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18. September 2026Kurz erklärt: Psoriasis ICD-10 ist der offizielle Diagnoseschlüssel L40 für Schuppenflechte, ergänzt durch Unterziffern von L40.0 bis L40.9 je nach Verlaufsform.

Psoriasis ICD-10 ist die gängige Bezeichnung für den offiziellen Diagnoseschlüssel L40, mit dem Schuppenflechte in Arztbriefen, Kliniken und bei Krankenkassen einheitlich kodiert wird. Psoriasis ist eine chronische, nicht ansteckende Autoimmunerkrankung der Haut: Hautzellen erneuern sich deutlich schneller als üblich, wodurch die typischen geröteten, schuppenden Plaques entstehen. Der Code Psoriasis ICD-10 wirkt auf den ersten Blick kryptisch, steckt aber voller Informationen über die genaue Form der Erkrankung. Dieser Artikel erklärt Aufbau, Unterformen und Bedeutung des Diagnoseschlüssels Psoriasis ICD-10 verständlich.
Was bedeutet der Diagnoseschlüssel Psoriasis ICD-10?
Der Code für Psoriasis lautet L40 und steht im Kapitel für Krankheiten der Haut und Unterhaut. ICD-10 ist die zehnte Version der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“, herausgegeben von der Weltgesundheitsorganisation und in Deutschland durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als German Modification (ICD-10-GM) angepasst.
Jede Diagnose bekommt so einen eindeutigen Buchstaben-Zahlen-Code für Arztbriefe, Klinikakten und die Abrechnung. Der vollständige Psoriasis-ICD-10-Code besteht immer aus der Hauptziffer L40 und einer angehängten Unterziffer, die die genaue Verlaufsform präzisiert. Diese Feinunterteilung ist wichtig, weil sich Behandlung, Prognose und Begleiterkrankungen je nach Form deutlich unterscheiden. Wer den eigenen Diagnoseschlüssel Psoriasis ICD-10 versteht, kann Arztgespräche gezielter führen und Rückfragen bei der Krankenkasse besser einordnen.
Wie ist der Code aufgebaut?
Der Aufbau von Psoriasis ICD-10 folgt einem einfachen Prinzip:
- L – Kapitel Hautkrankheiten
- 40 – Diagnosegruppe Psoriasis
- Ziffer nach dem Punkt – konkrete Unterform
Ärztinnen und Ärzte tragen diesen vollständigen Diagnoseschlüssel in die Patientenakte ein, sobald die Diagnose gesichert ist.
Welche Unterformen gibt es im Diagnoseschlüssel für Schuppenflechte?
Die Hauptziffer L40 unterteilt sich in mehrere Unterkategorien nach Verlaufsform und betroffenen Körperstellen. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterziffern von Psoriasis ICD-10 im Überblick.
| Code | Bezeichnung |
|---|---|
| L40.0 | Psoriasis vulgaris (häufigste Form, auch Plaque-Psoriasis) |
| L40.1 | Generalisierte Psoriasis pustulosa |
| L40.2 | Acrodermatitis continua |
| L40.3 | Pustulosis palmaris et plantaris |
| L40.4 | Psoriasis guttata (tropfenförmige Herde) |
| L40.5 | Arthropathia psoriatica (Psoriasis-Arthritis) |
| L40.8 | Sonstige Psoriasis |
| L40.9 | Psoriasis, nicht näher bezeichnet |
Am häufigsten wird L40.0 dokumentiert: Die Plaque-Form macht rund 80 bis 90 Prozent aller Fälle aus. Deutlich seltener sind die pustulösen Formen L40.1 bis L40.3, die meist einen intensiveren Behandlungsbedarf haben.
Gibt es einen eigenen Code für Nagelpsoriasis oder Psoriasis bei Kindern?
Nein, für Nagelpsoriasis oder Psoriasis im Kindesalter gibt es innerhalb von Psoriasis ICD-10 keine eigene Unterziffer. Nagelveränderungen wie Tüpfelnägel oder Ölflecken werden meist zusätzlich zur jeweiligen Hautform, etwa L40.0, vermerkt oder unter L40.8 als sonstige Psoriasis erfasst. Auch bei Kindern gilt derselbe Diagnoseschlüssel Psoriasis ICD-10 wie bei Erwachsenen – die Ärztin oder der Arzt wählt die Unterziffer, die dem sichtbaren Hautbild am ehesten entspricht. Da Schuppenflechte im Kindesalter häufig als Psoriasis guttata mit kleinen, tropfenförmigen Herden beginnt, wird hier oft L40.4 dokumentiert.
Welche Ziffer hat Psoriasis-Arthritis?
Die Gelenkform wird primär mit L40.5 verschlüsselt. In der Rheumatologie wird sie um die Kreuz-Stern-Codes M07.0 bis M07.3 ergänzt, die die gelenkbezogene Manifestation genauer beschreiben – etwa ob vorwiegend die Fingerendgelenke, die Wirbelsäule oder mehrere Gelenke betroffen sind. Diese Doppelkodierung dokumentiert Hautbeteiligung und Gelenkentzündung präzise. Mehr zu Symptomen und Therapie liest du im Ratgeber Psoriasis-Arthritis: Symptome, Behandlung und Hilfe.
Ist Schuppenflechte dasselbe wie Psoriasis?
Ja, Psoriasis ist der medizinische Fachbegriff für Schuppenflechte. Beide Bezeichnungen meinen dieselbe chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit rötlichen, schuppenden Plaques. In Deutschland sind schätzungsweise 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung betroffen – mehrere Millionen Menschen. Die Erkrankung tritt familiär gehäuft auf und beginnt oft zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr, kann aber in jedem Alter erstmals auftreten.
Warum ist der Psoriasis-ICD-10-Code für Betroffene wichtig?
Der Diagnoseschlüssel Psoriasis ICD-10 hat direkte praktische Auswirkungen auf den Alltag. Krankenkassen prüfen anhand der Diagnoseziffer, ob bestimmte Therapien – etwa teure Biologika oder eine Reha – medizinisch begründet und erstattungsfähig sind. Auch bei Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Anträgen auf einen Schwerbehindertenausweis oder beim Arztwechsel dient der Code als einheitliche Referenz.
Für Statistik und Forschung ist die Kodierung ebenfalls bedeutsam: Nur ICD-10-konform erfasst lassen sich Häufigkeit, Verlauf und Behandlungserfolg bundesweit vergleichbar auswerten. Wer den eigenen Psoriasis-ICD-10-Code kennt, kann gezielter nachfragen, welche Unterform vorliegt und welche Behandlungsoptionen infrage kommen.
Wie schwer verläuft die Erkrankung?
Der Schweregrad variiert von Person zu Person stark. Zur Einschätzung nutzen Hautärztinnen und Hautärzte häufig den PASI-Score (Psoriasis Area and Severity Index), der Ausdehnung und Intensität der Hautveränderungen bewertet. Manche Betroffene haben nur kleine, lokal begrenzte Herde, andere leiden unter großflächigem Befall oder begleitender Gelenkentzündung.
Schwere Verläufe können neben der Haut auch Gelenke betreffen und das Risiko für Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Depressionen erhöhen. Deshalb sollte die Erkrankung ärztlich begleitet werden, auch wenn sie nicht ansteckend und in der Regel nicht lebensbedrohlich ist.

Welche Organe kann die Erkrankung betreffen?
Psoriasis betrifft in erster Linie die Haut, kann aber auch Gelenke, Nägel und in selteneren Fällen das Herz-Kreislauf-System beeinflussen. Bei Psoriasis-Arthritis entzünden sich Gelenke und Sehnenansätze, was zu Steifheit und Schwellungen führt. Zudem gilt die Erkrankung als eigenständiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da die chronische Entzündung auch Blutgefäße beeinträchtigen kann. Nägel zeigen häufig Tüpfel, Verfärbungen oder Verformungen, die manchmal einer Nagelpilzinfektion ähneln.
Was löst einen Schub aus?
Typische Auslöser sind Infekte, Hautverletzungen, bestimmte Medikamente, Alkohol, Nikotin und psychischer Stress. Auch hormonelle Veränderungen, etwa in Schwangerschaft oder Pubertät, können Schübe begünstigen. Nicht jeder Auslöser wirkt bei jedem Menschen gleich – viele Betroffene erkennen mit der Zeit ihre persönlichen Trigger und können gezielt gegensteuern.
Spielt Stress eine Rolle?
Stress zählt zu den häufigsten Auslösern für neue Schübe. Studien deuten darauf hin, dass psychische Belastung über das Immunsystem entzündliche Prozesse in der Haut verstärken kann. Entspannungstechniken und ein geregelter Alltag können daher helfen, die Schubhäufigkeit zu reduzieren.
Was verschlimmert die Beschwerden – und worauf sollte man verzichten?
Bestimmte Faktoren können bestehende Herde verschlimmern oder neue Schübe fördern. Dazu zählen:
- Alkohol und Nikotin
- Starke Sonnenbrände oder Hautverletzungen (Kratzen, Reiben)
- Übergewicht und stark zuckerhaltige, fettreiche Ernährung
- Bestimmte Medikamente wie manche Betablocker oder Lithium
- Unbehandelte Infekte
- Sehr trockene, rissige Haut
Betroffene profitieren oft davon, auf übermäßigen Alkoholkonsum und Rauchen zu verzichten, die Haut regelmäßig zu pflegen und mechanische Reizung der betroffenen Stellen zu vermeiden. Eine konsequente, rückfettende Hautpflege wie die N1 Psoriasis Intensivcreme kann dabei helfen, die Haut geschmeidig zu halten und Spannungsgefühle zu lindern.
Wie wird Psoriasis behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach Schweregrad, betroffener Körperregion und dem im Diagnoseschlüssel Psoriasis ICD-10 festgehaltenen Verlaufstyp.
Bei leichten bis mittelschweren Formen kommen meist äußerliche Therapien zum Einsatz: kortisonhaltige Cremes, Vitamin-D3-Analoga oder rückfettende Pflegeprodukte, die die Hautbarriere unterstützen. Reicht das nicht aus, verordnen Hautärztinnen und Hautärzte eine Lichttherapie mit UVB- oder PUVA-Bestrahlung oder systemische Medikamente wie Methotrexat, Fumarsäureester oder moderne Biologika, die gezielt in das überaktive Immunsystem eingreifen.
Welche Therapiestufe infrage kommt, hängt unter anderem vom PASI-Score, dem Befallsmuster und Begleiterkrankungen ab. Eine begleitende, konsequente Basispflege bleibt in jeder Therapiestufe wichtig, um Spannungsgefühle und Schuppenbildung zu reduzieren. Weitere Hintergründe findest du im ausführlichen Ratgeber Schuppenflechte: So entsteht Psoriasis.
Gilt Psoriasis als Schwerbehinderung?
Bei starker Ausprägung kann Psoriasis als Schwerbehinderung anerkannt werden – automatisch geschieht das aber nicht. Der Grad der Behinderung (GdB) richtet sich nach dem Ausmaß des Hautbefalls, begleitenden Gelenkbeschwerden und den Auswirkungen auf den Alltag. Ein GdB von 50 oder mehr, ab dem eine Schwerbehinderung vorliegt, wird meist nur bei schweren, großflächigen oder therapieresistenten Verläufen vergeben. Die Einstufung erfolgt individuell durch das zuständige Versorgungsamt auf Antrag, häufig unter Vorlage von Arztbriefen mit dem entsprechenden Psoriasis-ICD-10-Code.
Wie wird die Diagnose gestellt und dokumentiert?
Die Diagnose stellt in der Regel eine Hautärztin oder ein Hautarzt anhand des typischen Hautbilds, häufig ergänzt durch eine Gewebeprobe bei Unsicherheit. Anschließend wird die passende Ziffer aus dem System Psoriasis ICD-10 im Arztbrief oder in der Patientenakte vermerkt – zum Beispiel L40.0 für die klassische Plaque-Form. Dieser Code begleitet Betroffene oft über Jahre, etwa bei Arztwechseln, Rehaanträgen oder der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises. Auch für die Verordnung bestimmter systemischer Therapien verlangen Krankenkassen die genaue Diagnoseziffer als Nachweis. Wer unsicher ist, welche Hautveränderung tatsächlich vorliegt, findet erste Orientierung im Ratgeber Hautkrankheiten erkennen: Symptome und Unterschiede, ersetzt aber keinen ärztlichen Befund.
Wird der Diagnoseschlüssel künftig abgelöst?
Die Weltgesundheitsorganisation verabschiedete die Nachfolgeklassifikation ICD-11 im Jahr 2019, seit 2022 gilt sie international als gültige Referenzversion. In Deutschland ist für die medizinische Dokumentation und Abrechnung aber weiterhin die German Modification des zehnten Systems verbindlich. Betroffene müssen sich also nicht auf einen neuen Code einstellen, sollten aber wissen, dass sich die Bezeichnung Psoriasis ICD-10 ändern kann, sobald ICD-11 auch hierzulande eingeführt wird.
Allgemeine, geprüfte Gesundheitsinformationen bietet außerdem das Portal gesund.bund.de.
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Häufige Fragen
Gilt Psoriasis als Schwerbehinderung?
Nicht automatisch. Erst bei starkem Hautbefall oder begleitenden Gelenkbeschwerden kann ein Grad der Behinderung von 50 oder mehr anerkannt werden, was einer Schwerbehinderung entspricht.
Ist Schuppenflechte dasselbe wie Psoriasis?
Ja, Psoriasis ist der medizinische Fachbegriff für Schuppenflechte – beide Begriffe bezeichnen dieselbe chronische Hauterkrankung.
Welche Diagnoseziffer hat Psoriasis-Arthritis?
Die Gelenkform wird mit L40.5 kodiert, ergänzend nutzen Rheumatologen die Codes M07.0 bis M07.3.
Wo finde ich den Psoriasis-ICD-10-Code in meinem Arztbrief?
Der Code steht meist direkt bei der Diagnosebezeichnung, oft in Klammern hinter dem Krankheitsnamen, zum Beispiel als ‚Psoriasis vulgaris (L40.0)‘.
Gibt es einen eigenen Code für Nagelpsoriasis?
Nein, eine eigene Unterziffer gibt es nicht. Nagelveränderungen werden meist zusätzlich zur jeweiligen Hautform, etwa L40.0 oder L40.8, dokumentiert.
Wie schwer kann die Erkrankung verlaufen?
Der Schweregrad variiert stark: Von leichten, kleinen Herden bis zu großflächigem Befall mit Gelenkbeteiligung ist alles möglich. Sie ist nicht ansteckend und meist nicht lebensbedrohlich.
Was löst Schübe aus?
Häufige Auslöser sind Stress, Infekte, Hautverletzungen, Alkohol, Nikotin und hormonelle Schwankungen.
Welche Organe sind betroffen?
Vor allem Haut, Nägel und Gelenke sind betroffen; die chronische Entzündung erhöht zudem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Was verschlimmert die Beschwerden?
Alkohol, Rauchen, Sonnenbrand, Hautverletzungen, Übergewicht und unbehandelte Infekte können Herde verschlimmern.
Wie wird Psoriasis behandelt?
Je nach Schweregrad kommen äußerliche Cremes, Lichttherapie oder systemische Medikamente wie Biologika zum Einsatz, ergänzt durch konsequente Hautpflege.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an Ärztin, Arzt oder Apotheke.





