Elektrolytlösung
Elektrolyte: ihre Aufgabe im Körper
Bei Elektrolyten handelt es sich um Mineralstoffe, die im Blut aufgelöst werden. Sie helfen, wichtige Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Unter anderem sind sie für die Funktion von Nerven und Muskeln verantwortlich und halten den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht. Außerdem regulieren sie die Flüssigkeit in unseren Zellen.
Die wichtigsten Elektrolyte sind unter anderem Magnesium, Natrium, Calcium und Kalium. Es ist wichtig, dass die Konzentration dieser Stoffe im Blut stimmt, damit wir uns fit und gesund fühlen.

Wie äußert sich ein Elektrolytmangel?
Ein Mangel an Elektrolyten kann sich durch folgende Symptome äußern:
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Muskelschwäche
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Müdigkeit
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Schwäche
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Herzrhythmusstörungen
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Übelkeit
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Verstopfungen
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Kopfschmerzen
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Bewusstseinsstörungen
Einige Symptome können auch auf eine Überversorgung mit Elektrolyten hindeuten. Bei Beschwerden solltest du immer deinen Arzt oder deine Ärztin aufsuchen.
Laut dem Patienteninformationsportal gesundheitsinformation.de entstehen Elektrolytstörungen häufig durch starken Flüssigkeitsverlust, etwa bei Durchfall, Erbrechen, starkem Schwitzen oder bestimmten Nierenerkrankungen. Schon ein Flüssigkeitsverlust von wenigen Prozent des Körpergewichts kann die Konzentration von Natrium, Kalium und Magnesium im Blut spürbar verschieben.
Welche Nebenwirkungen können Elektrolyte haben?
Eine normal dosierte Elektrolytlösung ist in der Regel gut verträglich. Bei zu hoher oder zu schneller Zufuhr, insbesondere bei vorbestehenden Nieren- oder Herzerkrankungen, können jedoch Nebenwirkungen auftreten, zum Beispiel:
Übelkeit, Blähungen oder Durchfall durch zu hohe Zucker- oder Salzkonzentration
Bluthochdruck durch zu viel Natrium
Herzrhythmusstörungen durch ein Zuviel an Kalium, vor allem bei eingeschränkter Nierenfunktion
Wassereinlagerungen (Ödeme) bei übermäßiger Natriumzufuhr
Menschen mit Nieren-, Herz- oder Kreislauferkrankungen sollten eine Elektrolytlösung daher nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin anwenden.
Kann man durch Elektrolyte abnehmen?
Nein, eine Elektrolytlösung dient nicht dem Abnehmen. Sie gleicht ausschließlich den Verlust von Flüssigkeit und Mineralstoffen aus, etwa nach Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen. Enthaltener Zucker in handelsüblichen Lösungen kann sogar zusätzliche Kalorien liefern. Für eine Gewichtsabnahme sind Elektrolytlösungen daher nicht geeignet.
Dafür werden Elektrolytlösungen eingesetzt

Durchfallerkrankungen werden unter anderem mit Elektrolytlösungen behandelt.
Elektrolytlösungen können bei Krankheitserscheinungen wie Durchfall oder Kopfschmerzen unterstüzen. In Krankenhäusern und Arztpraxen werden sie vor allem zur Behandlung von Durchfallerkrankungen verwendet, da diese Elektrolytverluste mit sich bringen.
Auch bei Erkrankungen der Nieren oder hormonellen Störungen kann eine Elektrolytlösung angewendet werden. Die Lösung wird zur Rehydration eingesetzt. So können wichtige Körperfunktionen wieder hergestellt werden.
Während Operationen werden Elektrolyte außerdem eingesetzt, um den Elektrolythaushalt aufrecht zu erhalten. Funktionen von Lunge, Muskeln und Nieren werden so sichergestellt.

Beim Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit und Elektrolyte.
Elektrolytlösung gegen Kater

Die Nachwirkungen einer Partynacht können schmerzhaft sein.
Nach einer feuchtfröhlichen Nacht gibt es am nächsten Morgen häufig ein böses Erwachen. Kopfschmerzen, Übelkeit und Verdauungsstörungen sind nur einige der unliebsamen Symptome, die ein Kater mit sich bringt.
Ursache für diese Erscheinungen ist hauptsächlich eine Dehydration, die durch den übermäßigen Konsum von Alkohol hervorgerufen wird. Außerdem stört Alkohol den Schlaf, kann Entzündungen im Körper hervorrufen und hinterlässt toxische Nebenprodukte, die der Körper mit erheblichem Energieaufwand abbauen muss.
Eine Elektrolytlösung hilft dem Körper, seinen Flüssigkeitshaushalt aufzutanken und unterstützt ihn beim Abbau der giftigen Nebenprodukte.

Alkohol sollte ausschließlich in Maßen genossen werden.
Elektrolyte beim Sport und bei körperlicher Belastung
Bei intensiver körperlicher Belastung verliert der Körper über den Schweiß vor allem Natrium, Kalium und Magnesium. Je nach Trainingsintensität, Temperatur und individueller Schweißrate können das bei einer einstündigen Belastung schon mehrere Hundert Milliliter bis über einen Liter Flüssigkeit sein. Wird dieser Verlust nicht ausgeglichen, drohen Leistungseinbußen, Muskelkrämpfe und Konzentrationsschwierigkeiten.
Bei Belastungen unter einer Stunde reicht meist normales Wasser aus. Bei längerem oder sehr intensivem Training, insbesondere bei Hitze, kann eine Elektrolytlösung sinnvoll sein, um Natrium- und Kaliumverluste auszugleichen und die Leistungsfähigkeit zu unterstützen.
Elektrolythaltige Lebensmittel und natürliche Quellen
Elektrolyte müssen nicht zwangsläufig über eine fertige Lösung aufgenommen werden. Viele Lebensmittel liefern von Natur aus relevante Mengen:
| Elektrolyt | Natürliche Quellen |
|---|---|
| Natrium | Speisesalz, Brühe, Käse, Oliven |
| Kalium | Bananen, Kartoffeln, Trockenfrüchte, Spinat |
| Magnesium | Nüsse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte |
| Calcium | Milchprodukte, grünes Blattgemüse, Mineralwasser |
Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung deckt bei gesunden Menschen in der Regel den täglichen Elektrolytbedarf ab. Nur bei erhöhtem Verlust, etwa durch Schwitzen oder Durchfall, kann eine zusätzliche Zufuhr über Lösungen oder Präparate sinnvoll sein.
Elektrolytpräparate und Nahrungsergänzungsmittel
Neben Trinklösungen aus der Apotheke gibt es Elektrolyte auch als Brausetabletten, Kapseln oder Pulver zum Anrühren. Magnesium trägt beispielsweise zu einer normalen Muskelfunktion und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei, Kalium zu einer normalen Funktion des Nervensystems. Nahrungsergänzungsmittel sollten jedoch nur ergänzend zu einer ausgewogenen Ernährung und nicht als Ersatz dafür eingesetzt werden. Bei bestehenden Erkrankungen, insbesondere der Nieren, ist vor der Einnahme Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin bzw. einer Apotheke sinnvoll.
Wie wird eine Elektrolytlösung richtig dosiert?
Die Dosierung einer Elektrolytlösung hängt vom Anlass und vom Produkt ab. Bei akutem Durchfall wird üblicherweise empfohlen, nach jedem flüssigen Stuhlgang eine kleine Menge der Lösung in kleinen Schlucken zu trinken, insgesamt oft verteilt über den Tag etwa 2 bis 3 Liter bei Erwachsenen, angepasst an Alter, Gewicht und Flüssigkeitsverlust. Fertigprodukte aus der Apotheke enthalten genaue Dosierhinweise auf der Packung, die unbedingt eingehalten werden sollten.
Bei Kindern, älteren Menschen sowie bei Vorerkrankungen von Herz oder Nieren sollte die Dosierung immer mit einem Arzt, einer Ärztin oder in der Apotheke abgestimmt werden.
Wann zum Arzt?
Eine ärztliche Abklärung ist insbesondere dann wichtig, wenn folgende Warnzeichen auftreten:
Durchfall oder Erbrechen halten länger als 2 Tage an
Hohes Fieber über 39 °C
Anzeichen einer starken Austrocknung wie trockener Mund, eingesunkene Augen oder sehr geringe Urinausscheidung
Verwirrtheit, Benommenheit oder Bewusstseinsstörungen
Herzrhythmusstörungen oder starke Muskelkrämpfe
Betroffen sind Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere oder chronisch kranke Personen
In diesen Fällen sollte zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden, da sich Elektrolytstörungen rasch verschlechtern können. Weiterführende Informationen bietet auch das Robert Koch-Institut.
Elektrolytlösung selbst herstellen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt zur Stabilisierung des Elektrolythaushalts eine selbst herstellbare Trinklösung aus einem Liter Wasser, gegebenenfalls Orangensaft, einem Teelöffel Salz, sieben Teelöffel Zucker und einem halben Teelöffel Backpulver. Je nach Geschmack können außerdem zwei zerdrückte Bananen hinzugefügt werden. Neben normalem Haushaltszucker bietet sich auch Traubenzucker für eine Elektrolytlösung an.
Die Rezepte für eine Elektrolytlösung sind in ihren Inhaltsstoffen im Grunde deckungsgleich. Variabel ist die Wahl des Fruchtsaftes, der vor allem für den Geschmack dazu gegeben wird.
Bei medizinischen Notfällen ist eine selbstgemachte Trinklösung nicht der richtige Weg. Dieser sollte zunächst zum Hausarzt oder zur Hausärztin oder sofort in ein Krankenhaus führen.
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026
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