
Melatonin als Schlafmittel: Wirkung, Dosis & Risiken
30. Juli 2026
Melatonin Creme: Wirkung auf Haut & Schlaf im Check
3. August 2026Eine Warze am Po ist eine gutartige Hautwucherung, ausgelöst durch humane Papillomviren (HPV). Sie ist meist harmlos, aber ansteckend – sitzt sie direkt am After, kann es sich um eine Feigwarze handeln.

Feigwarzen gelten als sexuell übertragbare Erkrankung und sollten ärztlich abgeklärt werden. Der Unterschied zwischen einer gewöhnlichen Warze am Po und einer Feigwarze entscheidet über die richtige Therapie. Dieser Ratgeber erklärt, woran man beide Formen erkennt und was gegen sie hilft.
Warzen zählen zu den häufigsten gutartigen Hautveränderungen überhaupt. Schätzungen zufolge sind bis zu 10 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens von Hautwarzen betroffen. Bei Kindern und Jugendlichen liegt die Rate teils deutlich höher. Auslöser ist eine Infektion mit HPV. Von diesen Viren sind mehr als 200 verschiedene Typen bekannt. Manche Typen befallen bevorzugt die normale Körperhaut, andere die Schleimhäute im Genital- und Analbereich. Genau das entscheidet, ob eine gewöhnliche Warze am Po vorliegt oder eine Feigwarze (Kondylom).
Was ist eine Warze am Po genau?
Eine Warze am Po ist eine kleine, meist raue oder glatte Hautwucherung. Sie entsteht durch eine HPV-Infektion der obersten Hautschicht. Am Gesäß selbst treten häufig gewöhnliche Warzen (Verrucae vulgares) oder Dellwarzen auf. Sie werden grundsätzlich ähnlich behandelt wie Warzen an anderen Körperstellen. Sitzen die Wucherungen dagegen direkt am oder im After, spricht man meist von Feigwarzen. Diese gelten als eigenständige, sexuell übertragbare Erkrankung. Laut Weltgesundheitsorganisation zählen sie zu den weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen.
Wie entstehen Warzen am Po?
Warzen am Po entstehen durch direkten oder indirekten Kontakt mit HPV. Übertragungswege sind etwa Hautkontakt, gemeinsam genutzte Handtücher oder Sitzflächen. Die Viren gelangen über kleinste, oft unsichtbare Hautverletzungen in die oberste Hautschicht. Dort regen sie das Zellwachstum an. Bis eine sichtbare Warze entsteht, können Wochen bis mehrere Monate vergehen. Die Inkubationszeit gewöhnlicher Warzen liegt meist zwischen 4 Wochen und 8 Monaten. Bei Feigwarzen im Analbereich liegt sie häufig zwischen 2 und 8 Monaten.
Begünstigende Faktoren für eine Warze am Po sind:
- Feuchte, warme Hautstellen, etwa durch Schwitzen oder eng anliegende Kleidung
- Kleine Hautverletzungen durch Rasur oder Reibung
- Ein geschwächtes Immunsystem, etwa durch Stress, Medikamente oder chronische Erkrankungen
- Enger Haut- oder Sexualkontakt, besonders bei Feigwarzen im Analbereich
Mehr zu Übertragungswegen und Inkubationszeit erklärt der Ratgeber Warze Virus (HPV): Ansteckung, Dauer & Behandlung.
Wie sehen Warzen am Po aus?
Gewöhnliche Warzen am Po zeigen sich meist als kleine, hautfarbene bis gräuliche Knötchen. Ihre Oberfläche ist rau, manchmal auch verhornt. Sie sind in der Regel 1 bis 10 Millimeter groß und schmerzlos. Bei Reibung durch Sitzen oder Kleidung können sie jedoch unangenehm spannen oder jucken.
Typische Merkmale im Überblick:
| Warzentyp | Aussehen | Typische Lage |
|---|---|---|
| Gewöhnliche Warze | Rau, erhaben, hautfarben bis bräunlich, 1-10 mm | Gesäßhaut, auch andere Körperstellen |
| Dellwarze | Glänzend, mit kleiner Delle in der Mitte, 2-5 mm | Gesäß, Oberschenkel, Rumpf |
| Feigwarze (Kondylom) | Weich, blumenkohlartig, oft in Gruppen | After, Genitalbereich |
Wie wird eine Warze am Po diagnostiziert?
Eine Warze am Po erkennt eine Ärztin oder ein Arzt meist bereits durch Blickdiagnose. Typisches Aussehen, Lage und Konsistenz geben erste Hinweise. Bei Unsicherheit oder untypischem Aussehen kann eine Gewebeprobe sinnvoll sein. So lassen sich andere Hautveränderungen ausschließen. Im Analbereich wird zusätzlich oft eine Proktoskopie durchgeführt. Dabei wird geprüft, ob sich Feigwarzen auch im Analkanal ausgebreitet haben. Eine frühzeitige Abklärung erleichtert die passende Behandlung und verkürzt oft die Heilungsdauer.
Warze am Po oder Feigwarze am After: Was ist der Unterschied?
Der wichtigste Unterschied liegt in Erreger-Typ und Übertragungsweg. Gewöhnliche Warzen am Po werden meist durch Alltagskontakt übertragen. Feigwarzen entstehen dagegen vorrangig durch sexuellen Kontakt mit HPV-Typen wie 6 und 11. Diese beiden Typen sind für rund 90 Prozent aller Feigwarzen-Fälle verantwortlich. Sie verursachen in der Regel keine Krebserkrankungen. Anders sieht es bei sogenannten Hochrisiko-Typen wie HPV 16 und 18 aus.
Wie sehen Analwarzen aus?
Analwarzen zeigen sich zunächst als winzige, stecknadelkopfgroße Knötchen direkt am oder im After. Unbehandelt können sie über Wochen bis Monate wachsen. Dabei schließen sie sich oft zu größeren, weichen, blumenkohlartigen Gebilden zusammen. Sie sind meist hautfarben bis rötlich-bräunlich. Sie können jucken, nässen oder leicht bluten, etwa nach dem Stuhlgang. Weiterführende Informationen zu Feigwarzen bietet das Portal gesund.bund.de.
Wie häufig sind Warzen am Po und Feigwarzen?
Feigwarzen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen in Deutschland. Schätzungen gehen von jährlich mehreren Zehntausend neu diagnostizierten Fällen aus. Die Dunkelziffer gilt als deutlich höher, da nicht jede Feigwarze ärztlich abgeklärt wird. Die AWMF-Leitlinie zu HPV-assoziierten Läsionen der Anal- und Genitalregion (Stand 2026) geht davon aus, dass ein Großteil der sexuell aktiven Bevölkerung im Laufe des Lebens Kontakt mit genitalen HPV-Typen hat. Nur ein Teil davon entwickelt jedoch sichtbare Warzen.

Können Warzen am Po von selbst verschwinden?
Ja, viele gewöhnliche Warzen am Po heilen innerhalb von 6 Monaten bis 2 Jahren von selbst ab. Das Immunsystem bekämpft die Viren dabei nach und nach. Bei Kindern liegt die Spontanheilungsrate nach 2 Jahren bei bis zu 60 bis 70 Prozent. Bei Feigwarzen im Analbereich ist eine Spontanheilung seltener und weniger vorhersehbar. Deshalb ist hier häufiger eine gezielte Behandlung sinnvoll.
Was tun gegen Warzen am Po?
Gegen eine gewöhnliche Warze auf der Gesäßhaut helfen meist rezeptfreie, äußerlich angewendete Präparate mit Salicylsäure. Auch eine Vereisung in der Apotheke oder Arztpraxis kommt infrage. Salicylsäurehaltige Lösungen werden in der Regel einmal täglich aufgetragen. Die Behandlung dauert häufig 4 bis 12 Wochen, bis die Warze vollständig abgetragen ist. Für die unkomplizierte Behandlung auf intakter Haut kann beispielsweise die N1 Warzen Tinktur zum Einsatz kommen. Sie wird gezielt auf die betroffene Hautstelle aufgetragen.
Wichtig: Im Analbereich oder auf sehr dünner, empfindlicher Haut sollten solche Präparate nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt angewendet werden. Sie können die Schleimhaut reizen.
- Betroffene Stelle trocken und sauber halten
- Warze nicht aufkratzen oder abreißen, um eine Ausbreitung zu vermeiden
- Eigenes Handtuch verwenden
- Bei Unsicherheit ärztlich abklären lassen, besonders in Anal- oder Genitalnähe
Warzen an anderen Stellen, etwa am Knie oder am Fuß, folgen ähnlichen Behandlungsprinzipien wie eine Warze am Po.
Wie bekommt man Feigwarzen am After weg?
Feigwarzen am After werden in der Regel von einer Hausärztin, einem Dermatologen oder Proktologen behandelt. Sie verschwinden selten von allein und bleiben oft ansteckend. Übliche Behandlungsoptionen sind:
- Podophyllotoxin oder Imiquimod: verschreibungspflichtige Cremes oder Lösungen, die über 3 bis 16 Wochen mehrmals wöchentlich aufgetragen werden
- Kryotherapie: Vereisung der Warzen mit flüssigem Stickstoff, oft im Abstand von 1 bis 2 Wochen wiederholt
- Lasertherapie oder elektrochirurgische Entfernung: bei größeren oder hartnäckigen Feigwarzen, meist in einer einzigen Sitzung
- Chirurgische Abtragung: in ausgeprägten Fällen
Die Behandlungsdauer variiert je nach Ausmaß der Feigwarzen. Sie liegt häufig bei mehreren Wochen bis Monaten. Rückfälle treten laut Fachliteratur bei etwa 20 bis 30 Prozent der Behandelten innerhalb der ersten 6 Monate auf. Das Virus kann im Körper verbleiben. Auch nach erfolgreicher Therapie sind daher regelmäßige Kontrollen sinnvoll. Ergänzende Einordnungen zu Wirkstoffen und Anwendung liefert die Datenbank der Gelben Liste.
Welche Hausmittel und Vorbeugung helfen?
Hausmittel wie Teebaumöl, Apfelessig oder Zwiebelsaft werden häufig genannt. Ihre Wirksamkeit gegen Warzen ist jedoch wissenschaftlich kaum belegt. Sie können allenfalls unterstützend eingesetzt werden. Eine geprüfte Behandlung ersetzen sie nicht, besonders nicht im Analbereich.
Zur Vorbeugung einer Warze am Po haben sich folgende Maßnahmen bewährt:
- Öffentliche Sitzflächen, Handtücher oder Rasierer nicht mit anderen teilen
- Haut nach dem Duschen gut trocknen, besonders in Hautfalten
- Immunsystem durch ausreichend Schlaf, Bewegung und ausgewogene Ernährung stärken
- Bei Feigwarzen: Kondome nutzen, auch wenn sie das Übertragungsrisiko nicht vollständig ausschließen
- HPV-Impfung in Betracht ziehen, die laut Ständiger Impfkommission (STIKO) für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen wird und auch vor Feigwarzen auslösenden HPV-Typen schützen kann
Was mögen Warzen gar nicht?
Warzen mögen vor allem trockene Haut, ein starkes Immunsystem und konsequente Behandlung gar nicht. Ein gut funktionierendes Immunsystem kann eine HPV-Infektion oft innerhalb von Monaten bis wenigen Jahren von selbst bekämpfen. Ein gesunder Lebensstil kann die Abheilung dabei unterstützen.
Was eine Warze am Po zusätzlich erschwert:
- Konsequente Trockenhaltung der betroffenen Hautstelle
- Regelmäßige, korrekte Anwendung warzenspezifischer Präparate über mehrere Wochen
- Vermeiden von Reibung und mechanischer Reizung
- Verzicht auf gemeinsames Nutzen von Handtüchern oder Rasierern
Wann zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn Warzen am Po sehr schnell wachsen, bluten oder stark jucken. Auch eine farbliche Veränderung sollte abgeklärt werden. Bei Verdacht auf Feigwarzen im Anal- oder Genitalbereich sollte grundsätzlich eine ärztliche Abklärung erfolgen. Eine Selbstbehandlung kann dort riskant sein, zudem müssen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Auch wiederkehrende Warzen trotz Behandlung über mehr als 3 Monate sollten ärztlich untersucht werden. Weiterführende medizinische Hintergründe zu HPV liefert das Robert Koch-Institut.
Eine Warze am Po ist in den meisten Fällen harmlos. Mit Geduld sowie geeigneten Präparaten lässt sie sich meist gut behandeln. Bei Warzen im Analbereich, ungewöhnlichem Wachstum oder Unsicherheit lohnt sich jedoch immer der Gang in die Arztpraxis oder Apotheke. So findet sich die passende Behandlung für jede Warze am Po.
Passend dazu aus unserer Produktwelt: N1 Warzen Tinktur.
Im N1-Shop kaufenBei Shop-ApothekeBei Amazon
Häufige Fragen
Was tun gegen Warzen am Po?
Bei harmlosen Hautwarzen helfen meist rezeptfreie Präparate mit Salicylsäure über 4 bis 12 Wochen oder eine Vereisung. Im Anal- oder Genitalbereich sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wie sehen Warzen am Po aus?
Meist als 1 bis 10 Millimeter große, raue, hautfarbene bis gräuliche Knötchen, die schmerzlos sind, aber bei Reibung jucken oder spannen können.
Wie bekommt man Feigwarzen am After weg?
Ärztlich verordnete Cremes wie Podophyllotoxin oder Imiquimod über mehrere Wochen, Vereisung, Laser- oder elektrochirurgische Entfernung sind übliche Behandlungsmethoden.
Wie entstehen Warzen am Po?
Durch eine Infektion mit humanen Papillomviren, übertragen über Hautkontakt, gemeinsam genutzte Textilien oder – bei Feigwarzen – sexuellen Kontakt. Die Inkubationszeit liegt oft zwischen 4 Wochen und 8 Monaten.
Können Warzen am Po von selbst verschwinden?
Ja, viele Hautwarzen heilen innerhalb von 6 Monaten bis 2 Jahren von selbst ab, bei Kindern liegt die Spontanheilungsrate nach 2 Jahren bei bis zu 60 bis 70 Prozent.
Wie sehen Analwarzen aus?
Zunächst als winzige, stecknadelkopfgroße Knötchen am After, die unbehandelt zu größeren, weichen, blumenkohlartigen Wucherungen zusammenwachsen können.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an Ärztin, Arzt oder Apotheke.





