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24. August 2026Vitaminmangel bedeutet, dass der Körper zu wenig von einem oder mehreren lebenswichtigen Vitaminen erhält. Das kann Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Hautveränderungen auslösen und langfristig zu ernsthaften Erkrankungen führen.

Was ist Vitaminmangel genau?
Vitaminmangel ist ein Zustand, bei dem die Zufuhr oder Aufnahme eines Vitamins nicht ausreicht, um den Körperbedarf zu decken. Man unterscheidet einen manifesten Mangel, bei dem bereits Krankheitszeichen auftreten, von einer subklinischen Unterversorgung, die zunächst unbemerkt bleibt und sich erst nach Wochen oder Monaten bemerkbar macht. Ursachen sind unter anderem einseitige Ernährung, chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, bestimmte Medikamente (etwa Magensäureblocker oder Metformin), hoher Alkoholkonsum sowie ein erhöhter Bedarf in Schwangerschaft und Stillzeit. Nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erreicht ein spürbarer Teil der Bevölkerung bei einzelnen Vitaminen die empfohlene Zufuhr nicht dauerhaft, ohne dass zwangsläufig Krankheitszeichen vorliegen müssen.
Welche Symptome deuten auf einen Vitaminmangel hin?
Typische Anzeichen für einen Vitaminmangel sind Müdigkeit, blasse Haut, brüchige Nägel, Haarausfall und eine erhöhte Infektanfälligkeit. Je nachdem, welches Vitamin fehlt, zeigen sich unterschiedliche Beschwerden, die sich oft schleichend über mehrere Wochen entwickeln.
- Anhaltende Erschöpfung und Konzentrationsschwäche
- Blasse Haut und Kreislaufprobleme (häufig bei Vitamin-B12- oder Folsäuremangel)
- Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen
- Zahnfleischbluten und schlecht heilende Wunden (Hinweis auf Vitamin-C-Mangel)
- Muskelschwäche und Knochenschmerzen (typisch bei Vitamin-D-Mangel)
- Sehstörungen in der Dämmerung (mögliches Zeichen für Vitamin-A-Mangel)
Halten solche Beschwerden länger als zwei bis drei Wochen an, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen, um die genaue Ursache zu bestimmen. Mehr zu unspezifischen Warnzeichen liefert unser Ratgeber zu den häufigsten Ursachen für anhaltende Müdigkeit.
Wer hat ein erhöhtes Risiko für Vitaminmangel?
Bestimmte Gruppen sind deutlich häufiger von einem Vitaminmangel betroffen als die Allgemeinbevölkerung. Dazu zählen Schwangere und Stillende mit erhöhtem Bedarf an Folsäure und Vitamin D, Menschen über 65 Jahre mit verminderter Nährstoffaufnahme im Darm, Veganer und Vegetarier mit fehlender Zufuhr von Vitamin B12 aus tierischen Lebensmitteln sowie Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn. Auch starke Raucher haben laut DGE einen um rund 35 % erhöhten Vitamin-C-Bedarf, da Nikotin den Vitamin-C-Spiegel im Blut senkt. Wer über einen längeren Zeitraum eine strenge Diät einhält oder regelmäßig Alkohol in größeren Mengen konsumiert, sollte seinen Vitaminstatus ebenfalls im Blick behalten.
Welcher Vitaminmangel ist am häufigsten?
In Deutschland ist ein unzureichender Vitamin-D-Spiegel besonders verbreitet, vor allem in den Wintermonaten von Oktober bis März, wenn die Sonneneinstrahlung für die körpereigene Bildung nicht ausreicht. Laut der bundesweiten Studie DEGS1 des Robert Koch-Instituts (Erhebungszeitraum 2008 bis 2011) wiesen rund 30 % der Erwachsenen in Deutschland Vitamin-D-Werte unterhalb von 50 nmol/l auf, was als unzureichende Versorgung gilt. Auch Vitamin B12 ist häufig betroffen: Bei Menschen über 65 Jahren liegt der Anteil mit grenzwertigen oder niedrigen Werten nach verschiedenen Untersuchungen bei etwa 10 bis 30 %, da die Aufnahmefähigkeit im Alter nachlässt. Folsäuremangel tritt gehäuft bei Schwangeren auf, weshalb die DGE bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft eine tägliche Zufuhr von 400 µg empfiehlt.
Kann Vitaminmangel Durchfall oder Übelkeit verursachen?
Ja, ein Vitaminmangel kann Durchfall und Übelkeit auslösen. Besonders ein Mangel an Niacin (Vitamin B3), Vitamin B12 oder Folsäure kann die Darmschleimhaut beeinträchtigen und Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Appetitlosigkeit und Übelkeit nach sich ziehen. Umgekehrt können chronische Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfall auch selbst einen Vitaminmangel begünstigen, da Nährstoffe schlechter aufgenommen werden. Bei anhaltenden Beschwerden über mehr als drei Tage ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll, um Ursache und Zusammenhang zu klären.

Welche Krankheiten können durch Vitaminmangel entstehen?
Ein unbehandelter Vitaminmangel kann zu ernsthaften Erkrankungen führen. Bekannte Beispiele sind Skorbut durch Vitamin-C-Mangel, Rachitis bei Kindern durch Vitamin-D-Mangel sowie Beriberi durch Vitamin-B1-Mangel. Ein langfristiger Vitamin-B12-Mangel kann eine perniziöse Anämie und neurologische Schäden verursachen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit rund 190 Millionen Kinder im Vorschulalter von einem Vitamin-A-Mangel betroffen, der zu den häufigsten Ursachen für vermeidbare Erblindung im Kindesalter zählt. Auch ein geschwächtes Immunsystem, Osteoporose und Wachstumsstörungen können Folgen eines dauerhaften Mangels sein. Ein häufig unterschätztes Beispiel ist der Eisenmangel, der oft parallel zu einem Vitaminmangel auftritt – mehr dazu in unserem Ratgeber zu den typischen Anzeichen eines Eisenmangels.
Wie wird Vitaminmangel diagnostiziert und behandelt?
Ein Vitaminmangel lässt sich zuverlässig nur über eine Blutuntersuchung feststellen. Hausärzte oder Apotheken können gezielt einzelne Vitaminwerte wie Vitamin D, B12 oder Folsäure im Blut bestimmen. Symptome allein reichen für eine sichere Diagnose nicht aus, da sie oft unspezifisch sind und auch andere Ursachen haben können. Wird ein Mangel bestätigt, richtet sich die Behandlung nach Schweregrad: Bei einem leichten Vitamin-D-Mangel reichen häufig 800 bis 1.000 Internationale Einheiten (I.E.) pro Tag über mehrere Wochen, bei stark erniedrigten Werten verordnen Ärzte teils höher dosierte Präparate über einen begrenzten Zeitraum. Ein Vitamin-B12-Mangel wird oft zunächst mit Injektionen und anschließend mit oraler Erhaltungstherapie behandelt. Wer über längere Zeit Beschwerden wie Müdigkeit, Haarausfall oder Kribbeln bemerkt, sollte einen Arztbesuch in Betracht ziehen, statt auf eigene Faust dauerhaft hochdosierte Präparate einzunehmen, da auch eine Überversorgung gesundheitliche Risiken bergen kann.
Was sind die 13 wichtigsten Vitamine?
Der Körper benötigt insgesamt 13 Vitamine, die er größtenteils nicht selbst herstellen kann. Sie werden in fettlösliche (A, D, E, K) und wasserlösliche Vitamine (C und die acht B-Vitamine) unterteilt. Die folgende Tabelle zeigt die von der DGE empfohlene tägliche Zufuhr für Erwachsene sowie mögliche Mangelsymptome.
| Vitamin | Funktion | Täglicher Bedarf (Erwachsene, laut DGE) | Mögliches Mangelsymptom |
|---|---|---|---|
| Vitamin A | Sehkraft, Immunsystem | ca. 0,8–1,1 mg | Nachtblindheit, trockene Haut |
| Vitamin B1 (Thiamin) | Energiestoffwechsel | ca. 1,0–1,3 mg | Muskelschwäche, Nervenstörungen |
| Vitamin B2 (Riboflavin) | Zellwachstum | ca. 1,1–1,5 mg | Rissige Mundwinkel |
| Vitamin B3 (Niacin) | Hautgesundheit, Verdauung | ca. 11–16 mg | Hautentzündungen, Durchfall |
| Vitamin B5 (Pantothensäure) | Hormonbildung | ca. 6 mg (Schätzwert) | Erschöpfung, Kopfschmerzen |
| Vitamin B6 | Nervensystem | ca. 1,4–1,6 mg | Reizbarkeit, Hautveränderungen |
| Vitamin B7 (Biotin) | Haut, Haare, Nägel | ca. 30–60 µg (Schätzwert) | Haarausfall |
| Vitamin B9 (Folsäure) | Zellteilung | 300 µg | Blutarmut, Müdigkeit |
| Vitamin B12 | Nerven, Blutbildung | 4,0 µg | Kribbeln, Blässe |
| Vitamin C | Immunsystem, Bindegewebe | 95–110 mg | Zahnfleischbluten, Müdigkeit |
| Vitamin D | Knochen, Immunsystem | 20 µg (800 I.E.) ohne Eigensynthese | Muskel- und Knochenschmerzen |
| Vitamin E | Zellschutz | ca. 11–15 mg | Muskelschwäche (selten) |
| Vitamin K | Blutgerinnung | ca. 60–80 µg | Erhöhte Blutungsneigung |
Wie lässt sich Vitaminmangel vorbeugen?
Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und, je nach Ernährungsweise, Fisch oder Milchprodukten deckt bei den meisten Menschen den täglichen Vitaminbedarf. Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag – die von der DGE empfohlene Faustregel – liefern beispielsweise bereits einen Großteil des Vitamin-C-Bedarfs. Risikogruppen wie Schwangere, Senioren, Veganer oder Menschen mit chronischen Erkrankungen profitieren mitunter von einer gezielten Nahrungsergänzung. Wer seinen täglichen Bedarf unterstützen möchte, findet in N1 Multivitamine + Mineralstoffe eine Kombination wichtiger Vitamine und Mineralstoffe für den Alltag. Speziell bei einem nachgewiesenen Vitamin-D-Mangel lohnt sich außerdem ein Blick in unseren Ratgeber zu Symptomen und Behandlung eines Vitamin-D-Mangels. Vor der Einnahme hochdosierter Präparate empfiehlt sich jedoch eine Blutuntersuchung, um einen tatsächlichen Mangel zu bestätigen und Überdosierungen zu vermeiden. Weiterführende, unabhängige Informationen bietet das Portal gesund.bund.de.
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Häufige Fragen
Was für Symptome hat man bei Vitaminmangel?
Häufig treten Müdigkeit, blasse Haut, brüchige Nägel, Haarausfall, Konzentrationsprobleme und eine erhöhte Infektanfälligkeit auf. Welche Beschwerden genau auftreten, hängt vom betroffenen Vitamin ab.
Welcher Vitaminmangel ist am häufigsten?
In Deutschland sind Vitamin-D-Mangel, besonders im Winter, sowie Vitamin-B12-Mangel bei Senioren und Veganern am häufigsten. Laut RKI-Studie DEGS1 hatten rund 30 % der Erwachsenen einen Vitamin-D-Wert unter 50 nmol/l.
Kann Vitaminmangel Durchfall verursachen?
Ja, vor allem ein Mangel an Niacin, Vitamin B12 oder Folsäure kann Durchfall und andere Verdauungsbeschwerden auslösen.
Kann Vitaminmangel Übelkeit verursachen?
Ja, insbesondere ein Mangel an B-Vitaminen kann Appetitlosigkeit und Übelkeit begünstigen.
Wie kann ich testen, ob ich einen Vitaminmangel habe?
Eine Blutuntersuchung beim Arzt oder in der Apotheke zeigt zuverlässig, ob und welche Vitaminwerte zu niedrig sind.
Welche Krankheiten können durch Vitaminmangel entstehen?
Möglich sind unter anderem Skorbut, Rachitis, Beriberi, Blutarmut und neurologische Schäden bei langfristigem Mangel.
Welche Anzeichen deuten auf Vitaminmangel hin?
Anhaltende Müdigkeit, Hautveränderungen, Haarausfall, Kribbeln in Händen oder Füßen sowie häufige Infekte können Warnzeichen sein.
Was sind die 13 wichtigsten Vitamine?
Es sind die Vitamine A, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, B12, C, D, E und K, die der Körper für lebenswichtige Funktionen benötigt.
Wer hat ein erhöhtes Risiko für Vitaminmangel?
Schwangere, Senioren, Veganer, Raucher und Menschen mit chronischen Darmerkrankungen haben ein deutlich erhöhtes Risiko für einen Vitaminmangel.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an Ärztin, Arzt oder Apotheke.





