Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

Schuppenflechte an den Füßen ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der sich an Fußsohle, Fußrücken oder Zehen gerötete, scharf begrenzte Hautstellen mit silbrig-weißen Schuppen bilden. Sie ist nicht ansteckend, kann aber jucken, schmerzen und die Beweglichkeit beim Gehen einschränken.

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine weit verbreitete Hautkrankheit, die an verschiedenen Körperstellen auftreten kann. In diesem Ratgeber befassen wir uns vor allem mit der Erkrankung an den Füßen, klären über Behandlungsmöglichkeiten auf und geben dir wertvolle Tipps im Umgang mit der Krankheit. Mehr Hintergrundwissen zum Krankheitsbild findest du auch in unserem Psoriasis-Wiki.

Wie sieht Schuppenflechte am Fuß aus?

Schuppenflechte an den Füßen: Schuppenflechte: die weltweit verbreitete Autoimmunerkrankung – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen – schuppenflechte fuesse

Typisch für diese Form sind rote, verdickte Hautareale mit silbrig-weißen Schuppen, die scharf von der gesunden Haut abgegrenzt sind. An der Fußsohle können die Plaques zusätzlich verhornt, rissig oder schmerzhaft sein, da diese Stelle beim Gehen stark belastet wird. Auf Bildern zeigt sich oft ein Nebeneinander aus trockenen Schuppen, geröteten Rändern und vereinzelten Pusteln, besonders bei der palmoplantaren Form. Der Juckreiz ist für viele Betroffene ein besonders belastendes Symptom.

Schuppenflechte: die weltweit verbreitete Autoimmunerkrankung – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

Genetische Veranlagung kann das Risiko der Erkrankung steigern.

Die auch Psoriasis genannte Erkrankung ist eine chronische Hauterkrankung, die durch übermäßiges Wachstum von Hautzellen verursacht wird. Betroffene Hautstellen werden dick, rot und mit silbernen Schuppen bedeckt.

Die genaue Ursache ist bislang noch nicht vollständig erforscht, jedoch spielen wissenschaftlichen Erkenntnissen nach unter anderem genetische und immunologische Faktoren eine Rolle. Als Auslöser für einen Schub gelten zudem Stress, Infektionen, Hautverletzungen und bestimmte Medikamente.

Die Erkrankung ist nicht ansteckend, aber kann das tägliche Leben beeinträchtigen und sogar psychische Belastung verursachen. Sie kann an verschiedenen Körperstellen auftreten, einschließlich Ellenbogen, Füßen, Kopfhaut, Gesicht und Nägeln. Auch die Hände sind häufig betroffen – mehr dazu liest du im Ratgeber zu Schuppenflechte an den Händen.

Es gibt verschiedene Verläufe der Erkrankung. Diese Verläufe werden als Schübe bezeichnet. Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Symptome zu lindern und den Krankheitsverlauf zu kontrollieren.

Topische Cremes, Lichttherapie, orale Medikamente und Biologika sind gängige Behandlungsoptionen.

Es gibt derzeit keine Heilung. Mit einer angemessenen medizinischen Betreuung können die Symptome jedoch oft effektiv kontrolliert werden. Falls du betroffen bist, solltest du einen Dermatologen oder eine Dermatologin aufsuchen, um die besten Behandlungsoptionen für deine individuelle Situation zu besprechen.

Wer ist am häufigsten betroffen?

Die Erkrankung kann jeden Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Ethnizität, betreffen. Allerdings tritt sie häufiger bei Menschen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren auf. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, wobei bei Frauen oft die ersten Symptome in einem jüngeren Alter auftreten können.

Wie bereits erwähnt, spielt die genetische Veranlagung ebenfalls eine Rolle. Wenn also Familienmitglieder betroffen sind, besteht ein erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken.

Es ist wichtig zu betonen, dass es sich nicht um eine ansteckende Krankheit handelt. Menschen mit dieser Erkrankung können ein normales, erfülltes Leben führen, wenn sie angemessene Pflege und Behandlung erhalten.

Was sind die Ursachen von Schuppenflechte?

Schuppenflechte entsteht durch ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und einer Fehlsteuerung des Immunsystems, die zu einer beschleunigten Erneuerung der Hautzellen führt. Dadurch bilden sich die typischen schuppigen Plaques.

Als auslösende oder verschlimmernde Faktoren eines Schubs gelten unter anderem Stress, Infektionen, Hautverletzungen, bestimmte Medikamente sowie Übergewicht und Alkoholkonsum. Nicht jeder Auslöser wirkt bei jeder betroffenen Person gleich – häufig hilft es, eigene Trigger über einen längeren Zeitraum zu beobachten.

Wie kann ich einem Schub an den Füßen vorbeugen?

Eine vollständige Vorbeugung ist bei Schuppenflechte nicht möglich, da die Erkrankung genetisch bedingt ist. Du kannst jedoch das Risiko für neue Schübe an den Füßen senken, indem du bekannte Auslöser gezielt vermeidest.

Dazu gehört in erster Linie der Schutz der Haut vor Verletzungen und Reibung, etwa durch gut sitzendes, atmungsaktives Schuhwerk und passende Socken. Auch eine konsequente Basispflege mit rückfettenden Cremes hält die Hautbarriere stabil und kann das Risiko für Risse und Reizungen verringern.

Darüber hinaus tragen ein ausgeglichener Lebensstil mit Stressreduktion, der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum sowie ein gesundes Körpergewicht dazu bei, das Schubrisiko zu senken. Regelmäßige Kontrolltermine beim Dermatologen oder der Dermatologin helfen zusätzlich, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Behandlung rechtzeitig anzupassen.

Was hilft bei starkem Juckreiz bei Schuppenflechte?

Juckreiz lässt sich oft durch konsequente Basispflege mit rückfettenden Cremes, kühlenden Kompressen und lauwarmen Fußbädern lindern. Kratzen solltest du möglichst vermeiden, da dies die Haut zusätzlich reizen und Entzündungen verstärken kann.

Bei anhaltend starkem Juckreiz kann der Hautarzt oder die Hautärztin gezielte Wirkstoffe gegen den Juckreiz verschreiben, etwa in Form von Cremes oder im Rahmen einer systemischen Therapie. Lockere, atmungsaktive Socken und Schuhe helfen zusätzlich, Reibung und damit einhergehenden Juckreiz zu reduzieren.

Welche Creme ist bei Schuppenflechte geeignet?

Geeignet sind Cremes, die die Haut rückfettend pflegen und die gestörte Hautbarriere unterstützen, etwa mit Harnstoff (Urea), Salicylsäure oder feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen. Ärztlich verordnete Wirkstoffe wie Vitamin-D3-Analoga, Kortikosteroide oder Teerpräparate kommen je nach Schweregrad zum Einsatz.

Welche Creme oder Wirkstoffkombination im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Schweregrad und der betroffenen Hautstelle ab. Eine Abstimmung mit Dermatologe oder Dermatologin ist daher empfehlenswert, besonders bei verordnungspflichtigen Wirkstoffen.

Psoriasis Füße: Symptome

Schuppenflechte am Fuß äußert sich durch mehrere typische Anzeichen, die einzeln oder in Kombination auftreten können:

  • Hautveränderungen an den Fußsohlen und dem Fußrücken

  • Plaques

  • Pusteln

  • Befall von Nägeln

  • Juckreiz

  • Entzündung

  • Schuppenbildung

  • Läsionen der Haut

Diagnose von Schuppenflechte an den Fußsohlen

Die Diagnose von Schuppenflechte erfolgt in der Regel durch einen Dermatologen oder einer Dermatologin. Die Ärzte stützen ihre Diagnose auf eine sorgfältige Untersuchung der Haut und gegebenenfalls auf eine Anamnese, in der sie nach den Symptomen und dem Verlauf der Erkrankung fragen. Im Zweifel wird eine Probe von der betroffenen Hautstelle genommen, um andere Erkrankungen sicher auszuschließen.

Welche Formen der Schuppenflechte gibt es am Fuß?

Am Fuß treten vor allem zwei Formen auf: die klassische Plaque-Psoriasis und die palmoplantare Psoriasis, die gezielt Fußsohlen und Handflächen betrifft. Daneben gibt es weitere Psoriasis-Formen, die grundsätzlich auch am Fuß oder angrenzend an den Nägeln auftreten können.

Es gibt verschiedene Formen von Schuppenflechte, aber die häufigste ist die sogenannte Plaque-Psoriasis. Bei dieser Form treten dicke, gerötete Hautstellen mit silbernen Schuppen auf, meist an Ellenbogen, Knien, der Kopfhaut und im unteren Rückenbereich. Diese Plaques können jucken oder schmerzhaft sein und beeinträchtigen oft das tägliche Leben der Betroffenen.

Andere Formen von Schuppenflechte sind die guttate Psoriasis, die durch kleine, tropfenförmige Läsionen gekennzeichnet ist, und inverse Psoriasis, die vor allem in Hautfalten auftritt. Ebenso gibt es pustulöse Psoriasis, die mit Eiterbläschen einhergeht, und Erythrodermie, eine seltene, aber ernste Form, die den gesamten Körper betreffen kann.

Die Plaque-Psoriasis ist jedoch die am weitesten verbreitete Form, die die Mehrheit der Menschen mit Schuppenflechte betrifft. Weitere verbreitete Formen der Schuppenflechte haben wir dir hier zusammengefasst.

Formen der Schuppenflechte – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

Psoriasis palmaris

Psoriasis palmaris ist eine Form der Schuppenflechte, die vor allem die Handflächen betrifft. Typische Symptome sind rote, schuppige Hautstellen auf den Handflächen, manchmal begleitet von Rissen oder Blasen. Diese können schmerzhaft sein und die Beweglichkeit der Hände beeinträchtigen.

Psoriasis palmaris – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

Psoriasis palmoplantaris (Schuppenflechte an Fußsohle und Handfläche)

Psoriasis palmoplantaris ist eine Form von Schuppenflechte, die vor allem Handflächen und Fußsohlen betrifft. Symptome sind rote, schuppige Hautstellen, oft begleitet von Rissen, Schmerzen oder Brennen. Die Behandlung kann topische Cremes, Salben oder Lichttherapie umfassen. In schwereren Fällen können auch Medikamente erforderlich sein. Wichtige Maßnahmen sind regelmäßige Hautpflege und der Verzicht auf mögliche Auslöser. Der Dermatologe oder die Dermatologin kann individuelle Behandlungsoptionen empfehlen und den Verlauf überwachen.

Psoriasis palmoplantaris – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

Nagelpsoriasis

Nagelpsoriasis ist eine Form von Schuppenflechte, die die Nägel betrifft. Symptome dieser Psoriasis umfassen Veränderungen wie Dellen, Verdickungen, Verfärbungen oder Ablösungen der Nägel. In einigen Fällen kann es zu Schmerzen kommen. Die Behandlung kann topische Medikamente, Lichttherapie oder orale Medikamente einschließen. Regelmäßige Nagelpflege und die Vermeidung von Nagelverletzungen sind ebenfalls wichtig.

Nagelpsoriasis – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

Psoriasis Arthritis

Psoriasis-Arthritis ist eine Form von Gelenkentzündung, die bei Menschen mit Schuppenflechte auftreten kann. Symptome umfassen Schmerzen, Schwellungen und Steifheit in den Gelenken, oft in Verbindung mit Hautläsionen. Die Wirbelsäule, Finger und Zehen sind am häufigsten betroffen. Die Behandlung kann entzündungshemmende Medikamente, körperliche Therapie oder in schweren Fällen immunmodulierende Medikamente umfassen. Ein Rheumatologe oder eine Rheumatologin kann die Diagnose stellen und mit einer passenden Behandlungsstrategie helfen, um die Lebensqualität zu verbessern.

Wie unterscheidet sich leichte Schuppenflechte an den Füßen von schweren Verläufen?

Bei leichter Schuppenflechte an den Füßen sind meist nur kleine, einzelne Hautareale betroffen, die kaum jucken oder schmerzen und sich gut mit Basispflege und milden Cremes handhaben lassen. Bei schwereren Verläufen breiten sich die Plaques auf größere Flächen aus, die Haut kann einreißen, nässen oder stark schmerzen, sodass eine ärztliche Behandlung notwendig wird. Die Einteilung in leicht, mittel oder schwer nimmt in der Regel der Dermatologe oder die Dermatologin anhand der betroffenen Fläche und der Beschwerden vor.

Therapie von Psoriasis an den Füßen

Betroffenen stehen verschiedene Methoden zur Behandlung der Erkrankung zur Verfügung. Welche Therapie infrage kommt, hängt vom Schweregrad und von der genauen Form der Erkrankung ab.

Die Therapie zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und den Krankheitsverlauf zu kontrollieren. Ärzt:innen können topische Cremes, Salben oder Shampoos verschreiben, um die Haut direkt zu behandeln. Lichttherapie, bei der die Haut UV-Licht ausgesetzt wird, ist eine weitere Option.

In schwereren Fällen können Ärzte auch Medikamente verschreiben, entweder in Form von Tabletten oder Injektionen.

Die Auswahl der Therapie hängt von der Schwere der Erkrankung und individuellen Faktoren ab. Es gibt keine Heilung, aber die richtige Behandlung kann dafür sorgen, dass die Beschwerden unter Kontrolle gehalten werden können. Betroffene sollten regelmäßige Termine in der hautärztlichen Praxis haben, um den Verlauf zu überwachen.

Im Überblick lassen sich die gängigen Therapieansätze an den Füßen so zusammenfassen:

  • Topische Behandlung: Cremes, Salben oder Lösungen, die direkt auf die betroffene Haut aufgetragen werden

  • Lichttherapie (UVB/PUVA): gezielte Bestrahlung der Haut mit UV-Licht unter ärztlicher Kontrolle

  • Systemische Medikamente: Tabletten, die im ganzen Körper wirken und bei stärkeren Verläufen eingesetzt werden

  • Biologika/Injektionen: gezielt ins Immunsystem eingreifende Wirkstoffe für mittlere bis schwere Formen

Wirkstoffe in der äußerlichen Behandlung

Zu den gängigen Wirkstoffen in Cremes und Salben zählen Kortikosteroide, die Entzündungen rasch lindern, sowie Vitamin-D3-Analoga, die das übermäßige Zellwachstum bremsen. Beide Wirkstoffe werden häufig auch kombiniert eingesetzt, um Wirkung und Verträglichkeit zu verbessern.

Daneben kommen Salicylsäure zum Lösen von Schuppen, Teerpräparate sowie rückfettende Harnstoff-Cremes zum Einsatz. Welcher Wirkstoff im Einzelfall geeignet ist, entscheidet der Dermatologe oder die Dermatologin anhand von Hautzustand und Verträglichkeit.

UV-Therapie bei Schuppenflechte

Die UV-Therapie, auch Phototherapie genannt, ist eine Behandlungsoption, bei der ultraviolettes (UV) Licht auf die Haut gerichtet wird. Diese Behandlung hat positive Auswirkungen auf die Hautzellen und kann Entzündungen reduzieren.

Es gibt zwei Haupttypen von UV-Licht, die in der Phototherapie verwendet werden: UVB (kurzwelliges Licht) und UVA (langwelliges Licht). UVB-Licht wird häufiger eingesetzt, da es effektiv ist. UVA-Licht wird in Kombination mit einer lichtaktivierenden Substanz, bekannt als Psoralen, verwendet und wird als PUVA-Therapie bezeichnet.

Während der UV-Therapie wird die betroffene Haut direkt dem UV-Licht ausgesetzt, entweder durch spezielle Lampen oder durch natürliche Sonneneinstrahlung. Die UV-Strahlen beeinflussen die Aktivität der Hautzellen und modulieren das Immunsystem.

Dies trägt dazu bei, die übermäßige Zellteilung und Entzündung zu reduzieren. Die genaue Dauer und Häufigkeit der Therapie hängt vom Schweregrad ab. Es ist wichtig, die Behandlung unter Anleitung eines Dermatologen zu planen und zu überwachen und die Haut vor Überbelichtung zu schützen.

Injektionen

Injektionen sind Medikamente, die nicht in Form von Tabletten eingenommen werden, sondern direkt unter die Haut oder in einen Muskel injiziert werden. Diese Injektionen enthalten oft biologische Medikamente, die das Immunsystem beeinflussen, um Entzündungen zu reduzieren und die Symptome zu lindern.

Die Injektion kann entweder in der Praxis verabreicht werden oder du erhälst Schulungen, um dir die Injektionen selbst zu geben. Hierbei wird in der Regel eine dünne Nadel verwendet, und die Injektion erfolgt in die Hautschicht unterhalb der Oberfläche.

Diese Art der Behandlung ist oft für Menschen mit mittleren bis schweren Verläufen empfohlen, wenn andere Therapien nicht ausreichend wirksam waren. Die Injektionen können die Entzündungen reduzieren und so die Häufigkeit und Schwere der Schübe verringern.

Es ist wichtig, regelmäßig die vereinbarten Injektionen zu erhalten, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Bei Fragen oder Bedenken solltest du dich an deinen Dermatologen oder deine Dermatologin wenden, um weitere Anleitungen und Unterstützung zu erhalten.

Mögliche Komplikationen von Psoriasis

Mögliche Komplikationen von Psoriasis – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

Schuppenflechte kann zu verschiedenen Komplikationen führen. Menschen mit dieser Hauterkrankung haben ein erhöhtes Risiko für Gelenkprobleme, genannt Psoriasis-Arthritis. Darüber hinaus kann die Psoriasis das Risiko für andere Gesundheitsprobleme wie Diabetes, Herzkrankheiten und Depressionen erhöhen. Die betroffene Haut kann auch empfindlicher für Infektionen sein.

Psychische Gesundheitsprobleme durch Schuppenflechte

Die Auswirkungen von Schuppenflechte gehen oft über die sichtbaren Hautsymptome hinaus und können auch die psychische Gesundheit beeinflussen. Es ist nicht einfach, ständig darüber nachzudenken, wie andere auf die Hautreaktionen reagieren könnten. Manchmal fühlt man sich unsicher, gestresst oder sogar traurig.

Das Bedürfnis, sich zu verstecken oder perfekt auszusehen, kann für Betroffene belastend sein. Der psychische Druck, der mit Schuppenflechte einhergeht, sollte nicht unterschätzt werden. Es ist wichtig, sich anderen anzuvertrauen und sich Hilfe zu suchen. Freund:innen, Familie oder sogar professionelle Therapeuten können unterstützen. Es ist wichtig, dir vor Augen zu führen, dass du nicht allein bist und dass es okay ist, Unterstützung anzunehmen.

Die psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie die körperliche. Sei nicht zu streng zu dir selbst und suche Hilfe, wenn du sie brauchst.

Psychische Gesundheitsprobleme durch Schuppenflechte – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

Die richtige Pflege deiner Füße

Die richtige Pflege deiner Füße – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

Bei Beschwerden an den Füßen ist die Wahl der richtigen Hautpflegemittel wichtig, denn deine Füße werden im Alltag stets beansprucht. Halte die Füße sauber und trocken. Verwende milde Seife und warmes Wasser.

Nach dem Waschen die Füße sanft abtrocknen, ohne zu rubbeln. Verzichte auf reizende Stoffe wie Alkohol oder Parfüm, da diese die Haut stressen können.

Nutze spezielle Cremes oder Salben, um die Haut geschmeidig zu halten. Die N1 Psoriasis Intensivcreme ist ein Medizinprodukt zur Behandlung von trockener und schuppiger Haut bei ärztlich diagnostizierter Psoriasis, Neurodermitis und Ekzemen. Sie unterstützt die gestörte Hautbarriere und kann Juckreiz, Rötungen und Schuppenbildung lindern.

Erwachsene tragen die Creme ein- bis zweimal täglich auf die gereinigte Haut auf und massieren sie ein, je nach Schweregrad über 4 bis 12 Wochen, jedoch nicht länger als 30 Tage ununterbrochen, gefolgt von 4 Tagen Pause. Die Creme wird nur äußerlich angewendet und ersetzt keine ärztliche Therapie; Schwangere und Stillende sollten vorher Rücksprache mit Arzt oder Apotheker halten.

Kratze nicht an den betroffenen Stellen, um Verletzungen zu verhindern.

Bei Bedarf können auch kalte Kompressen oder Fußbäder helfen, Juckreiz zu lindern.

Tipps für gesunde Füße

Tipps für gesunde Füße – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

1. Geeignete Kleidung

Trage bequeme Schuhe aus atmungsaktivem Material, um Reibung zu vermeiden. Vermeide enge Schuhe und hohe Absätze. Wechsle regelmäßig deine Socken und achte darauf, dass sie ebenfalls atmungsaktiv sind.

2. Sonnenschutz

Schütze die Haut vor intensiver Sonneneinstrahlung, da dies die Symptome verschlimmern kann.

Tipps für gesunde Füße – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen
Tipps für gesunde Füße – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

3. Stressmanagement

Stress kann Schuppenflechte verschlimmern, daher sind Entspannungstechniken hilfreich. Stress greift außerdem dein Immunsystem an, was wiederum zu Schüben von Psoriasis führen kann. Baue Pausen und bewusste Entspannung in deinen Alltag ein, um dem vorzubeugen.

4. Gesunde Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung kann positiv auf den Krankheitsverlauf wirken. Gleichzeitig solltest du auf Trigger-Lebensmittel achten, die den Zustand deiner Haut verschlechtern und Schuppung hervorrufen. Dazu kannst du zum Beispiel ein Ernährungstagebuch führen.

Tipps für gesunde Füße – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen
Tipps für gesunde Füße – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

5. Regelmäßige Kontrollen

Suche regelmäßig deinen Arzt oder deine Ärztin auf, um den Zustand zu überwachen und die Behandlung anzupassen.

6. Selbsthilfegruppen

Der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen kann unterstützend sein. Öffne dich auch bei Freund:innen und deiner Familie, um mit der Belastung nicht alleine zu sein. Soziale Isolation ist häufig eine Folge von ausgeprägter Schuppenflechte.

Tipps für gesunde Füße – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen
Tipps für gesunde Füße – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

7. Geduld haben

Die Behandlung von Schuppenflechte kann Zeit brauchen. Sei geduldig und bleib positiv.

8. Medikamenteneinnahme

Nimm deine Medikamente regelmäßig ein, wie von Arzt oder Ärztin verschrieben, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Tipps für gesunde Füße – Schuppenflechte (Psoriasis) an den Füßen

Häufige Fragen

Wie erkenne ich Schuppenflechte an der Fußsohle?

Schuppenflechte an der Fußsohle zeigt sich meist als gerötete, verdickte Haut mit weißlichen Schuppen, die oft rissig und druckempfindlich ist. Da die Fußsohle stark belastet wird, können zusätzlich Schmerzen beim Gehen oder Stehen auftreten.

Ist Schuppenflechte an den Füßen ansteckend?

Nein, Schuppenflechte ist eine Autoimmunerkrankung und nicht ansteckend. Eine Übertragung durch Kontakt, gemeinsame Schuhe oder Barfußgehen ist nicht möglich.

Was hilft bei leichter Schuppenflechte an den Füßen?

Bei leichten Verläufen helfen oft konsequente Basispflege, milde Reinigung, rückfettende Cremes und das Vermeiden von Reibung durch unpassendes Schuhwerk. Bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wie unterscheidet sich Schuppenflechte am Fuß von Fußpilz?

Schuppenflechte verursacht meist scharf begrenzte, symmetrisch auftretende rote Plaques mit silbrigen Schuppen, während Fußpilz häufig mit Juckreiz zwischen den Zehen, feuchter Haut und unscharfen Rändern einhergeht. Eine sichere Unterscheidung kann nur ärztlich erfolgen.

Wann sollte ich bei Schuppenflechte am Fuß zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn die Hautveränderungen sich ausbreiten, stark schmerzen, nässen oder die Nägel betreffen. Auch bei erstmaligem Verdacht auf Schuppenflechte sollte eine fachärztliche Abklärung erfolgen.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026