
Warzen
Warzen: hartnäckig, aber ungefährlich
Warzen sind gutartige, durch Viren ausgelöste Hautwucherungen, die an Händen, Füßen oder im Gesicht auftreten können und meist harmlos, aber hartnäckig sind. Verschiedene Warzenarten unterscheiden sich in Aussehen, Lage und Behandlungsbedarf deutlich voneinander.
Warzen sind für viele Menschen ein unschönes Thema. Ob an Hand, Fuß oder im Gesicht, sie können überall auftauchen. Die gutartigen Hautveränderungen sind zwar ungefährlich, jedoch stellen sie für Betroffene häufig ein ästhetisches Problem dar. Bestimmte Warzentypen können außerdem Schmerzen verursachen.
In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte rund ums Thema Warzen und was du gegen sie unternehmen kannst. Für gewöhnliche Warzen an Händen und Füßen gibt es als äußerliche Behandlungsoption die N1 Warzen Tinktur, ein Medizinprodukt mit Monochloressigsäure. Sie eignet sich ausschließlich für gewöhnliche Warzen an Händen und Füßen bei Erwachsenen und Kindern ab 4 Jahren – nicht für Warzen im Gesicht, Dornwarzen an der Fußsohle oder andere Sonderformen. Mehr zu diesen Abgrenzungen liest du weiter unten.

Lästige Hautwucherungen: was sind Warzen?
Im Laufe des Lebens ist so gut wie jeder Mensch mindestens einmal betroffen. Bevorzugt treten die kleinen Hautwucherungen im Gesicht, an den Händen und an den Füßen auf.
Sie erreichen eine Größe, die in etwa der einer Erbse entspricht. Die Oberfläche besteht aus harten, verhornten Hautzellen, die das darunterliegende weiche Gewebe schützen. Dieses besteht aus sogenannten Keratinozyten.
Kleine schwarze Punkte, die Betroffene manchmal darin entdecken, sind kein Grund zur Sorge. Was auf den ersten Blick an eine bösartige Verwachsung denken lässt, ist in Wirklichkeit nur eine punktuelle Einblutung. Diese entsteht, wenn die Hautveränderung beginnt abzuheilen.
Woran erkennt man eine abgestorbene Warze?
Eine abgestorbene Warze erkennst du meist an einer dunklen, trockenen oder schwärzlichen Verfärbung sowie daran, dass sie sich vom umliegenden Gewebe löst und abzufallen beginnt. Viele Warzen verändern vor dem Abheilen ihre Farbe: Die vorher helle bis gelbliche Oberfläche wird dunkler, manchmal fast schwarz, und die Warze fühlt sich härter oder brüchiger an.
Dieser Vorgang kann durch eine Behandlung ausgelöst werden oder spontan passieren, da Warzen sich grundsätzlich auch ohne Therapie zurückbilden können. Eine abgestorbene Dornwarze zeigt sich häufig zusätzlich durch ein Nachlassen des Drucks- und Spannungsschmerzes beim Gehen, da das Gewebe im Inneren der Warze seine Spannung verliert.
Wichtig: Eine abgestorbene Warze sollte nicht gewaltsam herausgerissen werden, da das umliegende Gewebe verletzt werden kann.
Von Alters- bis Stachelwarzen: so unterscheiden sich die Warzenarten
Die verschiedenen Typen unterscheiden sich in Größe, Farbe, Lokalisation und Form voneinander. Die am häufigsten auftretende Art sind „gewöhnliche Warzen“, auch vulgäre Warze und in Fachkreisen Verrucae vulgaris genannt.
In diese Kategorie fallen Stachel- und Dornwarzen. Etwa 20 % der Kinder und Jugendlichen sind davon betroffen.
Die folgende Liste enthält alle häufigen Formen und ihre wichtigsten Merkmale.
- Mosaikwarzen – kleine, in Beeten auftretende Exemplare an der Fußsohle
- Dornwarzen – tief wachsende, schmerzhafte Hautwucherungen an druckbelasteten Fußstellen
- Feigwarzen – Veränderungen im Genitalbereich, sexuell übertragbar
- Pinselwarzen (Verrucae filiformes) – fadenförmige Form, meist im Gesicht
- Alterswarzen – keine echten Warzen, sondern Pigmentveränderungen der Haut
- Flachwarzen – kleine, ebene Form bei Kindern und Jugendlichen
Was sind die Ursachen für Stielwarzen?
Stielwarzen, auch fibroepitheliale Polypen genannt, sind im Unterschied zu klassischen Hautwucherungen keine Viruserkrankung, sondern gutartige Hautanhängsel. Sie entstehen meist durch Reibung an Hautfalten, etwa am Hals, unter den Achseln oder an den Augenlidern.
Übergewicht, hormonelle Veränderungen und erbliche Veranlagung begünstigen ihre Bildung zusätzlich.
Eine Verwechslung mit HPV-bedingten Hautveränderungen kann nur ärztlich sicher ausgeschlossen werden.
Ansteckung von Warzen: wie die Übertragung abläuft
Warzen werden durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst, die über direkten Hautkontakt oder kontaminierte Oberflächen übertragen werden. Dazu zählen Böden in Schwimmbädern, Umkleidekabinen oder Saunen ebenso wie gemeinsam genutzte Handtücher, Nagelscheren oder Badematten.
Kleine Risse, aufgeweichte oder verletzte Haut erleichtern den Viren das Eindringen. Deshalb stecken sich Menschen häufig nach dem Barfußlaufen in Feuchträumen oder bei bereits vorgeschädigter Haut an. Auch eine Übertragung von einer Körperstelle auf eine andere, etwa durch Kratzen an einer bestehenden Warze, ist möglich.
Warzen vorbeugen: so senkst du das Risiko
Ein vollständiger Schutz vor einer Ansteckung ist nicht möglich, doch einige Verhaltensweisen senken das Risiko spürbar.
Dazu gehören Badeschuhe in öffentlichen Feuchträumen und Saunen sowie das Vermeiden von gemeinsam genutzten Handtüchern, Nagelscheren oder Schuhen.
Rissige oder feuchte Haut solltest du zügig abtrocknen und pflegen, da intakte Haut eine natürliche Barriere gegen die Viren bildet. Eine gesunde Lebensweise unterstützt zusätzlich ein funktionierendes Immunsystem, das Infektionen leichter abwehren kann.
Wer bereits eine Warze hat, sollte sie nicht aufkratzen oder abreißen, da sich die Viren sonst leicht auf andere Körperstellen oder andere Personen übertragen können.
Ansteckung und Vorbeugung: wie du dich schützen kannst
Die auslösenden Viren verbreiten sich über direkten Hautkontakt sowie über kontaminierte Oberflächen wie Böden in Schwimmbädern, Umkleidekabinen oder Saunen. Kleine Risse oder aufgeweichte Haut begünstigen das Eindringen der Erreger.
Einige einfache Verhaltensweisen senken das Ansteckungsrisiko spürbar. Dazu zählen Badeschuhe in öffentlichen Feuchträumen, das Vermeiden von gemeinsam genutzten Handtüchern oder Nagelscheren sowie das rasche Abtrocknen und Eincremen rissiger Haut.
Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind anfälliger für eine Infektion. Eine gesunde Lebensweise und eine intakte Hautbarriere tragen daher zur Vorbeugung bei.
Wer bereits betroffen ist, sollte die eigene Hautveränderung nicht aufkratzen oder abreißen, da sich die Viren dadurch leicht auf andere Körperstellen oder Personen übertragen.
Können Genitalwarzen von alleine weggehen?
Ja, Feigwarzen können in manchen Fällen von selbst zurückgehen, insbesondere wenn das Immunsystem die Viren erfolgreich bekämpft. Verlassen solltest du dich darauf jedoch nicht: Unbehandelt können sie sich vergrößern, zusammenwachsen oder auf den Partner beziehungsweise die Partnerin übertragen werden. Eine ärztliche Abklärung und gegebenenfalls Behandlung in einer gynäkologischen, urologischen oder dermatologischen Praxis ist deshalb empfehlenswert.
Wann zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist in bestimmten Fällen ratsam, auch wenn die meisten Hautveränderungen dieser Art harmlos sind. Folgende Warnzeichen solltest du ernst nehmen:
- Die Hautveränderung verändert schnell Farbe, Form oder Größe
- Sie blutet, nässt oder schmerzt ohne erkennbaren Grund
- Es handelt sich um eine Hautwucherung im Gesicht oder Genitalbereich
- Du hast Diabetes, eine Immunschwäche oder bist schwanger
- Eine Selbstbehandlung über mehrere Wochen zeigt keine Besserung
- Du bist dir unsicher, ob es sich überhaupt um eine Warze handelt
In diesen Situationen kann eine dermatologische Praxis die betroffene Hautstelle sicher einordnen und die passende Behandlung einleiten.
Mosaikwarzen (Verrucae plantares)
Aussehen: Einzelne Mosaikwarzen sind in etwa so groß wie ein Stecknadelkopf. Durch Verwachsungen erscheinen diese Warzen jedoch größer. Sie haben eine weißliche bis gelbliche Färbung.
Auftreten: Mosaikwarzen treten in sogenannten „Beeten“ auf. Diese Eigenschaft verleiht ihnen die Bezeichnung eines Mosaiks. Bevorzugt treten sie an Fußsohlen und Zehen auf. Doch anders als Dornwarzen wachsen sie nicht in die Tiefe und verursachen deshalb keine Schmerzen.
Besonderheit: Mosaikwarzen haben sich als äußerst resistent gegen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten erwiesen.

Dornwarzen (Verruca plantaris)
Aussehen: Oft haben Dornwarzen einen weißen Kern, in dem kleine schwarze Punkte zu sehen sind. Dabei handelt es sich um Einblutungen im Gewebe. Überzogen sind sie von einer dicken Hornschicht.
Auftreten: Ihre Bezeichnung als Fußsohlenwarze verdanken Dornwarzen ihrem bevorzugten Ansiedlungsort, dem Fuß.
Sie sind an den besonders belasteten Bereichen der Fußsohle, wie der Unterseite der Zehen und der Ferse, zu finden. Dort können diese Warzen auf Dauer Schmerzen verursachen.
Besonderheit: Die Dornwarze wächst besonders tief in das Gewebe hinein. Diesem Fakt verdankt sie ihren Namen. Der nicht sichtbare Teil, der Dorn, kann die doppelte Größe der sichtbaren Oberfläche erreichen.
Diese Warzen werden in medizinischen Kreisen als endophytische Plantarwarzen bezeichnet.
Dornwarze im Gesicht: gibt es das?
Eine klassische Dornwarze im Gesicht ist untypisch, da Dornwarzen sich auf druckbelastete Fußsohlenbereiche spezialisiert haben. Im Gesicht treten stattdessen meist Pinselwarzen (Verrucae filiformes) oder Flachwarzen auf, die äußerlich anders aussehen, aber ebenfalls durch HPV-Viren verursacht werden. Wer eine harte, tief sitzende Warze im Gesicht bemerkt, sollte diese ärztlich abklären lassen, um sie sicher von anderen Hautveränderungen zu unterscheiden.
Feigwarzen (Condylomata acuminata)
Aussehen: Feigwarzen sind rötlich, weißlich oder braun. Ohne Behandlung können sie so an Größe zunehmen, dass sie körperliche Beschwerden verursachen.
Auftreten: Feigwarzen treten im Genitalbereich auf. Sie wachsen unbehandelt zu großen Flächen zusammen. Die Übertragung findet durch Sex statt.
Besonderheit: In seltenen Fällen verursachen Feigwarzen Brennen und Jucken. Betroffene leiden häufig unter Schamgefühlen. Die HPV-Impfung beugt einer Infektion mit Feigwarzen vor.

Pinselwarzen (Verrucae filiformes) im Gesicht
Aussehen: Pinselwarzen verdanken ihren Namen pinselartigen Wucherungen, die die Oberfläche der Warze fadenähnlich bedecken. Sie können rosa oder weiß sein und haben in ihren Spitzen kleine braune Punkte.
Auftreten: Bevorzugt treten diese kleinen Warzen im Gesicht auf. Der Bereich um den Mund ist dabei am häufigsten betroffen.
Hals, Kinn, Stirn und Augen sind ebenfalls beliebte Partien für Warzen im Gesicht.
Besonderheit: Pinselwarzen kündigen sich vor ihrem Erscheinen oft durch ein leichtes Ziehen in der betroffenen Hautregion an. Nach der Bildung verursachen diese Warzen allerdings keine Schmerzen. Ausführliche Informationen zu Warzen im Gesicht und deren Behandlung findest du im Beitrag Warzen im Gesicht.
Warzenentfernung im Gesicht: was ist zu beachten?
Die Warzenentfernung im Gesicht erfordert besondere Vorsicht, da die Gesichtshaut dünner und empfindlicher ist als an Händen oder Füßen. Ätzende oder stark reizende Mittel, wie sie bei Warzen an Händen und Füßen eingesetzt werden, sind für das Gesicht nicht geeignet und können Narben oder Hautreizungen verursachen. Die N1 Warzen Tinktur beispielsweise ist ausdrücklich nicht für das Gesicht vorgesehen.
Für kleine Warzen im Gesicht empfiehlt sich stattdessen eine ärztliche Abklärung und Behandlung in einer dermatologischen Praxis, etwa mittels Kryotherapie oder anderer schonender Verfahren. Mehr dazu liest du im Artikel Warzen im Gesicht.
Kann man Warzen im Gesicht selbst entfernen?
Warzen im Gesicht selbst zu entfernen, wird nicht empfohlen, da unsachgemäße Anwendung von Säuren oder mechanisches Abtragen zu Narben, Entzündungen oder einer Ausbreitung der Viren führen kann. Anders als bei Warzen an Händen oder Füßen ist die Haut im Gesicht dünner, und viele frei verkäufliche Warzenmittel sind für diesen Bereich nicht zugelassen. Wer Warzen im Gesicht bemerkt, sollte eine ärztliche Praxis aufsuchen, um die passende und sichere Behandlungsmethode zu bestimmen.
Alterswarzen (Verrucae seborrhoicae, seborrhoische Keratose)
Aussehen: Sogenannte senile Warzen sind klein, können aber in seltenen Fällen die Größe einer Handfläche annehmen. Sie sind rundlich oder oval. Sie sind hellbraun bis schwarz.
Auftreten: Sie siedeln sich bevorzugt am Oberkörper und im Gesicht an. Auch die Arme und Handrücken sind häufig von diesen Warzen betroffen.
Besonderheit: Alterswarzen entstehen meist ab dem 40. Lebensjahr.
Selten treten sie auch bei jungen Menschen auf. Bei Alterswarzen handelt es sich nicht um herkömmliche Warzen, sondern um eine Pigmentierungsstörung der Haut. Sie werden nicht durch HPV-Viren ausgelöst. Vorbeugen kann man ihnen zum Beispiel durch die tägliche Nutzung von Sonnencreme, da UV-Strahlung ihre Bildung begünstigt.

Alterswarzen im Gesicht entfernen: welche Optionen gibt es?
Alterswarzen im Gesicht können durch verschiedene dermatologische Verfahren entfernt werden, etwa durch Vereisen, Lasertherapie oder eine chirurgische Abtragung. Da es sich bei Alterswarzen nicht um virusbedingte Warzen, sondern um eine Pigmentierungsstörung handelt, sind die gängigen Warzenmittel gegen HPV-bedingte Warzen hier nicht wirksam und nicht vorgesehen. Eine Entfernung erfolgt meist aus kosmetischen Gründen und sollte in jedem Fall ärztlich begleitet werden, insbesondere um eine Verwechslung mit bösartigen Hautveränderungen auszuschließen.
Hautkrebs oder Alterswarzen im Gesicht: wie unterscheidet man das?
Eine sichere Unterscheidung zwischen Hautkrebs und Alterswarzen im Gesicht kann nur durch eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Alterswarzen sind gutartig, scharf begrenzt und wachsen meist langsam, während bösartige Hautveränderungen wie der schwarze Hautkrebs oft unregelmäßige Ränder, wechselnde Farben oder ein schnelles Wachstum zeigen. Da Alterswarzen gelegentlich mit Hautkrebs verwechselt werden können, ist eine regelmäßige hautärztliche Kontrolle, idealerweise einmal jährlich, empfehlenswert, um verdächtige Hautstellen frühzeitig abzuklären.
Flachwarzen (Verrucae planae juveniles)
Aussehen: Flachwarzen sind ihrem Namen entsprechend sehr eben. Sie sind hautfarben bis durchscheinend und ein bis zwei Millimeter klein.
Auftreten: Am häufigsten treten Flachwarzen im Gesicht und an den Händen auf.
Besonderheit: Diese Warzen sind unter Kindern und Jugendlichen am weitesten verbreitet, deshalb werden sie auch als juvenile Warzen bezeichnet.
Ausnahme Dellwarze
Bei der Dellwarze, die im Volksmund auch als Schwimmbadwarze bezeichnet wird, handelt es sich nicht um eine „echte“ Warze. Die gutartige Hautveränderung, die bevorzugt bei Kindern und Jugendlichen auftritt, zählt in diesem Alter zu den am häufigsten auftretenden Hautkrankheiten.
Ihr Beiname rührt von der hohen Ansteckungsrate in Schwimmbädern her. Die Viren lieben es warm und feucht.
Es handelt sich in diesem Fall jedoch nicht um HPV-Viren wie bei klassischen Warzen. Ausgelöst werden Dellwarzen durch ein Virus, das zu den Pockenviren zählt.
Im Laufe ihres Wachstums bildet sich eine mit Virussekret gefüllte Delle im Zentrum der Warze. Dellwarzen treten vor allem am Oberkörper, in den Achselhöhlen und im Gesicht auf.
Dellwarzen verursachen einen unangenehmen Juckreiz.
Durch das Aufkratzen verteilt sich das Virussekret auf andere Körperstellen. So entstehen den Mosaikwarzen ähnliche „Beete“, die von alleine abheilen.

Auf diese Weise entstehen Warzen
Warzen werden durch HPV, Humane Papillomviren, ausgelöst. Bei einer Infektion dringen die Viren über kleine Verletzungen und Risse in Hautzellen ein und verursachen eine unkontrollierte Zellvermehrung.
Die Wirtszellen, in denen sich die Viren eingenistet haben, produzieren weitere Viren. Die WHO hat die doppelsträngigen DNA-Viren in verschiedene HPV-Typen eingeteilt. Insgesamt gibt es über hundert verschiedene Subtypen.
Die WHO hat bestimmte HPV-Typen als krebserregend eingestuft; diese Typen sind jedoch nicht als Auslöser für gewöhnliche Warzen bekannt. Warzen, die die Genitalien befallen, werden in den überwiegenden Fällen von Niedrigrisiko-HPV-Typen verursacht (HPV 6 und HPV 11).
Kann eine Warze bösartig sein?
Eine Warze kann in sehr seltenen Fällen mit bösartigen Hautveränderungen verwechselt werden, ist aber durch die auslösenden HPV-Typen in der Regel gutartig.
Eine Ausnahme, die deshalb regelmäßige Untersuchungen erfordert, ist die Feigwarze. Es kann in seltenen Fällen vorkommen, dass sie durch HPV-Typen hervorgerufen wird, die potenziell krebserregend sind. Aufschluss darüber kann nur eine ärztliche Untersuchung geben.
Menschen, die über ein gesundes und starkes Immunsystem verfügen, müssen sich keine Sorgen machen, wenn sie eine Warze bemerken. Außer eines optischen Problems stellt eine Warze kein Risiko für ihre Gesundheit dar.
Es gibt Hautveränderungen, wie zum Beispiel den schwarzen Hautkrebs, der von Betroffenen mit Alterswarzen im Gesicht verwechselt werden kann. Eine hautärztliche Untersuchung dient dem Ausschluss einer bösartigen Erkrankung und gibt Patienten und Patientinnen Gewissheit. Die Untersuchung sollte präventiv einmal im Jahr wahrgenommen werden.

Vorsicht, ansteckend! – so übertragen sich Warzen
Die Papillomviren, durch die sie verursacht werden, können von Mensch zu Mensch übertragen werden. Ein Händeschütteln reicht bereits aus, um die Erreger weiterzugeben. Aber auch das Laufen ohne Badeschuhe in Schwimmbädern und der Sauna kann zur Ansteckung führen.
Innerhalb der Familie verbreiten sich die Hautwucherungen besonders schnell. Die Benutzung desselben Handtuchs, das Teilen einer Tasse oder eines Kosmetikprodukts, all diese Dinge können eine Übertragung begünstigen. Besonders auf Badtextilien überleben die Viren über viele Stunden und Tage.
Wer sich der Infektion bewusst ist, sollte gezielt darauf achten, eine Übertragung zu vermeiden. Hilfreich können spezielle Pflaster sein, die auch beim Duschen und im Schwimmbad getragen werden.
Die Immunabwehr bei Kindern ist am wenigsten ausgeprägt. Sie infizieren sich dementsprechend am häufigsten.
Symptome von Warzen
Nach der Infektion mit HPV kommt es nicht sofort zu einem sichtbaren Ausbruch. Die Hautveränderungen treten zwischen einem und sechs Monaten nach der Erstinfektion auf. Nicht bei jedem Menschen kommt es überhaupt dazu.
Besonders Dornwarzen können durch ihre tiefen Verwachsungen in die Hautschicht Schmerzen beim Gehen verursachen und sollten deshalb frühzeitig behandelt werden.
Je nach Lage können sich die betroffenen Stellen durch Juckreiz oder ein Spannungsgefühl bemerkbar machen.
Ist es eine Warze? – so werden die Hautwucherungen diagnostiziert
Für Betroffene ist es nicht immer leicht, Warzen von anderen Hautveränderungen zu unterscheiden. Auf den ersten Blick können Warzen mit anderen Erkrankungen der Haut verwechselt werden.
Eine regelmäßige Selbstkontrolle des eigenen Körpers schafft Bewusstsein für Veränderungen der Haut. Das schnelle Entdecken bedeutet eine zeitnahe Therapie.
Bei Unsicherheit sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden. Die Diagnose erfolgt klinisch. Das bedeutet, dass die Ärztin oder der Arzt ohne weitere Tests bestimmen kann, ob es sich bei der verdächtigen Stelle um eine Warze handelt. Eine jährliche Untersuchung in einer hautärztlichen Praxis ist zudem eine gute Möglichkeit, etwaige Veränderungen frühzeitig abzuklären.
So unterscheidest du Warzen von Hühneraugen
Für Betroffene kann es schwierig sein, Warzen von einem Hühnerauge zu unterscheiden. Auf den ersten Blick sind sich die Hautveränderungen verblüffend ähnlich.
Optisch weisen sie einige Gemeinsamkeiten auf. Auch Hühneraugen sind rund, gelblich bis durchscheinend und haben eine dicke Hornschicht. Das „Auge“ in der Mitte der Verhornung gibt ihnen ihren außergewöhnlichen Namen.
Hühneraugen entstehen nicht durch einen Erreger wie HPV- oder Pockenviren, sondern durch Reibung und Druck, der zum Beispiel durch Sport oder zu enge Schuhe verursacht werden kann. Anders als Warzen treten sie nicht an Händen, Gesicht oder dem Genitalbereich auf.
Anhand ihrer Lage und den auftretenden Schmerzen kann man Hühneraugen leicht mit Dornwarzen verwechseln. Wodurch unterscheiden sie sich? Das Hühnerauge weist nicht die charakteristischen Einblutungen einer Dornwarze auf. Außerdem liegt unter der verhornten Schicht Haut, während bei der Dornwarze das weiche Warzengewebe darunter liegt.
Warzen loswerden: dank verschiedener Therapiemöglichkeiten
Warzen sind vor allem eines: unschön anzusehen. Das Gute ist, dass Warzen nach einer Weile von selbst wieder verschwinden können.
Wie lange das dauert, ist von Warze zu Warze unterschiedlich. Einige verschwinden nach Wochen, andere bleiben über Jahre. Viele Warzen sind so hartnäckig, dass man ihnen mit wiederholter Behandlung zu Leibe rücken muss.
Es gibt verschiedene Formen der Behandlung, die sich in Aufwand, Schmerzensgrad und Wirksamkeit unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt die beliebtesten Methoden gegen Warzen.

| Methode | Vorgehen | Besonders geeignet für |
|---|---|---|
| Chirurgische Entfernung | Ausschaben mit scharfem Löffel unter lokaler Betäubung | Dornwarzen |
| Kryotherapie | Vereisen mit flüssigem Stickstoff (-190 °C) | verschiedene Warzenarten |
| Kauterisation | Zerstörung durch Hitze, Kälte oder chemische Mittel | gewöhnliche Warzen |
| Keratolytika | Säurehaltige Lösung schält die Warze ab | Hand- und Fußwarzen |
| Virostatika | Verschreibungspflichtige, virushemmende Mittel | großflächige Warzenbeete |
Chirurgische Entfernung
Bei der chirurgischen Entfernung einer Warze handelt es sich um einen minimal invasiven Eingriff, der meist in einer dermatologischen Praxis durchgeführt wird. Dazu wird der „scharfe Löffel“ unter einer lokalen Betäubung verwendet. Die Warze wird aus der Haut geschnitten, man spricht hier auch vom Ausschaben der Warze. Diese Methode ist bei der Entfernung von Dornwarzen beliebt, da sie eine restlose Ausschabung ermöglicht.

Kryotherapie
Die Kryotherapie ist ein bewährtes Mittel im Kampf gegen unansehnliche Warzen. Unter der Praktik versteht man das Vereisen der Warze mit flüssigem Stickstoff. Die Warze wird bei diesem Vorgang auf -190 Grad heruntergekühlt. Das betroffene Gewebe wird bis in die Tiefe zerstört. Mehr zu diesem Verfahren liest du im Beitrag Warzen vereisen.
Für gewöhnliche Warzen an Händen und Füßen gibt es als Alternative ohne Vereisen die N1 Warzen Tinktur, ein Medizinprodukt auf Basis von Monochloressigsäure, das Erwachsene bis zu einmal pro Woche auf 1 bis 2 Warzen auftragen können.
Durch den Einsatz einer speziellen Kältesonde kann die Behandlung mit flüssigem Stickstoff punktuell erfolgen. Gesundes Gewebe wird nicht geschädigt und es bleibt kein Narbengewebe zurück.
Die Prozedur kann bei Bedarf wiederholt werden. Bei kleineren Warzen reicht eine einzige Anwendung jedoch meist aus.

Kauterisation
Unter Kauterisation versteht man im Allgemeinen die Zerstörung von krankem Gewebe. Für die Entfernung von Warzen stehen drei Verfahren zur Verfügung:
- Hitze
- Kälte
- chemische Mittel
Grundsätzlich sind alle Verfahren auch zuhause anwendbar. Die passenden Mittel gegen Warzen finden Betroffene in der Apotheke.

Keratolytika
Keratolytika sind beliebte Mittel bei der Warzenentfernung. Das Auftragen der säurehaltigen Lösung sorgt dafür, dass die harte Hornschicht sich auflöst und die Warze sich abschält. Dadurch wird die Warze vollständig zerstört.

Virostatika
Unter Virostatika versteht man Mittel, die virushemmend wirken. Sie setzen am Erreger der Warze an und verhindern eine Ausbreitung der hochansteckenden HPV-Viren. Diese Mittel sind verschreibungspflichtig und kommen vor allem bei großen Warzenbeeten zum Einsatz.
Arzneimittel gegen Warzen
Wer seine Hautveränderung lieber selbst behandeln will, der wird in der Apotheke fündig. Salicylsäure in Kombination mit Milchsäure ist eine häufig verwendete Wirkstoffkombination. Bei sehr hartnäckigen Fällen kann diese Form der Behandlung als Vorbereitung für einen chirurgischen Einsatz dienen. Die aufgeweichte Hornschicht ist dann leichter zu entfernen.
Monochloressigsäure wird ebenfalls zur Behandlung gewöhnlicher Hautwucherungen an Händen und Füßen eingesetzt, etwa in der N1 Warzen Tinktur. Dieses Medizinprodukt wird nur von Erwachsenen angewendet: Die umliegende Haut wird zuvor mit Vaseline oder Zinksalbe geschützt, anschließend wird die betroffene Stelle einmal betupft, trocknen gelassen und nicht abgedeckt.
Die Anwendung erfolgt höchstens einmal pro Woche auf 1 bis 2 Stellen, ein Ergebnis zeigt sich nach etwa einer Woche. Das Produkt ist für Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren geeignet, jedoch nicht für das Gesicht, den Genitalbereich, Dornwarzen an der Fußsohle, Veränderungen unter Nägeln, Alterswarzen, Stielwarzen, Dellwarzen, Muttermale oder entzündete Stellen.
In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Diabetes oder Immunschwäche ist ohne ärztliche Rücksprache von der Anwendung abzusehen.
Ameisensäure hat sich für die Entfernung von Dornwarzen bewährt. Sie ist ebenfalls in der Apotheke erhältlich und wird einmal wöchentlich mit einem Wattepad aufgetragen.
Zu den bekanntesten Mitteln gehört Vereisungsspray. Die Haut erreicht bei dieser Heimanwendung eine Temperatur von circa -50 Grad. Innerhalb weniger Tage fällt die abgestorbene Stelle von selbst ab. Für kleine Kinder eignet sich dieses Produkt jedoch nicht.
Weitere Details zum Vereisen findest du im Artikel Warzen vereisen, Informationen zu anderen Körperstellen im Beitrag Warzen am Körper.


Diese Hausmittel können gegen Warzen helfen
Wenn du vorerst auf chemische Mittel verzichten und lieber eine sanftere Methode ausprobieren willst, kannst du auf eines von zahlreichen Hausmitteln zurückgreifen, denen positive Eigenschaften in der Behandlung von Hautwarzen nachgesagt werden.
Apfelessig
Apfelessig ist ein echter Alleskönner. Ein getränktes Wattepad wird über Nacht auf der Warze fixiert. Nach etwa einer Woche können sich erste Ergebnisse zeigen.
Propolis
Propolis wird in der Naturheilkunde schon lange gegen Viren eingesetzt. Genau wie beim Apfelessig wirkt das Bienenprodukt am besten über Nacht.
Klebeband
Es mag unüblich klingen, doch viele Betroffene schwören auf diesen Trick. Die Warze wird sechs Tage mit einem exakt zugeschnittenen Stück Klebeband abgeklebt. Vermutlich wird das Immunsystem durch das Abkleben dazu angeregt, sich gegen die Hautwucherung zu wehren. Der Vorgang kann einige Male wiederholt werden.
Teebaumöl
Das aus dem Teebaum gewonnene Öl darf in keinem Haushalt fehlen. Es wirkt antibakteriell und sollte zwei- bis dreimal pro Tag auf die Warze gegeben werden. Besonders empfohlen wird es für vulgäre Warzen.
Rizinusöl
Dieses Öl wirkt besonders gut gegen Mosaikwarzen. Am besten wirkt es, wenn es unverdünnt mindestens zweimal täglich direkt auf die Warze gegeben wird.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich eine abgestorbene Warze?
Eine abgestorbene Warze verfärbt sich meist dunkel bis schwärzlich, wird trocken und löst sich allmählich vom umliegenden Gewebe, bis sie von selbst abfällt.
Sind Alterswarzen im Gesicht gefährlich?
Alterswarzen sind gutartige Pigmentveränderungen und keine durch HPV ausgelösten Warzen. Bei Unsicherheit sollte eine ärztliche Untersuchung eine Verwechslung mit Hautkrebs ausschließen.
Kann ich Warzen im Gesicht selbst behandeln?
Warzen im Gesicht sollten nicht selbst mit Säuren oder mechanischen Mitteln behandelt werden, da die empfindliche Gesichtshaut leicht Narben bildet. Eine ärztliche Abklärung ist hier sinnvoller.
Was sind Verrucae filiformes?
Verrucae filiformes, auch Pinselwarzen genannt, sind fadenförmige Warzen, die bevorzugt im Gesicht, besonders um den Mund, auftreten und durch HPV-Viren verursacht werden.
Wie lange dauert es, bis eine Warze verschwindet?
Das ist unterschiedlich: Manche Warzen heilen nach wenigen Wochen von selbst ab, andere bestehen über Jahre und benötigen eine wiederholte Behandlung.
Ist Ausschaben eine gute Methode gegen Warzen?
Das chirurgische Ausschaben erfolgt unter lokaler Betäubung in einer dermatologischen Praxis und eignet sich besonders für tief sitzende Dornwarzen, da es eine restlose Entfernung ermöglicht.
Quellen
- gesund.bund.de – Informationen zu Warzen
- Apotheken Umschau – Warzen: Ursachen und Behandlung
- NetDoktor – Warzen
- Robert Koch-Institut – Humane Papillomviren (HPV)
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026


