Durch den ständigen Druck wächst die Dornwarze nach innen in das Gewebe hinein. Die kleinen dunklen Punkte am Kopf der Warze sind kein Grund zur Sorge. Es handelt sich dabei um winzige Einblutungen.

Dornwarzen – Warzen am Körper

Flachwarzen im Gesicht und an den Händen

Flachwarzen, auch Planwarzen genannt, sind kaum erhaben und dank ihrer Farbe meist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Sie können bis zu fünf Millimeter groß werden. Flachwarzen im Gesicht befallen bevorzugt Wangen und Stirn, während sie an den Händen meist auf dem Handrücken auftreten.

Flachwarzen – Warzen am Körper

Pinselwarzen

Pinselwarzen sind faden- oder zapfenförmig. Sie treten vermehrt am Hals, an Augenlidern oder am Mund auf. Sie sind weiß bis rosa und verfügen über braune Spitzen. Sie werden auch als Stielwarzen bezeichnet. Kleine Warzen am Hals in Form solcher Pinselwarzen sind meist harmlos, werden aber häufig als störend empfunden, weil sie an Kragen oder Schmuck hängenbleiben können.

Woher kommen kleine Warzen am Hals und am Körper?

Kleine Warzen am Hals und am restlichen Körper entstehen meist durch HPV-Viren, die über winzige Hautverletzungen eindringen. Besonders an Hautfalten und Stellen mit Reibung, etwa am Hals durch Kleidung oder Schmuck, finden die Viren gute Eindringstellen. Auch an anderen Körperstellen begünstigen kleine Mikroverletzungen die Entstehung kleiner Warzen am Körper.

Ausnahme Dellwarze: das macht sie so besonders

Dellwarzen werden auch als Schwimmbadwarzen bezeichnet. Der Begriff „Warze“ ist hier jedoch irreführend. Denn es handelt sich nicht um eine Warze, die durch HPV Viren ausgelöst wird. Dellwarzen werden durch Pockenviren, den sogenannten Mollusca-contagiosa-Viren, ausgelöst. Der Wissenschaft sind bislang 4 MCV Viren bekannt.

Sehr häufig sind Kinder und Jugendliche von dieser Hautkrankheit betroffen. Personen, die unter Neurodermitis leiden, sind anfälliger für eine Infektion mit Dellwarzen.

Sie werden auch als „Schwimmbadwarzen“ bezeichnet, weil die Ansteckungsgefahr in Schwimmbädern als besonders hoch gilt. Die Viren fühlen sich in der feucht-warmen Umgebung wohl und überleben auf Oberflächen sehr lange. Die aufgeweichte und durchlässige Haut ermöglicht den Viren ein unkompliziertes Eindringen in den Körper.

Behandelt werden Dellwarzen bei Kindern vorzugsweise mit einer Vitamin-A-Säure-Lösung. Die Behandlung ist nicht schmerzhaft und in der Regel innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen.

Ausnahme Dellwarze: das macht sie so besonders – Warzen am Körper

Schwimmbadwarzen betreffen vor allem Kinder und Jugendliche.

Symptome von Warzen: so erkennst du sie

Warzen am Körper treten überwiegend ohne Symptome auf und werden deshalb oft erst spät oder gar nicht bemerkt. Einige Auffälligkeiten können dir jedoch Hinweise darauf geben, dass du unter einer Warze leidest. Dazu zählen:

  • Juckreiz

  • Druckgefühl

  • Spannungsgefühl

  • Schmerzen an der Fußsohle

An diesen Körperstellen treten Warzen am häufigsten auf

Warzen am Körper treten häufig im Gesicht, an den Händen und den Füßen auf. Grundsätzlich können Warzen aber überall am Körper auftreten.

Je nach Stelle können die Wucherungen zu Problemen führen, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen. Warzen, die an den Fußsohlen wachsen, können beispielsweise Schmerzen beim Auftreten verursachen, wenn die Warze bereits tief in das Gewebe eingedrungen ist. Spätestens dann sollte die Warze entfernt werden, da es aufgrund einer Schonhaltung zu einer dauerhaften Veränderung in Gang und Haltung kommen kann.

Hautwucherungen im Alter: Alterswarzen und ihre Besonderheiten

Hautwucherungen im Alter, sogenannte Alterswarzen, entstehen circa ab dem 40. Lebensjahr und sind trotz des Namens keine klassischen Warzen am Körper. Sie treten bevorzugt im Gesicht, am Oberkörper und an der Oberseite der Arme auf.

Diese Hautwucherungen werden nicht durch Viren ausgelöst. Es handelt sich um altersbedingte Veränderungen der Haut, die durch vermehrte Hornhautbildung entstehen. Im Gegensatz zu echten Warzen am Körper sind Alterswarzen nicht ansteckend.

Die Therapie ist dieselbe wie bei herkömmlichen Warzen. Zwar verursachen Alterswarzen keinerlei Schmerzen, sie können jedoch als ästhetische Einschränkung wahrgenommen werden. Kosmetische Eingriffe müssen in der Regel selbst bezahlt werden.

Bitte versuche niemals, eine Warze auf eigene Faust zu entfernen. Dies kann zu Verletzungen und Infektionen führen und außerdem unschönes Narbengewebe zur Folge haben. Wir erläutern dir in diesem Artikel schonende und effektive Methoden, mit denen du Warzen am Körper entfernen lassen kannst.

So unterscheidest du zwischen Warze und Hühnerauge

Einige Hautwucherungen sind für Laien auf den ersten Blick schwer voneinander zu unterscheiden. Da Warzen am Körper in unterschiedlicher Größe, Farbe und Beschaffenheit auftreten können, sind sich Betroffene oft nicht sicher, ob es sich bei der Wucherung um ein gutartiges Geschwulst handelt. Besonders dann, wenn die Füße betroffen sind, werden Warzen gerne mit Hühneraugen verwechselt. Doch worin besteht der Unterschied?

Hühneraugen werden nicht vom Papillomavirus ausgelöst. Sie entstehen durch regelmäßigen Druck und Reibung, beispielsweise durch zu enge Schuhe. Menschen, die wiederholt mit Hühneraugen zu kämpfen haben, leiden möglicherweise unter einer Fußfehlstellung. Aufklärung darüber kann eine orthopädische Untersuchung geben.

Die Oberfläche eines Hühnerauges ist glatt und gelblich. Anders als bei einer Warze finden sich im „Kern“ keine dunklen Einblutungen. Diese sind übrigens ganz normal und kein Grund zur Sorge.

Die Therapie von Hühneraugen erfolgt mit aufweichenden Mitteln wie Urea oder Salicylsäure.

Feigwarzen: wo am Körper treten sie auf?

Feigwarzen, auch Genitalwarzen genannt, treten hauptsächlich im Genital- und Analbereich auf, können aber auch an Feigwarzen Hände oder im Mundraum vorkommen, wenn der Kontakt mit dem Virus dort stattgefunden hat. Sie zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Hautveränderungen und unterscheiden sich damit deutlich von gewöhnlichen Warzen am Körper.

Ausgelöst werden diese Warzen durch eine spezielle Form der HPV Viren. Für den Großteil der Betroffenen sind Feigwarzen ungefährlich. Der Körper kann auch ohne eine Behandlung mit ihnen klarkommen. Solltest du jedoch feststellen, dass du dich mit dieser sexuell übertragbaren Krankheit infiziert hast, ist eine Untersuchung immer der beste Weg. Sie schafft Klarheit und dein Arzt oder deine Ärztin kann dich über die Behandlungsmöglichkeiten aufklären.

Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben, leiden unter einem erhöhten Risiko, sich bei ungeschütztem Sex mit Feigwarzen zu infizieren.

Warzen am After: was hilft wirklich?

Warzen am After sollten grundsätzlich ärztlich untersucht werden, da sie mit Feigwarzen verwechselt werden können und eine fachgerechte Diagnose wichtig ist. Hausmittel werden bei Warzen am After häufig gesucht, sind jedoch an dieser empfindlichen und schwer einsehbaren Körperstelle nicht empfehlenswert, da sie zu Reizungen oder Verletzungen führen können. Suche bei Warzen am After immer eine Arztpraxis auf, um die passende Behandlung zu besprechen.

Sind Warzen in der Schwangerschaft gefährlich?

Eine Warze in der Schwangerschaft ist in den meisten Fällen genauso harmlos wie außerhalb dieser Zeit, sollte aber trotzdem ärztlich abgeklärt werden. Durch hormonelle Veränderungen kann das Immunsystem in der Schwangerschaft anders reagieren, wodurch Warzen am Körper schneller entstehen oder wachsen können. Bei Feigwarzen in der Schwangerschaft ist eine ärztliche Begleitung besonders wichtig, da hier individuell über die Behandlung entschieden werden muss. Viele frei verkäufliche Warzenmittel sind während der Schwangerschaft nicht geeignet – sprich die Anwendung daher immer vorher mit deinem Arzt oder deiner Ärztin ab.

Risikofaktoren: diese Faktoren begünstigen Warzen am Körper

Grundsätzlich kann jeder Mensch jeden Alters von Warzen am Körper betroffen sein. Die Wahrscheinlichkeit ist in den frühen Lebensjahren deutlich höher, aber das bedeutet nicht, dass Erwachsene sich nicht mit Dornwarzen, Stachelwarzen und co. infizieren können. Folgende Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko, sich mit den gutartigen Hautwucherungen anzustecken:

  • Menschen, die Fleisch verarbeiten

  • Sportler:innen

  • Menschen, die mit Betroffenen in einem Haushalt leben

  • Menschen, die regelmäßig unter Stress leiden

  • Menschen, die unter Vorerkrankungen der Haut leiden

  • Menschen mit schwachem Immunsystem

  • Menschen, die unter Durchblutungsstörungen in Fingern und Zehen leiden

  • Menschen, die zu übermäßigem Schwitzen neigen

Risikofaktoren: diese Faktoren begünstigen Warzen – Warzen am Körper

Sportler und Sportlerinnen leiden häufiger unter Warzen

Risikofaktoren: diese Faktoren begünstigen Warzen – Warzen am Körper

Diagnose: der Dermatologe ist die erste Anlaufstelle

Dein Hautarzt oder deine Hautärztin kann dir am besten die Sorge vor einer möglicherweise bösartigen Hautkrankheit nehmen. Da Warzen am Körper in ihrer Erscheinungsform sehr wandelbar sind, kann es passieren, dass du dir nicht sicher bist, um was es sich bei kleinen Hautwucherungen handelt. Bevor du das Internet befragst, solltest du lieber einen Termin in einer dermatologischen Praxis ausmachen. Dort kannst du all deine Fragen stellen und wirst gründlich untersucht.

Plötzlich auftretende Hautveränderungen sollten grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen das frühzeitige Erkennen gut- oder bösartiger Hautwucherungen. Krankenkassen empfehlen, die Hautkrebsvorsorge ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre kostenlos durchführen zu lassen.

Warzen am Körper entfernen: Behandlungsmöglichkeiten im Überblick

Es gibt verschiedene Formen der Therapie, die je nach Warzenart und Ausprägung variieren können. Bemerkst du eine Warze früh genug, kannst du sie problemlos zuhause behandeln. Produkte aus der Apotheke zeigen bei frischen Warzen oft schon nach einer Anwendung die erwünschte Wirkung.

Wenn die Produkte zur Heimanwendung nicht anschlagen oder die Warze an einer empfindlichen Stelle sitzt, solltest du für eine Entfernung deinen Hautarzt oder deine Hautärztin aufsuchen. Auch, wenn du dir unsicher bist, ob es sich bei der Hautveränderung um eine Warze handelt, solltest du zur Sicherheit immer einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Die folgende Übersicht zeigt dir die gängigsten Methoden, um Warzen am Körper entfernen zu lassen:

MethodeAblaufDauer bis zum Ergebnis
Kryotherapie (Vereisen)Punktgenaue Kühlung auf ca. -110 GradWarze fällt nach ca. 14 Tagen ab
LaserbehandlungGezielte Erhitzung und Zerstörung des GewebesTeils mehrere Sitzungen nötig
Chirurgische EntfernungEntfernung mit Skalpell und Kürette unter BetäubungKontrolle nach ca. 4 Wochen
Tinktur mit MonochloressigsäureSchichtweises Abtragen der WarzeMehrere Anwendungen nötig
Hausmittel (z. B. Apfelessig)Regelmäßiges Auftragen zum AustrocknenWirkung meist nach ca. 5 Tagen sichtbar
Behandlungsmöglichkeiten von Warzen – Warzen am Körper

Bei der Kryotherapie werden Warzen bei -110 Grad vereist.

Kryotherapie: Warzen am Körper schmerzfrei vereisen

Das Vereisen von Warzen zählt zu den beliebtesten und effektivsten Methoden, um die störenden Wucherungen loszuwerden. Die Anwendung gibt es sowohl für den Heimgebrauch, als auch als eine in einer hautärztlichen Praxis durchgeführte Behandlung.

Mit Hilfe von flüssigem Stickstoff wird die Warze punktgenau auf -110 Grad heruntergekühlt. Das Vereisen hat eine Entzündungsreaktion zur Folge, die die Zellen schädigt. Diese sterben ab und werden vom alarmierten Immunsystem abtransportiert. Das in den Zellen befindliche HPV Virus wird auf diese Weise vom Körper „entsorgt“ und die Warze fällt nach circa 14 Tagen ab. Bei der Behandlung entstehen keine Narben. Sie ist für die Behandlung gewöhnlicher Warzen am Körper geeignet.

Kryotherapie: Warzen schmerzfrei vereisen – Warzen am Körper

Warzen lassen sich mit einem speziellen Laser restlos entfernen.

Laserbehandlung: die Haut punktuell behandeln

Bei der Laserbehandlung wird die Warze gezielt erhitzt. Das Gewebe wird, ähnlich dem Prozess des Vereisens, tiefenwirksam zerstört. Auf die Methode wird vor allem dann zurückgegriffen, wenn vorangegangene Entfernungsversuche keine Wirkung erzielt haben. Bei ausgeprägtem Warzenleiden oder tief verwurzelten Wucherungen kann eine Lasertherapie die besten Ergebnisse erzielen. Es ist jedoch möglich, dass die Behandlung wiederholt werden muss.

Bei dieser Methode kann es zu einer minimalen Narbenbildung kommen. Die Schmerzen werden von Patient:innen als moderat beschrieben. Wenn du sehr schmerzempfindlich bist, kannst du die betroffene Wucherung vor dem Eingriff betäuben lassen.

Laserbehandlung: die Haut punktuell behandeln – Warzen am Körper

Bei der operativen Entfernung handelt es sich um die sogenannte Kürettage.

Chirurgische Entfernung von Warzen

Die operative Entfernung einer Warze wird häufig in Kombination mit einer Vereisung oder einer Laserbehandlung angewendet. Der Dermatologe/die Dermatologin entfernt die Wucherung mit Hilfe eines Skalpells und eines speziellen „Löffels“ restlos aus der Haut. Vier Wochen nach dem kleinen Eingriff wird kontrolliert, ob das Wegschneiden ein Erfolg gewesen ist. Möglicherweise sind Viruszellen zurückgeblieben und es kommt zu einer Neubildung der Warze.

Die Behandlungsmethode empfiehlt sich zum Beispiel für Warzen, die trotz Therapie immer wieder ausbrechen. Da sie unter einer Betäubung erfolgt, ist sie schmerzlos. Es kann zu Blutungen und Narbenbildung kommen.

Chirurgische Entfernung von Warzen – Warzen am Körper

Zitronensaft gilt als hilfreiches Hausmittel gegen Warzen.

Homöopathie und Hausmittel gegen Warzen am Körper

Ein Hausmittel, das sich in der Eigenbehandlung von Warzen am Körper besonderer Beliebtheit erfreut, ist Apfelessig. Dieser soll dazu beitragen, dass die Warze bei regelmäßiger Anwendung austrocknet und schließlich von selbst abfällt. Aufgetragen wird der Essig mit Hilfe eines Wattepads. Die Wirkung sollte nach etwa fünf Tagen erkennbar sein.

Auf dieselbe Weise kannst du auch Teebaumöl, Zitronensaft oder Rizinusöl zur Behandlung der gutartigen Wucherungen nutzen.

Ein weiterer Tipp, der die Abheilung deiner Warze beschleunigen kann: verwende eine Bananenschale. Die in der Innenseite der Schale enthaltenen Enzyme weichen die verhornte Haut auf. Hierzu fixierst du einen passend zugeschnittenen Teil der Schale mit Hilfe eines Pflasters auf der Warze. Wiederhole den Vorgang über eine Woche jede Nacht.

Selbstbehandlung von Warzen am Körper: diese Produkte helfen

Warzen am Körper sind gutartige Hautwucherungen, die nicht immer einer ärztlichen Behandlung bedürfen. Gerade neue Warzen kannst du auch bequem zuhause behandeln. Dazu findest du verschiedene Produkte im Internet, der Drogerie und der Apotheke.

Lösungen mit Monochloressigsäure helfen dabei, Warzen effektiv zu behandeln. Der Inhaltsstoff sorgt dafür, dass die Warze Schicht für Schicht abgetragen wird. Korrekt von einem Erwachsenen aufgetragen ist das Betupfen schmerzfrei. Die Tinktur ist für gewöhnliche Warzen an Händen und Füßen bestimmt und für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Weitere Informationen zu diesem Wirkstoff findest du bei der n1 Warzen-Tinktur.

Für neue Warzen eignen sich Vereisungssets für zuhause. Die Warze wird punktgenau vereist und stirbt ab. Handelt es sich um ältere Warzen, muss die Behandlung wahrscheinlich wiederholt werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Für gewöhnliche Warzen an Händen und Füßen gibt es als Alternative ohne Vereisen die N1 Warzen Tinktur.

Warzen am Körper vorbeugen: so kannst du dich schützen

Warzen vorbeugen: so kannst du dich schützen – Warzen am Körper

Das Immunsystem lässt sich durch Obst und Gemüse effektiv stärken.

Warzen am Körper lassen sich nicht mit absoluter Sicherheit vermeiden, du kannst jedoch einige einfache Maßnahmen ergreifen, um einer Ansteckung vorzubeugen. Zum Beispiel solltest du darauf achten, Gegenstände wie Handtücher oder Socken nicht mit anderen Personen deines Haushaltes zu teilen.

Trage in öffentlichen Bereichen wie Hotels, Saunalandschaften oder Schwimmbädern immer Schuhe. Diese Schuhe solltest du regelmäßig reinigen und nicht zuhause tragen, denn an der Unterseite können Viren und Bakterien überleben.

Pflege deine Haut regelmäßig. Mit pflegenden Cremes beugst du trockenen und rissigen Stellen vor. Besonders in den kalten Monaten solltest du nicht vergessen, deine Hände und Füße einzucremen.

Stärke deine Immunabwehr. Je stärker dein körpereigenes Abwehrsystem gegen Viren ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass du dich mit HPV Viren infizierst. Achte auf deine Ernährung, baue regelmäßig Bewegung in deinen Alltag ein, verzichte auf Alkohol, Zigaretten und übermäßigen Stress. Das schützt nicht nur vor Warzen am Körper, sondern trägt allgemein zu einem gesünderen Lebensstil bei.

Häufige Fragen

Sind Warzen am Körper ansteckend?

Ja, Warzen am Körper werden durch HPV-Viren ausgelöst und können über direkten Hautkontakt oder gemeinsam genutzte Gegenstände übertragen werden, besonders bei geschwächter Hautbarriere.

Wie lange dauert es, bis eine Warze von selbst verschwindet?

Das kann je nach Warzenart und Immunsystem Wochen bis Jahre dauern. Viele Warzen bilden sich zwar irgendwann von selbst zurück, eine Behandlung beschleunigt den Prozess jedoch meist deutlich.

Kann ich eine Warze selbst aufstechen oder abschneiden?

Nein, davon wird abgeraten. Eigenständiges Entfernen kann Verletzungen, Infektionen und Narbenbildung verursachen. Nutze stattdessen geeignete Produkte oder lasse die Warze fachgerecht entfernen.

Sind Feigwarzen das Gleiche wie gewöhnliche Warzen am Körper?

Nein, Feigwarzen werden durch andere HPV-Typen ausgelöst, treten im Genital- und Analbereich auf und gelten als sexuell übertragbar, während gewöhnliche Warzen meist an Händen und Füßen entstehen.

Wann sollte ich wegen einer Warze zum Arzt gehen?

Bei Schmerzen, schnellem Wachstum, Blutungen, Unsicherheit über die Art der Hautveränderung oder Warzen an empfindlichen Stellen solltest du eine dermatologische Praxis aufsuchen.

Können Warzen in der Schwangerschaft anders behandelt werden müssen?

Ja, nicht alle Warzenmittel sind in der Schwangerschaft geeignet. Bei einer Warze in der Schwangerschaft solltest du die Behandlung daher immer vorher mit deinem Arzt oder deiner Ärztin abklären.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026